Auf diese CD habe ich ganze neun Jahre gewartet. Seit 1991, als Primus - damals noch mit Tim Alexander - ihr Debut "Frizzle Fry" (O.K., "Suck on this" war früher, ist aber auch "nur" live) veröffentlichten. Und die Platte war/ist geil! Die Nachfolgealben waren gut und abgefahren - Primus eben, ihnen fehlte aber das gewisse Etwas. Natürlich gab es immer ein/zwei Songs auf den Scheiben, die dieses Etwas hatten, "Jerry was a racecar driver" oder Wynona's big brown beaver", aber "Antipop" ist wirklich nur klasse: Hart, funky, groovy und vor allem merkt man den Musikern den Spaß bei der Sache an. Es ist wirklich nicht einfach, die Musik von Primus zu beschreiben...treibendes Schlagzeug mit überraschenden Breaks, seltsam abgefahrene Gitarre (kaum zu glauben, aber Larry LaLonde spielte in den 80-ern bei den Black Metal-Vorreitern "Possessed"), natürlich Claypool's genialste Bassarbeit (Junge, Junge - der Kerl ist geil!!) und dann gibts noch die tollen Texte...am Besten hört ihr einfach mal rein und macht euch selbst ein Bild von Primus. Anspieltipps: "Electric Uncle Sam", "The Antipop" und "Mama Didn't Raise No Fool". Ihr werdet sie lieben oder hassen - dazwischen gibt's nix!!