Antz ist ein computeranimierter Film, dessen Inhalt für Kinder nicht wirklich geeignet ist. Kurz gesagt, es geht um ein Militärregime von Soldatenameisen, die von einem skrupellosen General angeführt werden, der durch einen Putsch die Ameisenqueen töten will, um das Volk (die Kolonie) laut seinen Worten in eine neue, strahlende Zukunft zu führen und die Tochter als rechtmäßige Thronerbin zu heiraten. In der Mitte dieser politischen Geschichte steht eine depressive Ameise (wann man hat man schon mal von einer depressiven Ameise gehört?)mit dem individuellen Namen Z. Der ist eine unwichtige Arbeiterameise, verliebt sich in die Prinzessin und wird unfreiwillig zum Kriegshelden der Kolonie und damit zum Gegner des herrschsüchtigen Generals.
Der Film ist recht spannend erzählt, ohne Frage wunderbar animiert und gefällt mir von der Ernsthaftigkeit besser als das große Krabbeln, das natürlich eindeutig mehr für Kinder gedacht und geeignet ist. Die Figuren sind keineswegs besonders witzig, oder gar lächerlich, bis auf Zs Tollpatschigkeit und seine Depressionen. Die Geschichte ist zeitlos und die Musik von Harry Greggson Williams und John Powell passt bestens dazu. Sogar die deusche Synchro hat funktioniert.
Antz ist ein spannender Abenteuer Animationsfilm, der den Zuschauer in die Welt der Ameisen versetzt und seine Sache gut macht.
Meine absolute Lieblingsszene ist die, in der die Ameisen gegen die Termiten in den Krieg ziehen und dabei das Lied summen, welches einigen vielleicht noch aus dem Stanley Kubrick Film "Doktor Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben" bekannt sein dürfte, aber auch Stirb langsam 3. Gerade die Termitenkampfszene ist überraschend brutal ausgefallen, ist aber sonst eine Ausnahme.