.....verhindert Höchstwertung.
Der Inhalt für sich ist Theologie auf höchstem Niveau. C.G. Jung versucht dem Wesen Gottes auf die Spur zu kommen und zerstört dabei die naive, kindliche Vorstellung von einem "lieben Gott", also einem Gott der als Person erscheint mit dem entsprechendem netten, gütigen Charakter. Jung stellt klar, dass Gott ein Phänomen ist, von höchst wiedersprüchlichem Wesen und dass es schlichtweg falsch wäre diesem abstraktem Gott eindeutige Merkmale bzw. eine eindeutige Gesinnung zu unterstellen.
Soweit so gut.
Leider wird einem der Spass am philosophieren gründlich dadurch verdorben, dass der Schreibstil des Autors höchst umständlich und ermüdend ist. Erschwerend kommen noch die vielen Fremdwörter und Fachausdrücke hinzu, welche für den Laien einen angenehmen Lesefluss erst gar nicht entstehen lassen. Um es auf den Punkt zu bringen: der hochwertige Inhalt wurde in eine minderwertige Form gegossen.
Zum Thema "Gott begreifen lernen" kann ich nur die Bücher von Satyam Nadeen empfehlen. Die sind mindestens genauso scharfsinnig und genial, aber noch um Welten witziger und zugänglicher geschrieben als dieses Spätwerk Jungs.