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Antikörper
 
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Antikörper

Wotan Wilke Möhring , Heinz Hoenig , Christian Alvart    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,63 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Rezensionen

Movieman.de

Mit "Antikörper" ist Jungregisseur Christian Alvart, der nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch verfasst hat, ein beeindruckender Beitrag zur deutschen Thriller-Geschichte gelungen. Trotz geringem Budget und nur 35 Drehtagen schafft es der Regisseur, einen mit großen Produktionen vergleichbaren Film aufs Parkett zu legen. Darsteller wie Story überzeugen durch eine erfrischende wie spannungsgeladene Informationsvergabe und Erzählweise. Zwar hat der Film zwischendurch ein paar Längen, die aus den Nebenhandlungssträngen des Polizisten Michael Martens resultieren, insgesamt aber bleibt man doch recht bei der Sache. Das sollte man auch, denn es bieten sich zum Ende hin gleich mehrere unvorhersehbare Handlungsschübe. Was den Film aber wirklich interessant macht, ist der Subtext, der so vielen Thrillern ähnlicher Art abhanden geht. Es dreht sich dabei um Grundprinzipien von Gut und Böse und wie diese sich wandeln können. Dieses Sujet macht Alvar mit seiner Geschichte auf gleichermaßen philosophische wie praktische Art und Weise fassbar. Die Grenzen zwischen dem, was wirklich krank oder böse ist, verwischen erstaunlich schnell und weil genau das, mit der Handlung verknüpft, vermittelt wird, entsteht der Eindruck, dass diese Produktion etwas beinhaltet, was über einen herkömmlichen Krimi hinaus geht. André Hennicke gibt das perfekte Bild eines Serienmörders ab, weshalb es auch nicht stört, dass die Geschichte von hinten aufgerollt wird und man von Anfang an schon weiß, dass es keine weiteren Morde geben wird. Die Action spielt sich im Kopf ab und das reicht bei weitem aus, um "Antikörper" unbedingt weiter zu empfehlen. Fazit: Überraschende Leistung auf hohem Niveau

Moviemans Kommentar zur DVD: Überbelichtungen und Rauschen beeinträchtigen das prinzipiell klare und farbschöne Bild hin und wieder. Akustisch könnte eine DD 5.1-Fassung kaum besser ausgestattet sein. Der Ton kann auf ganzer Linie überzeugen. Die Extras sind aufschlussreich. Vor allem der Storyboard-Vergleich, der dem ganzen Film unterlegt werden kann, sollte Komplimente erhalten.

Bild: Die DVD biete vorbildlich klare Bilder, die wegen der hervorragenden Ausleuchtung vieler Szenen gute Schärfewerte bieten. Lediglich an Überbelichtungen hat das Bild immer wieder zu leiden (00:18:10, Krankenzimmer), die auch das Entstehen von unnatürlich rosa-leuchtenden Hauttönen begünstigen. Dieses Problem besteht aber nur in wenigen Einstellungen. Seltsamerweise tritt an unvorhersehbaren Stellen hin und wieder Rauschen auf (00:21:49, Paar), das auch Schärfe und Farben beeinflusst. Letztere gestalten sich im Allgemeinen überaus natürlich, driften lediglich in schlechter ausgeleuchteten Szenen ins minimal Graustichige ab. Artefakte zeigen sich als Flimmern nur leicht an feinen Linien ab (00:29:20, unterer Rand des Bilderrahmens oder 00:31:58, Kirchengemäuer).

Ton: Der Soundpart der Disc kann auf ganzer Linie überzeugen. Stets hat man als Zuschauer das Gefühl, mitten im Geschehen zu sitzen. Regen plätschert so kräftig und laut (00:00:53), dass man glauben könnte, selber nass zu werden. Dabei dringen Stimmen, Soundeffekte und Kulisse so lebendig alternierend wie gleichermaßen motiviert aus allen vorhandenen Boxen, dass Räumlichkeit und berauschende akustische Ereignisse zu keinem Zeitpunkt vermisst werden. Dynamik wird bei all dem groß geschrieben. Fast schon könnte man befürchten, dass der Ton keine sanfteren Nuancen ausspielt aber weit gefehlt: auch subtile Naturgeräusche (Wind in den Bäumen, 00:35:16) oder sanfte Musikstücke wurden hervorrgagend räumlich umgesetzt.

Extras: Das Bonusmaterial ist ansprechend und informativ, wenn es auch ein paar weniger interessante Extras, wie z.B. die "Reste" (11:27 min.) enthält. Hier wurde Material zusammen gestellt, das nicht verwendet wurde. Da es aber unkommentiert ist, bleibt die Frage, was hier aufschlussreich sein könnte. Sehr vorbildlich und mit unzähligen Informationen kommt "Und es bilden sich Antikörper" (29:35 min.) daher. Ein Making Of, welches praktisch keine Details auslässt. Eine große Anzahl an Mitwirkenden kommt dabei zu Wort und man erfährt eine Menge zur Auswahl der Schauspieler, den Probenarbeiten, Aufbauten, dem Drehbuch und vor allem dazu, wie es möglich war mit einem so geringen Budget eine so enorme Leistung zu vollbringen. Das Bonusmaterial enthält weiterhin den Trailer (1:37 min.) und einen Presse-Teaser (1:30 min.) zum Film, Fehlversuche (2:46 min.), die nicht so lustig ausfallen, wie man meinen könnte und ein Special "Dollos Drehtag" (4:01 min.), in dem der Kleindarsteller, der die Rolle des Technikers übernahm über seine Erfahrungen beim Dreh berichtet. Wirklich lobenswert ist die bestehende Möglichkeit, den kompletten Film (122:19 min.) mit Storyboard-Vergleich anschauen zu können. Hierbei erschließen sich über die wunderbaren Illustrationen sämtliche Einstellungen des Filmes. Sieben Trailer aus dem Verlagsprogramm runden die Sache ab. Eine überzeugende Leistung, die mit den Fehlversuchen und den Resten nur zwei etwas belanglose Parts inne hat. --movieman.de

VideoMarkt

Bei einer Routinekontrolle machen Berliner Ermittler den vermeintlichen Serienkiller Gabriel Engel dingfest. Er soll eine Reihe von Jungen für makabre Kunstobjekte umgebracht haben. Im Dorf Herzbach lastet man dem Psychopathen auch den Mord an der kleinen Lucia an - weshalb Polizist Mertens nach Berlin reist, um Engel zu vernehmen. Doch Mertens kämpft mit seinen eigenen Dämonen und wird während des Verhörs vom durchtriebenen Engel immer mehr verunsichert. Bald gerät sogar er selbst in den Kreis der Verdächtigen.

Video.de

Gelungener Psycho-Horror aus deutschen Landen. Was seit "Anatomie" hierzulande keinem mehr gelang, schafft Jungregisseur Christian Alvart mit seiner beklemmenden "Hannibal"-Variante. In den Hauptrollen liefern sich ein beachtlich gruseliger André Hennicke ("Sophie Scholl") und Allrounder Wotan Wilke Möhring ("Eierdiebe") als Moralist eine Tour de Force, flankiert von Hochkarätern wie Heinz Hoenig und Nina Proll. Visuell wie dramaturgisch versiert, dürfte dieses Blutgericht deutsch-affinen Horrorfans gefallen.

Blickpunkt: Film

Eine der gelungensten Genrearbeiten aus deutschen Landen seit 'Anatomie': Regisseur und Autor Christian Alvart erweist sich mit seinem zweiten Thriller ('Curiosity & the Cat' aus dem Jahr 1999 erschien nur auf Video) mit schnörkelloser, karger Inszenierung, cleveren Twists, von Anfang an beklemmender Atmosphäre und wohldosierter, aber stets in neue Richtungen gelenkter Verweise auf 'Das Schweigen der Lämmer' oder 'Sieben' als beachtliches Talent, das internationale Vergleiche nicht zu scheuen braucht.

So traut sich Alvart, den leichten Weg zu umgehen, indem er den sadistischen Serienkiller (gespielt von einem wieder einmal beängstigenden André Hennicke) bei einem eindrucksvollen nächtlichen Polizeikommando mit anschließender Verfolgungsjagd gleich zu Beginn verhaften lässt. Gabriel Engel (!) soll fünfzehn Jugendliche bestialisch ermordet und mit deren Blut apokalyptische Gemälde gemalt haben, was ihn gleich mal als Psychopathen auszeichnet, mit dem nicht zu spaßen ist. Derweil hat der Dorfpolizist Michael Martens (ein exzellenter Wotan Wilke Möhring) in der nahen Provinz mit den eigenen Dämonen, seinem Glauben, einem ungehorsamen Teenagersohn und dem Unmut der Anwohner zu kämpfen, nachdem ein vor Jahren hier wütender Kindermörder noch immer auf freiem Fuß ist. Da es sich auch bei diesem um Engel handeln könnte, wird Martens von dem mit dem Fall beauftragten Kommissar (Heinz Hoenig) nach Berlin beordert. Engel durchschaut Martens von der ersten Begegnung an und wird nicht müde, den Spieß bei den Befragungen umzudrehen, auf Martens unterdrückten sexuellen Bedürfnissen herumzureiten und dessen wundeste Punkte zu treffen. Das fiese Katz-und-Maus-Spiel führt dazu, dass Martens beginnt, jeden anderen als Engel zu verdächtigen - einschließlich seines Schwiegervaters, seiner Familie und sich selbst.

Alvarts intelligentes Skript verlässt sich mehr auf Grusel als auf Gore. Der Regisseur überlässt Letzteren größtenteils der Fantasie des Zuschauers, die verstörendsten Szenen sind tatsächlich die Sexszenen zwischen Martens und seiner Frau und zwischen Martens und einer Verkäuferin, die er in Berlin aufreißt. Natürlich gibt es daneben die für das Genre unerlässlichen Schockmomente, wenn die Polizei die heimischen vier Wände des Serienkillers inspiziert. Was 'Antikörper' darüber hinaus als gelungenen Thriller auszeichnet, ist vor allem die Komplexität des Themas - und der Charaktere. Es gelingt Alvart, dass sich jede der Figuren - angefangen vom Jugendlichen bis zum Killer - im Verlauf des Films auf einer Skala von Gut bis Böse bewegt, mal in diese, mal in die andere Richtung. Er balanciert die Natur des Verbrechens und die Natur des Menschen perfekt aus und liefert einen verblüffenden Twist am Ende, der definitiv über das hinausgeht, was das deutsche Genrekino ansonsten zu bieten hat. Nicht zu vergessen, ist 'Antikörper' brillant gefilmt, Alvart gibt Kameramann Hagen Bogdanski ('Der alte Affe Angst') genügend Raum, seine Bilder von üblichen Fernsehformaten abzusetzen und Kontraste zu schaffen, den Protagonisten aus der Distanz zu beobachten und dessen moralisches Dilemma zu unterstreichen und selbst bei der mutigen, aber durchaus angemessenen Filmlänge von 127 Minuten immer wieder neue Blickwinkel zu finden. deg.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Fesselnder Psychothriller um einen Dorfpolizisten, der sich in ein Katz- und Mausspiel mit einem mutmaßlichen Serienkiller verstrickt.

Kurzbeschreibung

Berliner Ermittler machen bei einer Routinekontrolle den vermeintlichen Serienkiller Gabriel Engel dingfest. Er soll eine Reihe von Jungen für makabre Kunstobjekte umgebracht haben. Im Dorf Herzbach lastet man dem Psychopathen auch den Mord an der kleinen Lucia an - weshalb Polizist Mertens nach Berlin reist, um Engel zu vernehmen. Doch Mertens kämpft mit seinen eigenen Dämonen und wird während des Verhörs vom durchtriebenen Engel immer mehr verunsichert. Bald gerät sogar er selbst in den Kreis der Verdächtigen.

Cover Info

Wotan Wilke Möhring ..Michael Martens
Heinz Hönig ..Seiler
André Hennicke ..Gabriel Engel
Ulrike Krumbiegel ..Rosa Martens
Hauke Diekamp ..Christan
Nina Proll ..Lucy
Jürgen Schornagel ..Sucharzewski
Isabel Bongard ..Lucia Flieder
Nadeshda Brennicke ..Nachtclub-Sängerin
Cocoa Brown ..Michelle
Domenico D'Ambrosio ..Techniker
Hans Diehl ..Pfarrer
Stefanie Fuchs ..Moni
Bruno Grass ..Frank Flieder
Konstantin Graudus ..Wosniak
Horst-Dieter Hedram ..Junkie
Lydia Karunyn ..Joy
Frank Kusche ..Wärter Schmidtzen
Rainer Laupichler ..Kneiff
Marie Lindner ..Tamara Gabhart
Laila Mohmand ..Prostituierte
Leonardo Nigro ..Schnorres
Natascha Paulick ..Maria Flieder
Norman Reedus ..Schmitz
Gudrun Ritter ..Frau Sucharzewski
Elisa Schrey ..Anna (weinendes Mädchen)
Maria Schuster ..Meiser
Laura Alberta Szalski ..Sarah Martens
Jockel Tschiersch ..Gabhart
Martin Umbach ..Psychiater
Christian von Aster ..Wagner
Milton Welsh ..Fricke
Waltraud Witte ..Frau Hering
Klaus Zmorek ..Bosowski

Produktbeschreibungen

In einem Berliner Hinterhaus wird der Serienkiller Gabriel Engel (André Hennicke) von einer Spezialeinheit überwältigt. Das vorläufige Ende einer Mordserie, in deren Verlauf 15 Kinder in quälenden Ritualen hingerichtet wurden. Kommissar Seiler (Heinz Hoenig) lässt sich als Super-Ermittler feiern.

Doch das Grauen beginnt erst jetzt. Im Heimatdorf des Polizisten Michael Martens (Wotan Wilke Möhring) wurde vor Jahresfrist ein Mädchen bestialisch ermordet. Für Martens gibt es nur einen Täter: Gabriel Engel. Er reist nach Berlin und zwischen den ungleichen Männern beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel. Der aufrechte Christ Martens geht an sein Limit. Die Ereignisse spitzen sich dramatisch zu, als die Spuren plötzlich in eine ganz andere Richtung weisen. Der wahre Täter scheint Martens gefährlich nah
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