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Produktinformation
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Am Ende von Antoines Reise durch den Irrsinn des bürgerlichen Lebens steht die Erkenntnis, dass die Normalität noch absurder als alles andere ist. "Es ist idiotisch, seine Energie für Dinge zu verschwenden, die's nicht wert sind", lautet dementsprechend einer der letzten Sinnsprüche des Romans: "Sparen wir unsere Kräfte lieber, um uns zu amüsieren." An solch eindeutigen Stellen scheint es, als habe der französische Autor, der laut biografischer Anmerkung gern holländische Fahrräder fährt und Marmelade kocht, zu viel Saint-Exupéry gelesen und in einem Ideen-Cocktail mit Jean-Paul Sartre verrührt. Zumeist aber klingt Antoine oder die Idiotie, als hätten sich Musil und Raymond Queneau gemeinsam in ein Pariser Straßencafé gesetzt und bei ein paar Gläschen Absinth Die fabelhafte Welt der Amélie weitergesponnen.
"Durch vieles Lesen wirst Du nie zum Alkoholiker" heißt eine der vielen (besseren, da skurrilen und herrlich weltfremden) Weisheiten des Romans: "Das ist eine Tätigkeit, die einen gewissen Einsatz verlangt, man muss ihr viele Stunden am Tag opfern." Nichtsdestotrotz kann lesen süchtig machen, und Pages Buch hat man in weniger als einem Tag verschlungen. Dann muss Ersatz her und man kann nur hoffen, dass Antoine oder die Idiotie, trotz einiger Schwächen, nicht das letzte, verrückte und von grotesken Einfällen nur so überquellende Buch dieses talentierten jungen Autors bleiben wird. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Martin Page, Jahrgang 1975, hat mit der vorliegenden Erzählung eine äußerst geistreiche, hintergündige Geschichte über die Abgründe des menschlichen Daseins und Denkens vorgelegt.
Wer hat nicht schon mal daran gedacht, daß zu viel Denken , Wissen und Verstehen zu Vereinzelung, Außenseitertum und folgerichtig zu Isolation führen kann?
Hier versucht einer, diesem Teufelskreis des Daseins als Wissender und Intellektueller zu entkommen.
Atoine ist der Protagonist der Geschichte. Seine Familie stammte zur Hälfte aus Burma. Seine Großeltern väterlicherseits waren in den dreißiger Jahren nach Frankreich gekommen auf den Spuren einer Vorfahrin , die 700 Jahre zuvor Europa entdeckt hatte! Schon dieses klingt, als stünde die Welt auf dem Kopf.
Im Alter von 18 Jahren hat Antoine seine liebevollen Eltern verlassen, um in der Haupstadt sein Glück zu suchen. Da er vorurteilsfrei und von wachem Verstand ist, bleibt er unter den Massen ein Heimatloser.
Sein bester Freund Aslee hat als Säugling als Versuchsobjekt für neue Babynahrung von Nestlé gedient, die mit Phosphor angereichert war. Nun läuft er nachst leuchtend durch die Welt.
Ein anderer Kumpel, Nachbar im achten Stockwerk seines Wohnhauses, trägt ihn die Treppe hinauf , da Antoine zu unsportlich ist, um die acht Stockwerke immer zu schaffen.
Antoine verdient sich das Geld für die Miete seiner schlichten Wohnung mit der Übersetzungsarbeit an der Suche nach der verlorenen Zeit ins Aramäische. Der Verlag geht leider Pleite, womit seine Geldquelle versiegt.
Um von seinem Verstand loszukommen, der ihn „ arm, ledig und deprimiert sein läßt",versucht Antoine sich zuerst als Alkoholiker, besucht danach eine Schule zum Erlernen des Selbstmordes, um sich schließlich ganz der Aufgabe zu widmen, das eigene Denken aufzugeben und sich der Idiotie zu verschreiben. Ein Hilfsmittel bei diesem Vorhaben ist die von seinem Kinderarzt verordnete Medizin Heurozack. Damit gelingt es ihm , die Welt gelassener und ruhiger zu betrachten , und nicht alles und jedes Ding zu hinterfragen.
Er sucht ein Fitneßstudio auf, pflegt sein Äußeres und wird mehr und mehr zum Durchschnittsbürger, bis er zuletzt als Krönung seiner Laufbahn zum Börsenmakler wird.
Am Ende wird die Geschiche ein wenig irreal. Der Autor kann die kultivierte und feinsinnig-skurrile Erzählung nicht bis zum Ende durchhalten.
In Ansätzen aber hat er uns die Welt gezeigt , wie sie ist: voller Widersprüche, Ungereimtheiten, Ungleichheit.
Alles läuft darauf hinaus, den Sinn des Lebens zu ergründen, der aber nicht zu finden ist.
In wahren Gedanken-und Wortkaskaden und mit einem kunstfertigen Sprachgberauch wird die Welt von Antoine, und damit unsere Welt, in diesem Buch beschrieben. Nicht in gleichmäßigem Fluß verläuft die Erzählung, sondern versetzt mit den satirischen, überzeichneten Selbst-und Fremdbeobachtungen des Antoine erleben wir die Widersprüche und Irrwitzigkeiten, mit denen das Leben ausgestattet ist.
Das Buch ist heiter, voll spritziger Komik, philosophisch und hintergründig und bereitet einen großen Spaß beim Lesen.
Claudine Borries
Nachdem er die Intelligenz als Wurzel seines und aller Übel erkannt hat, versucht der Held des Romans zum "Idioten" zu werden, und das auf ziemlich abenteuerliche Weise... Denn Idioten sind glücklich, können nachts gut schlafen und leben länger.
Ist Alkohol, eine Selbsthilfegruppe für Selbstmörder oder der Beruf des Börsenmaklers der richtige Schritt? Können ihm seine Freunde helfen?
Ein prima Geschenk für Teilzeit- und Möchtegernintelektuelle ;-)
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