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Antisemitismus als politische Waffe: Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte [Taschenbuch]

Norman G. Finkelstein , Maren Hackmann
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Mai 2007
Nach seinem viel diskutierten Bucherfolg »Die Holocaust-Industrie« setzt sich Norman G. Finkelstein erneut mit einem sehr umstrittenen Thema auseinander: dem Missbrauch des Antisemitismus-Vorwurfs als politische Waffe. Wer Israel kritisiert, so Finkelstein, wird als Antisemit denunziert. Im Detail zeigt er, dass nicht falsche Rücksichtnahme, sondern Offenheit gegenüber Israel das wirkungsvollste Mittel gegen wirklichen Antisemitismus ist. Felicia Langer, die israelische Menschenrechtsanwältin, unterstreicht in ihrem Vorwort, wie recht Finkelstein damit hat.

»Man kann die Vielfalt und Seriosität der von Finkelstein herangezogenen Geschichts- und Rechtsquellen kaum genug hervorheben.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Schonungslos und mit einer gehörigen Portion Wut prangert der amerikanische Jude und Nachkomme von Überlebenden des Holocausts ein weiteres Mal die Palästinapolitik Israels und seiner amerikanischen Unterstützer an. Wie bereits in seinem umstrittenen Bestseller Die Holocaust-Industrie beklagt der Autor mit dem ihm eigenen Furor, Israel versuche seine völkerrechtswidrige Politik gegen die Palästinenser mit postwendenden Antisemitismus-Vorwürfen gegen jede Kritik zu immunisieren.

"Israels Apologeten reden immer dann von einem 'neuen Antisemitismus'", schreibt Finkelstein in seiner Vorbemerkung zur deutschen Ausgabe, "wenn Israel sich mit einem größeren Public-Relations-Debakel konfrontiert sieht oder wenn der internationale Druck auf Israel wächst, den Konflikt mit den Palästinensern auf diplomatischem Wege zu lösen." Der in den letzten Jahren erhobene Antisemitismusvorwurf falle dabei zeitlich mit einer Politik der brutalen Unterdrückung in den Gebieten im Westjordanland zusammen, die Israel durch seinen völkerrechtswidrigen Mauer-Bau annektiere. Nicht nur gegen Israel richtet sich Finkelsteins Zorn, sondern auch gegen all jene, die sich moralisch einschüchtern lassen. So habe die EU "moralische Feigheit" bewiesen, als sie die Veröffentlichung einer von ihr selbst in Auftrag gegebenen Studie zurückgehalten habe, die zeige, dass "die illegale israelische Mauer jede Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung zunichte macht".

Ohne Frage gibt es sowohl in Deutschland als auch anderen europäischen Staaten nach wie vor Antisemitismus. Dies stellt Finkelstein, dem man dies in Reaktion auf dieses Buch aber zweifellos vorwerfen wird, auch keineswegs in Abrede. Das Ausmaß dieses Antisemitismus werde aber bewusst stark übertrieben, um so die Kritik an Israel im Keim zu ersticken. Wie gerechtfertigt diese Kritik (und die Kritik an den USA, die Israel gewähren lässt) tatsächlich ist, versucht Finkelstein im zweiten Teil des Bandes nachzuweisen. Und angesichts der hier ausgebreiteten Fakten tut man sich schwer, ihm zu widersprechen. -- Hasso Greb -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Man kann die Vielfalt und Seriosität der von Finkelstein herangezogenen Geschichts- und Rechtsquellen kaum genug hervorheben." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)


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Kundenrezensionen

4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
221 von 246 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mut zur Wahrheit 17. März 2006
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Norman Finkelstein, Jude und Sohn von Überlebenden des Holocaust, leistet mit seiner fulminanten Analyse auf internationaler Ebene dasselbe, was Arne Hoffmanns „Warum Hohmann geht und Friedman bleibt“ speziell für die Situation in Deutschland geliefert hatte: Eine gründliche Erörterung der Strategien, mit denen die Unterstellung von Judenhass als Allzweckwaffe benutzt wird, um Menschen einzuschüchtern, sie davon abzuhalten, ihre Meinung zu sagen, oder sie zu „bestrafen“, wenn sie es denn doch tun. Das ist in mehrfacher Hinsicht schädlich: Es zerstört den hohen Wert der Meinungsfreiheit, es gibt israelischen Verstößen gegen Völker- und Menschenrecht Rückendeckung und es schadet zuletzt auch den Juden selbst, weil häufig alle Juden mit den wenigen besonders lautstarken Rädelsführern identifiziert werden, die diese Taktik anwenden.

In einem ersten Schritt demontiert Finkelstein Alan Dershowitz auch im deutschen Europa-Verlag erschienenes „Plädoyer für Israel“ als moralisch höchst fragwürdig und inhaltlich abenteuerlich: Dershowitz positive Schilderung der Situation in Israel unterscheidet sich fundamental von den beweisbaren Vorwürfen praktisch sämtlicher Menschenrechtsorganisationen weltweit und gerät so zu einem geradezu skandalösen Versuch, massenhafte Folter, Vertreibung und gezielte Tötung zu rechtfertigen. Vor allem aber zeigt Finkelstein auch nachprüfbar auf, dass es sich bei diesem Buch um ein Plagiat eines bereits erschienenen Machwerks handelt, das wegen seiner erkennbaren Entfernung von allen Fakten jedoch von der Fachwelt nur als schlechter Witz wahrgenommen wurde. Ein peinlicheres Eigentor hätte Dershowitz nicht schießen können! In einem zweiten Schritt demonstriert Finkelstein dem Leser anhand einer beeindruckenden Bandbreite der unterschiedlichsten anerkannten Quellen, wie entsetzlich die Lage in Israel tatsächlich aussieht. Zu beanstanden wäre bei der Gesamtbetrachtung so höchstens, dass Finkelstein dort innehält, wo es besonders spannend werden könnte: bei der Frage, welche psychologisch und politisch bedingten Motive und welche Verstrickungen die Unterstützer des israelischen Unrechtsystems antreiben, heute wieder wegzuschauen, als Mitläufer selbst den Mund zu halten und Kritik von anderen massiv zu tabuisieren, indem sie sämtliche Mahner als vermeintliche „Antisemiten“ tüchtig mit Schmutz bewerfen.

Auch mit dem Vorwurf, den Finkelstein uns Deutschen macht, werden wir uns wohl auseinandersetzen müssen: So wie unser Land früher eine Brutstätte für Antisemitismus gewesen sei, sei sie es nun für Philosemitismus geworden, und „politisch korrekte“, komplett zynische Staatsbeamte und Medien stöberten, mittelalterlichen Hexenjagden gleich, nach Antisemiten, wo man sie nur in den seltensten Fällen fände, während Israels Apologeten Deutschland in ihrem Bann hielten und die Nazischrecken ausbeuteten, um jede Kritik an jüdischen Führern bzw. der israelischen Politik niederzuschlagen und eine offene Debatte zu ersticken. Starker Tobak, aber leider sehr, sehr wahr. Wegen seinem Mut, seiner Integrität und seiner für den Leser nachvollziehbaren Faktengenauigkeit ist Finkelsteins Buch mit fünf Amazonsternen zu bewerten. Möge es auch in unserem Land endlich eine offene Debatte anstoßen!

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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Norman Finkelstein ist ein kosmopoliter Jude, dem schon lange ein Friedensnobelpreis hätte verliehen werden müssen, da er die Israel Politik analytisch und sachlogisch folgerichtig in diesem Buch beschreibt. Mit welch perfider Psychologie hier mit der Begrifflichkeit Schuld versucht wird andere Völker einzuschüchtern um seine eigenen Interessen zu wahren, dass wird hier deutlich. Wieder einmal zeigt die "Bruderschaft" Zions wie intelligent und überlebensfähig sie ist und sich dabei nicht scheut, wie es Nietzsche im Antichristen schon andeutete, seinen kompletten Glauben so raffiniert zu verqueren und zu instrumentalisieren das man nur noch ohnmächtig staunen kann.
Es ist ein mutiges Buch das die Hintergründe der Schuldmaschinerie eindrucksvoll durchleuchtet und zur Belohnung darf er jetzt selber nicht mehr nach Israel einreisen. Ein besseres Buch hätte er nicht schreiben können, wenn die Wahrheit so weh tut und unangenehm ist, dass er als Jude mit familären Holocaust Hintergrund des "eigenen" Landes verwiesen wird, dann hat er einmal mehr das Bulls Eye der "Dartscheibe"
Israel getroffen.
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37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Augenöffner 6. Februar 2009
Von capkirki TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Jeder, der ein wenig mehr Einblick in den Nahost Konflikt haben möchte und sich dabei nicht nur auf deutsche Zeitungen und TV Sendungen verlassen will, sollte dieses Buch lesen. Es ist erschreckend zu sehen, wie ein kleines Volk eine Großmacht lenken kann und was für Auswirkungen die Waffe "Antisemitismus" hat.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen besser kein Kommentar
kein, überhaupt kein, nicht den geringsten Kommentar. Selbst lesen, und auch seine anderen Bücher. Regt zum Nachdenken an. Aber wer will das schon?
Vor 1 Monat von Walter Kleinfeld veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Norman G. Finkelstein super Autor und Schriftsteller !
Das Buch zeigt einen Geschichte interessierten Menschen Dinge auf.
Die hier in Deutschland leider unter den Teppich gekehrt werden. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von ThomsonSQ veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Keine Angst vor der Warheit.
Diese Buch ist lesenwert.
Wer abseits der offiziellen politischen Meinung nach Ursachen sucht und Zusammenhänge verstehen will,kann ich raten dieses Buch zu lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Blankenburg veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Antisemitismus als politische Waffe: Israel, Amerika und der...
tolles buch und sehr empfehlenswert.
schnelle lieferung in top zustand gerne wieder !
Seien Sie kreativ! Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von alles bestens veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen andere Perspektive
Hier wird der Anti-Semitismus aus anderer, berufener Persepktive beleuchtet.
Insgesamt ein sehr lesenswertes und gut recherchiertes Buch. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Carlotta veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Aufklärung vom Feinsten
Dieses Buch ist eins von 2 Büchern von Herrn Finkelstein, in denen er zu Recht die Machenschaften der von ihm benannten "Holocaust Industrie" anprangert und damit nicht nur... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. August 2009 von Platinum
1.0 von 5 Sternen Enttäuschung
Norman G. Finkelstein, was haben Sie sich nur bei schreiben gedacht?
Eigentlich ist der Denkansatz vollkommen richtig und sicher hat man schlichtweg die gleiche Wahrnehmung,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. September 2008 von J. Meister
5.0 von 5 Sternen Wie die Deutschen mit der Wahrheit umgehen müssen
Finkelstein sagt oder schreibt eigentlich nur das, was jeder, der bei klarem Verstand ist, bereits schon weiss. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Februar 2007 von Beteigeuze
5.0 von 5 Sternen Finkelstein ist und belibt das Maß der Dinge
Es ist interessant, in konzentrierter Form jede Phase des bebenden Mißtrauens zu beobachten, die das Genie beim Mittelmaß hervorruft. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juli 2006 von Heiko Klatt
5.0 von 5 Sternen frustriertes krankes israel
nachdem ich das besagte buch gelesen hatte und mir darüber gedanken machte, dass es wohl zum ausdruck brächte was sich jeder bei den täglichen berichten im tv denken... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. April 2006 von K. Strohmaier
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