Produktinformation
|
|
Es ist weder vermessen, SECRETS OF THE MOON als den Scheitelpunkt des modernen Black Metal zu bezeichnen, noch in ihrer Kunst einerseits eine aufrichtige Verwurzelung in der Tradition dieser Musik und auf der anderen Seite einen vehementen Ikonoklasmus, ein klarer Zerschlagung der Grenzen, die sich diese Bewegung selbst steckte, zu identifizieren. SECRETS OF THE MOON haben das geleistet in einer Zeit, die allzu oft den Tod des Black Metal gleichermaßen forderte und konstatierte, in einem Zeitraum, der anderen Formationen zu vollkommenen Verpuppung kaum gereicht hätte.
Die biographischen Eckdaten sind dabei schnell zu rekapitulieren: 1995 in Osnabrück gegründet, im selben Jahr mit dem Demo Unearthed Arcana debütiert, machen De Musica Mundana und Stronghold of the Inviolables (beide 2002) einer zunehmend unbändigen kreativen Kraft, einem besessenen Willen Luft. 2004 kommen SECRETS OF THE MOON bei Lupus Lounge unter - und schicken sich an, der Welt tiefe Wunden zu schlagen, ihr ein dunkles Manifest entgegen zu werfen: Carved in Stigmata Wounds. Das scheinen biographische Daten zu sein, die manche Gruppe in ähnlicher Form auflisten könnte. Und doch verbirgt sich hinter dieser Konventionalität ein gänzlich außerordentlicher Werdegang, die Geschichte einer enormen künstlerischen Entwicklung. SECRETS OF THE MOONs Denken und Wirken hat sich der Magie verschrieben: Ihre Stücke sind alle Sinne ansprechende Ereignisse, die für den ausschließlich rational urteilenden Hörer ein Geheimnis bleiben müssen; bei ihren Konzerten wirkt eine dionysische Kraft, die die Aufführungen eher einem Ritual gleichen lässt. Und trotzdem verlieren sie die handwerkliche Seite nicht aus den Augen, schaffen mit großer Leidenschaft Musik, die atmosphärisch, schlichtweg visionär und technisch nicht bloß auf der Höhe der Zeit ist, sondern der es gelingt, neue Standards nicht nur im Black Metal zu setzen. Mit Antithesis, dem neuen, gewaltigen Werk, haben SECRETS OF THE MOON all diese Stärken potenziert. Das Album, stellt Sänger und Gitarrist sGolden richtig fest, ist in der Tat etwas völlig anderes. Musikalisch sind es die intensivsten und dichtesten Stücke, die wir je erschaffen haben. Spirituelle Dunkelheit paart sich mit einem sehr progressiven Anspruch. Der Inhalt der Stücke ist sehr direkt, manchmal gar abartig angreifend und verzweifelt.
It is, hat der große englische Romantiker Shelley einmal geschrieben, a mistake to suppose that he [Satan] could ever have been intended for the popular personification of evil. Antithesis scheint in genau diesem Konzept zu wurzeln; SECRETS OF THE MOONs Kunst denkt - der Titel des neuen Albums verheißt es! - den Teufel nicht im herkömmlichen Sinne, nicht als Inversion christlicher Werte. Sie preist ihn in atemberaubenden Stücken vielmehr als Paten künstlerischer Inspiration, verehren das Sublime, Titanische und Rebellische und damit seine Kraft zur Destruktion und Kreation, zur außerordentlichen Majestät selbst im Fall.
Dass sie deshalb zu den letzten wirklichen Visionären und Impulsgebern des Black Metal zählen, wurde bereits angedeutet. Antithesis aber ist weit mehr: Es ist in seiner perfekten Vereinbarung von Wildheit und Kalkül, in seiner beschwörerischen, hypnotischen Intensität, in seiner schweren Hoheit, in seinem erhabenen Aufbau, in seiner glaubensbekenntnishaften Besessenheit ein immenser Schritt für SECRETS OF THE MOON und gehört gleichzeitig zu den wichtigsten Veröffentlichungen, die die extreme Musik seit langer Zeit gesehen hat.
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|