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Mauer- und S-Bahngeschichten: Ein westberliner Junge erinnert sich., 25. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Antrag auf einen Berechtigungsschein: Leben an der Mauer (Taschenbuch)
Friedrich Van Weiden, Jahrgang 1954, schildert aus Sicht eines nordberliner Kindes/Jugendlichen das Leben mit der Mauer. In einer sehr dichten Sprache erinnert sich der Erzähler an Besuche bei Tante und Oma in der DDR, an Familienreisen mit dem Auto nach Dänemark und die dazugehörigen Grenzkontrollen, an den Schulweg entlang der Mauer, an Kindersendungen des Ost-Fernsehens...
Das alles gibt sehr unterschiedliche Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt eines Kindes, das dem Mauerbau und den damit verbundenen Veränderungen seines Lebens machtlos zusehen und sich damit arrangieren muss.
Im Mittelpunkt des Buches stehen jedoch die Begeisterung und die Liebe des Erzählers für die S-Bahn. Er beschreibt sehr anschaulich viele Fahrten z.B. von Frohnau zur Friedrichstraße, das Aussehen verschiedener Bahnhöfe und ihre ganz eigene Atmosphäre, die wechselhaften Stimmungen während einer
S-Bahnfahrt und immer wieder folgt der Blick auf die Mauer.
Besonders empfehlenswert für Geschichtsinteressierte und
S-Bahnfreunde.
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