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Antisemitismus als politische Waffe: Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte
 
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Antisemitismus als politische Waffe: Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte (Gebundene Ausgabe)

von Norman G. Finkelstein (Autor), Maren Hackmann (Übersetzer)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Piper (März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492048617
  • ISBN-13: 978-3492048613
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 367.132 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Schonungslos und mit einer gehörigen Portion Wut prangert der amerikanische Jude und Nachkomme von Überlebenden des Holocausts ein weiteres Mal die Palästinapolitik Israels und seiner amerikanischen Unterstützer an. Wie bereits in seinem umstrittenen Bestseller Die Holocaust-Industrie beklagt der Autor mit dem ihm eigenen Furor, Israel versuche seine völkerrechtswidrige Politik gegen die Palästinenser mit postwendenden Antisemitismus-Vorwürfen gegen jede Kritik zu immunisieren.

"Israels Apologeten reden immer dann von einem 'neuen Antisemitismus'", schreibt Finkelstein in seiner Vorbemerkung zur deutschen Ausgabe, "wenn Israel sich mit einem größeren Public-Relations-Debakel konfrontiert sieht oder wenn der internationale Druck auf Israel wächst, den Konflikt mit den Palästinensern auf diplomatischem Wege zu lösen." Der in den letzten Jahren erhobene Antisemitismusvorwurf falle dabei zeitlich mit einer Politik der brutalen Unterdrückung in den Gebieten im Westjordanland zusammen, die Israel durch seinen völkerrechtswidrigen Mauer-Bau annektiere. Nicht nur gegen Israel richtet sich Finkelsteins Zorn, sondern auch gegen all jene, die sich moralisch einschüchtern lassen. So habe die EU "moralische Feigheit" bewiesen, als sie die Veröffentlichung einer von ihr selbst in Auftrag gegebenen Studie zurückgehalten habe, die zeige, dass "die illegale israelische Mauer jede Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung zunichte macht".

Ohne Frage gibt es sowohl in Deutschland als auch anderen europäischen Staaten nach wie vor Antisemitismus. Dies stellt Finkelstein, dem man dies in Reaktion auf dieses Buch aber zweifellos vorwerfen wird, auch keineswegs in Abrede. Das Ausmaß dieses Antisemitismus werde aber bewusst stark übertrieben, um so die Kritik an Israel im Keim zu ersticken. Wie gerechtfertigt diese Kritik (und die Kritik an den USA, die Israel gewähren lässt) tatsächlich ist, versucht Finkelstein im zweiten Teil des Bandes nachzuweisen. Und angesichts der hier ausgebreiteten Fakten tut man sich schwer, ihm zu widersprechen. -- Hasso Greb

Kurzbeschreibung

Norman Finkelsteins polemisches Plädoyer gegen die Instrumentalisierung des Holocaust und den Mißbrauch der Geschichte. An Norman G. Finkelstein scheiden sich die Geister. Ist er »ein jüdischer Dissident, wie Hannah Arendt zu ihrer Zeit«, dessen Bestseller »Die Holocaust-Industrie« die Wirkung der großen Polemik« hatte (Lorenz Jäger, FAZ), oder ist er nur ein Verschwörungstheoretiker, wie seine wissenschaftlichen Gegner sagen? Wieder greift er ein heißes Eisen auf: Israel und viele seiner Fürsprecher, besonders in den USA, benutzten den Antisemitismus, so Finkelstein, um die Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Palästinensern zu bemänteln, sich gegen Kritik zu immunisieren. Detailliert belegt er, wie der Antisemitismusvorwurf immer dann eingesetzt wird, wenn die aus seiner Sicht berechtigte Kritik am Vorgehen in den besetzten Gebieten zu laut wird. Zu Unrecht sieht die israelische Politik sich als Opfer, sagt Finkelstein. Durch Wahrheit und Klarheit, nicht durch falsche Rücksichtnahme, bekämpft man den Antisemitismus am wirkungsvollsten. Darin unterstützt den Autor die israelische Menschenrechtsanwältin Felicia Langer mit ihrem Vorwort.

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173 von 191 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Mut zur Wahrheit, 17. März 2006
Von Ein Kunde
Norman Finkelstein, Jude und Sohn von Überlebenden des Holocaust, leistet mit seiner fulminanten Analyse auf internationaler Ebene dasselbe, was Arne Hoffmanns „Warum Hohmann geht und Friedman bleibt“ speziell für die Situation in Deutschland geliefert hatte: Eine gründliche Erörterung der Strategien, mit denen die Unterstellung von Judenhass als Allzweckwaffe benutzt wird, um Menschen einzuschüchtern, sie davon abzuhalten, ihre Meinung zu sagen, oder sie zu „bestrafen“, wenn sie es denn doch tun. Das ist in mehrfacher Hinsicht schädlich: Es zerstört den hohen Wert der Meinungsfreiheit, es gibt israelischen Verstößen gegen Völker- und Menschenrecht Rückendeckung und es schadet zuletzt auch den Juden selbst, weil häufig alle Juden mit den wenigen besonders lautstarken Rädelsführern identifiziert werden, die diese Taktik anwenden.

In einem ersten Schritt demontiert Finkelstein Alan Dershowitz auch im deutschen Europa-Verlag erschienenes „Plädoyer für Israel“ als moralisch höchst fragwürdig und inhaltlich abenteuerlich: Dershowitz positive Schilderung der Situation in Israel unterscheidet sich fundamental von den beweisbaren Vorwürfen praktisch sämtlicher Menschenrechtsorganisationen weltweit und gerät so zu einem geradezu skandalösen Versuch, massenhafte Folter, Vertreibung und gezielte Tötung zu rechtfertigen. Vor allem aber zeigt Finkelstein auch nachprüfbar auf, dass es sich bei diesem Buch um ein Plagiat eines bereits erschienenen Machwerks handelt, das wegen seiner erkennbaren Entfernung von allen Fakten jedoch von der Fachwelt nur als schlechter Witz wahrgenommen wurde. Ein peinlicheres Eigentor hätte Dershowitz nicht schießen können! In einem zweiten Schritt demonstriert Finkelstein dem Leser anhand einer beeindruckenden Bandbreite der unterschiedlichsten anerkannten Quellen, wie entsetzlich die Lage in Israel tatsächlich aussieht. Zu beanstanden wäre bei der Gesamtbetrachtung so höchstens, dass Finkelstein dort innehält, wo es besonders spannend werden könnte: bei der Frage, welche psychologisch und politisch bedingten Motive und welche Verstrickungen die Unterstützer des israelischen Unrechtsystems antreiben, heute wieder wegzuschauen, als Mitläufer selbst den Mund zu halten und Kritik von anderen massiv zu tabuisieren, indem sie sämtliche Mahner als vermeintliche „Antisemiten“ tüchtig mit Schmutz bewerfen.

Auch mit dem Vorwurf, den Finkelstein uns Deutschen macht, werden wir uns wohl auseinandersetzen müssen: So wie unser Land früher eine Brutstätte für Antisemitismus gewesen sei, sei sie es nun für Philosemitismus geworden, und „politisch korrekte“, komplett zynische Staatsbeamte und Medien stöberten, mittelalterlichen Hexenjagden gleich, nach Antisemiten, wo man sie nur in den seltensten Fällen fände, während Israels Apologeten Deutschland in ihrem Bann hielten und die Nazischrecken ausbeuteten, um jede Kritik an jüdischen Führern bzw. der israelischen Politik niederzuschlagen und eine offene Debatte zu ersticken. Starker Tobak, aber leider sehr, sehr wahr. Wegen seinem Mut, seiner Integrität und seiner für den Leser nachvollziehbaren Faktengenauigkeit ist Finkelsteins Buch mit fünf Amazonsternen zu bewerten. Möge es auch in unserem Land endlich eine offene Debatte anstoßen!

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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Augenöffner, 6. Februar 2009
Jeder, der ein wenig mehr Einblick in den Nahost Konflikt haben möchte und sich dabei nicht nur auf deutsche Zeitungen und TV Sendungen verlassen will, sollte dieses Buch lesen. Es ist erschreckend zu sehen, wie ein kleines Volk eine Großmacht lenken kann und was für Auswirkungen die Waffe "Antisemitismus" hat.
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77 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wie die Deutschen mit der Wahrheit umgehen müssen , 22. Februar 2007
Von Beteigeuze (Stabio Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
Finkelstein sagt oder schreibt eigentlich nur das, was jeder, der bei klarem Verstand ist, bereits schon weiss.

Finkelstein darf diese Meinung vertreten, denn er ist Jude. Wenn ich jedoch, als Deutscher, diese Meinung öffentlich kundtun würde, dann hätte ich ein erhebliches Problem. Meine berufliche Karriere und mein sozialer Status wären in ernsthafter Gefahr und wenn ich diesen "antisemitischen Lügengeschichten" nicht SOFORT Abbitte leisten würde, dann wüsste ich dafür sogar in den Knast.

Wenn ein Deutscher dieses Buch geschrieben hätte, dann würde es in Deutschland NIEMALS publiziert. Aber da es nun mal ein Jude geschrieben hat, MUSS man es zähneknirschend auf den Markt bringen. So ist das nun mal in unserem "freiheitlichsten Staat den die Deutschen je hatten". Man kann davon halten was man will, aber verlogen ist es allemal.

Vergangenheitsbewältigung ist eine Sache, die den Deutschen gut ansteht und ich würde mir wünschen, dass andere Staaten mit den dunklen Stellen in ihrer Geschichte genauso gnadenlos ins Gericht gehen würden. Aber Vergangenheitsbewältigung darf nicht dazu führen, dass man sämtliche Schandtaten der Leute, bei denen man Dreck am Stecken hat, bis in alle Ewigkeit nicht beim Namen nennen darf und bei Zuwiderhandlung dafür sogar mit Strafverfolgung rechnen muss.

Die Deutschen sind ein ungewöhnlich geduldiges Volk, aber sie haben von jeher ein ausgeprägtes Gerechtigkeits- und Wahrheitsbewusstsein. Ich glaube deshalb, dass sie sich nicht mehr so lange vorschreiben lassen werden, was sie denken und vor allen Dingen was sie ungestraft sagen dürfen.

Ist es da also verwunderlich, wenn praktisch über 70% der Deutschen dieser "freiheitlich demokratischen Gesellschaftsordnung" angewidert den Rücken kehren und sich lieber ein anderes politisches System wünschen, wo es ehrlicher und gerechter zugeht?




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5.0 von 5 Sternen Aufklärung vom Feinsten

Dieses Buch ist eins von 2 Büchern von Herrn Finkelstein, in denen er zu Recht die Machenschaften der von ihm benannten "Holocaust Industrie" anprangert und damit nicht nur... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Caligula veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Enttäuschung
Norman G. Finkelstein, was haben Sie sich nur bei schreiben gedacht?
Eigentlich ist der Denkansatz vollkommen richtig und sicher hat man schlichtweg die gleiche Wahrnehmung,... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von J. Meister veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Finkelstein ist und belibt das Maß der Dinge
Es ist interessant, in konzentrierter Form jede Phase des bebenden Mißtrauens zu beobachten, die das Genie beim Mittelmaß hervorruft. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juli 2006 von Heiko Klatt

5.0 von 5 Sternen frustriertes krankes israel
nachdem ich das besagte buch gelesen hatte und mir darüber gedanken machte, dass es wohl zum ausdruck brächte was sich jeder bei den täglichen berichten im tv denken könnte, ist... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. April 2006 von K. Strohmaier

5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit im Krieg
Der Verlag bewirbt das Buch als Fortsetzung von „Die Holocaust-Industrie", es ist aber eher eine Fortsetzung von Finkelsteins „Der Konflikt zwischen Israel und den... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. April 2006 von R. C. Olwen

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