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Antrag auf ständige Ausreise: und andere Mythen der DDR [Taschenbuch]

Jakob Hein
2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

Oktober 2007
Erich Honecker wollte seine sozialistische Heimat in Richtung Westen verlassen und soll dazu einen förmlichen Ausreiseantrag gestellt haben? Im legendären Transitabkommen hat es eine teuflische Geheimklausel gegeben, nach der die DDR westdeutsche Kinder bei Verlassen der Transitautobahn automatisch zur Adoption freigeben durfte? Die Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik steckt voller unglaublicher Geschichten – die unerhörtesten davon versammelt der Schriftsteller und gebürtige Leipziger Jakob Hein in diesem Buch!

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 4 (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492250467
  • ISBN-13: 978-3492250467
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 668.380 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jakob Hein, geboren 1971 in Leipzig, wuchs in Berlin auf, wo er heute als praktizierender Arzt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen lebt. Neben den Bestsellern »Mein erstes T-Shirt«, »Formen menschlichen Zusammenlebens« und »Herr Jensen steigt aus« erschienen unter anderem von ihm sein autobiografisches Familienporträt »Vielleicht ist es sogar schön«, »Gebrauchsanweisung für Berlin«, »Antrag auf ständige Ausreise«, »Der Alltag des Superhelden«, »Vor mir den Tag und hinter mir die Nacht« und zuletzt der Roman »Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand«.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Utopie unbegrenzter Skurrilität 16. Juli 2007
Format:Taschenbuch
Satire soll boshaft sein. Verspotten soll sie Torheiten, gesellschaftliche Missstände anprangern, scheinheilige Welten zerreißen und sie der Lächerlichkeit preisgeben. Ihr typisches Stilmittel ist ironisierende Übertreibung im Gewand einer naiven, scheinbar objektiven Beobachtung. Geht ihr aber beim Übertreiben die Fantasie durch, so kippt die Satire um und wirkt dann mythisch, besonders wenn das Anzuprangernde bereits in neblig nostalgischer Ferne zu verschwimmen scheint. Gullivers Reisen, ursprünglich eine beißende Satire auf die europäische und besonders die englische Gesellschaft, wird heute als abenteuerliche Fantasie gelesen. Swifts Brobdingnager und Liliputaner sind nicht mehr Spottgestalten sondern magisch mythische Wesen einer Märchenwelt.

Der Reiz der fiktiven DDR Berichte Jakob Heins, (er nennt sie bereits Mythen), ist ihr rhetorischer Drahtseilakt zwischen Satire und Mythos. Erzählte man uns, dass Erich Honecker persönlich mal einen Antrag auf ständige Ausreise aus der DDR stellte, so würden wir herzlich lachen über diesen Witz. Hein jedoch ist ein begnadeter "Lügner": Honeckers "offizieller Antrag" ging im "Juli 1989 bei der Abteilung Inneres der Stadt Bernau" ein; "formal war das Schreiben vollkommen in Ordnung"; "es war auf dem besten in der DDR erhältlichen Schreibmaschinenpapier" mit einer "Schreibmaschine der Marke Erika" verfasst und "die Unterschrift glich exakt der Honeckers". Ohne mit der Wimper zu zucken, mit einem Pokergesicht und entwaffnender Nüchternheit, erläutert Hein die historischen Hintergründe, umwickelt sie kunstvoll mit selbstgesponnenem Garn, deutet alles außerordentlich plausibel, und am Ende? Also doch! Honecker wollte die DDR verlassen...
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Buch 20. Januar 2013
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
In diesem Buch wird die Chronik der DDR klassisch wiederbelebt. Das Lesen hat mir sehr große Freude bereitet und ich empfehle es darum weiter.
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10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Persönliche Mythen aus dem Paradies der Werktätigen 29. November 2007
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Jacob Hein lebt in Berlin, hat dort auch seine Jugend verbracht, ist heute Schriftsteller und Arzt, genauer gesagt Psychiater. Sein literarisches Debüt war "Mein erstes T-Shirt" es erzählt autobiografische Episoden aus seiner Kindheit und Jugend in der DDR. Über seinen Roman "Herr Jensen steigt aus" sagte Elke Heidenreich "Komisch, leicht, lustig und irgendwie auch gruselig zu lesen." In seinem aktuellen Buch geht es um die DDR und zwar um "Antrag auf ständige Ausreise" und andere Mythen der DDR. Es werden 30 Mythen aus der Vergangenheit der DDR erzählt. Die Helden, das merkt man dem schmalen Buch an, sind ihm alle irgendwie ans Herz gewachsen. Heute, wo über Internet jederzeit alle Daten abrufbar sind, gibt es vielleicht wieder so eine Lust nach Fiktion und Mythen, die eben nicht nachvollziehbar sind. Andererseits war die DDR ja ohnehin schon zu einem mythischen Reich verkommen.
Da will der DDR Mathematiker Scharfstein die überlieferte Zahlensystematik revolutionieren, wird von Ulbricht zurückgepfiffen und wandert dann ihn den imperialistischen Westen aus. Da wird die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Schriftstellern und Betrieben propagiert. Da versucht die "Mattscheiben Schauspieltruppe" im "Tal der Ahnungslosen" für Menschen ohne Westempfang ein Fußballspiel wieder zugeben. In der "Legende auf vier Rädern" wird berichtet, dass im Gegensatz zu kapitalistischen Unternehmen neue Käuferschichten das Letzte waren, was man sich im VEB Sachsenring wünschte. Laut "Jamaika Plan" sollte das Volk durch ein gesteuertes Drogen-Programm beruhigt werden. Auch der "äußerst heikle Antrag" von Erich Honecker auf "ständige Ausreise aus der DDR", zwecks Übersiedlung in die liebe Heimat, das Saarland, ist eine Fiktion.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Buch 16. September 2013
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
kann man sich schenken , a a a a a a a a a a a a a a a b
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen netter zeitvertreib, aber mehr nicht 11. Juli 2008
Format:Taschenbuch
Seine letzten beiden Bücher waren um ein vielfaches besser. Aber "Vielleicht ist es soagr schön" und gerade "Herr Jensen steigt aus" sind so nicht zu schlagen. Gerade letzteres ist ein Werk, dass man gelesen haben sollte.
Aber nun zurück zu den "Mythen". Dieses Buch ist das, was ich im Vorfeld erwartet hatte. Man schmunzelt bisweilen, gelegentlich lächelt man. Doch vieles ist zu sehr schon ausgereizt und in den Medien breitgetreten worden. Und als ehemaliger DDR-Bürger kennt man den Kram eh schon. Da hat wohl der Verlag Druck gemacht, dass er mal wieder was von Hein drucken kann. Hein hätte sich mal lieber mit der heutigen Zeit auseinander setzen sollen. Vielleicht mit dem Mythos soziale Marktwirtschaft. Bei "Herr Jensen" ist es ihm wunderbar gelungen. Für gute und auch intelligente lustige Sachen kann ich Uschmann lesen, oder auch den Jaud. Es tut mir leid, aber die Themen sind, wie ich schon erwähnt habe, ausgelaugt. Was wesentlich Neues kann da nicht mehr kommen. Man kann dieses Buch lesen, keine Frage. Aber man wird es auch leider wieder schnell vergessen. Und das ist eigentlich nicht der Zweck eines guten Buches. Aber ich bin da bei Jakob Hein mal zuversichtlich, dass wieder was 5sterne mäßiges rauskommt. Er hat es ja bewiesen, und das nicht nur einmal.
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