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Moviemans Kommentar zur DVD: Überbelichtungen und Rauschen beeinträchtigen das prinzipiell klare und farbschöne Bild hin und wieder. Akustisch könnte eine DD 5.1-Fassung kaum besser ausgestattet sein. Der Ton kann auf ganzer Linie überzeugen. Die Extras sind aufschlussreich. Vor allem der Storyboard-Vergleich, der dem ganzen Film unterlegt werden kann, sollte Komplimente erhalten.
Bild: Die DVD biete vorbildlich klare Bilder, die wegen der hervorragenden Ausleuchtung vieler Szenen gute Schärfewerte bieten. Lediglich an Überbelichtungen hat das Bild immer wieder zu leiden (00:18:10, Krankenzimmer), die auch das Entstehen von unnatürlich rosa-leuchtenden Hauttönen begünstigen. Dieses Problem besteht aber nur in wenigen Einstellungen. Seltsamerweise tritt an unvorhersehbaren Stellen hin und wieder Rauschen auf (00:21:49, Paar), das auch Schärfe und Farben beeinflusst. Letztere gestalten sich im Allgemeinen überaus natürlich, driften lediglich in schlechter ausgeleuchteten Szenen ins minimal Graustichige ab. Artefakte zeigen sich als Flimmern nur leicht an feinen Linien ab (00:29:20, unterer Rand des Bilderrahmens oder 00:31:58, Kirchengemäuer).
Ton: Der Soundpart der Disc kann auf ganzer Linie überzeugen. Stets hat man als Zuschauer das Gefühl, mitten im Geschehen zu sitzen. Regen plätschert so kräftig und laut (00:00:53), dass man glauben könnte, selber nass zu werden. Dabei dringen Stimmen, Soundeffekte und Kulisse so lebendig alternierend wie gleichermaßen motiviert aus allen vorhandenen Boxen, dass Räumlichkeit und berauschende akustische Ereignisse zu keinem Zeitpunkt vermisst werden. Dynamik wird bei all dem groß geschrieben. Fast schon könnte man befürchten, dass der Ton keine sanfteren Nuancen ausspielt aber weit gefehlt: auch subtile Naturgeräusche (Wind in den Bäumen, 00:35:16) oder sanfte Musikstücke wurden hervorrgagend räumlich umgesetzt.
Extras: Das Bonusmaterial ist ansprechend und informativ, wenn es auch ein paar weniger interessante Extras, wie z.B. die "Reste" (11:27 min.) enthält. Hier wurde Material zusammen gestellt, das nicht verwendet wurde. Da es aber unkommentiert ist, bleibt die Frage, was hier aufschlussreich sein könnte. Sehr vorbildlich und mit unzähligen Informationen kommt "Und es bilden sich Antikörper" (29:35 min.) daher. Ein Making Of, welches praktisch keine Details auslässt. Eine große Anzahl an Mitwirkenden kommt dabei zu Wort und man erfährt eine Menge zur Auswahl der Schauspieler, den Probenarbeiten, Aufbauten, dem Drehbuch und vor allem dazu, wie es möglich war mit einem so geringen Budget eine so enorme Leistung zu vollbringen. Das Bonusmaterial enthält weiterhin den Trailer (1:37 min.) und einen Presse-Teaser (1:30 min.) zum Film, Fehlversuche (2:46 min.), die nicht so lustig ausfallen, wie man meinen könnte und ein Special "Dollos Drehtag" (4:01 min.), in dem der Kleindarsteller, der die Rolle des Technikers übernahm über seine Erfahrungen beim Dreh berichtet. Wirklich lobenswert ist die bestehende Möglichkeit, den kompletten Film (122:19 min.) mit Storyboard-Vergleich anschauen zu können. Hierbei erschließen sich über die wunderbaren Illustrationen sämtliche Einstellungen des Filmes. Sieben Trailer aus dem Verlagsprogramm runden die Sache ab. Eine überzeugende Leistung, die mit den Fehlversuchen und den Resten nur zwei etwas belanglose Parts inne hat. --movieman.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
frisches Blut...,
Von Revilo Aeb "Revilo" (Gelnhausen, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Antikörper (DVD)
... in dem DVD Regal. Großartiges Drehbuch und Script aus Deutschland. Das alles ist Antikörper. Wer sich für dieses Genre an Filmen interessiert kommt an Antikörper nicht vorbei. Bei diesem Film hatte ich mir, bevor ich Ihn mit gekauft habe ein paar Rezensionen hier durchgelesen und dachte - naa toll, ich mag Cover Produkte eigentlich gar nicht! Jedoch habe ich mir den Film ohne allzu großen Erwartungen angesehen und muss sagen - er fesselt! Dazu tragen selbstverständlich auch die fantastisch agierenden Schauspieler bei. Heinz - der Große ;-) geht in seiner Rolle voll auf und man erlebt sein Talent in Hochform. Zum Script - sicher erkennt man hier und da ein paar Parallelen zu Sieben und Das Schweigen der Lämmer - jedoch sind diese zu verkraften und wirklich nicht sehr übertrieben hoch und oft angelegt. Der interessant angelegte Plot der Story zieht den Betrachter von Anfang an mit - dreht und wendet sich ein paar mal - bis er am Schluss mit einigen "Überraschungen" daher kommt. Fazit: Gewagtes Thema, gekonnt und fesselnd umgesetzt - der Film wird Dir gefallen, wenn Du deutsche Filme magst (z.B. Anatomie) - Dir Sieben und das Schweigen der Lämmer gefallen haben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spät nimmt der Film Fahrt auf,
Rezension bezieht sich auf: Antikörper (DVD)
Psycho-Thriller von deutschen Regisseuren sind so rar gesät und wer könnte es ihnen verdenken? Mit dem "Schweigen der Lämmer" und "Seven" bietet das Genre nun mal Meisterwerke, die man nur sehr schwer wieder erreichen dürfte. Dennoch bietet Christian Alvarts "Antikörper" einen ausgewogenen Unterhaltungs- und Gruselwert , auch wenn der Film erst in den letzten 45 Minuten so richtig Fahrt aufnimmt.
Viele Monate lang hat der homosexuelle Serientäter Gabriel Engel (André Hennicke) die Ermittler an der Nase herumgeführt und seine traurige Liste umfasst mittlerweile 13 Jungen, bis ein SEK der Polizei unter Leitung des Kommisars Seiler (Heinz Hoenig) dem Spuk ein Ende bereitet. Engel gesteht die Morde an den Jungen, doch in dem Provinznest Herzbach geht weiterhin die Unsicherheit um. Wer hat die 12-jährige Lucia auf so bestialische Weise ermordet? Sie will nicht so recht in das Täterprofil Engels passen und so schwebt der ungeklärte Fall wie ein Damoklesschwert über dem Dorfpolizisten Michael Martens (Wotan Wilke Möhring), seiner Familie und dem ganzen Dorf. Martens macht sich nach Berlin auf, um Gewissheit von Engel zu erlangen und merkt nicht, wie er immer mehr in die diabolische Spirale von Gewalt, Sexualität und Intrigen hineingezogen wird und vom Serientäter manipuliert wird. Trotz diesen durchaus spannenden Plots krankt der Film nach dem furiosen Beginn und hängt die erste Stunde etwas durch. Die Geschichte um den biederen Dorfpolizisten nimmt einfach zuviel Platz ein und zweifelsohne hätte eine stärkere Fokussierung auf die Figur André Hennickes dem Film mehr Rasanz und Faszination verliehen. Er spielt die Rolle des Serienkillers so gut, glaubhaft und gleichzeitig mit der Erwartungshaltung des Zuschauers, wenn er Martens beim ersten Treffen fragt: "Wen haben Sie erwartet? Hannibal Lecter?" Als weiterer Verweis auf das Referenzwerks von Jonathan Demme kann die Rückblende gelten, in der - Sie ahnen es schon - Lämmer eine zentrale Rolle spielen^^ Nachdem der Film eher unmotiviert durch eine drastische Sex-Szene die marginale Seelenverwandtschaft zwischen Killer und Polizist beleuchtet, dieses Thema dann aber sofort fallen lässt, mündet der Film in ein spannendes und furioses Finale. Martens ist den Manipulationen Engels ahnungslos in die Falle gegangen und ist kurz davor, eine Katastrophe heraufzubeschwören. Fazit ------ Erst spät, aber nicht zu spät bekommt der Film noch die Kurve und das Finale reisst den Film aus dem langatmigen Mittelmaß heraus, in dem der Film die erste Stunde herumdümpelt. André Hennicke gibt eine beeindruckende Vorstellung als Serienkiller und spielt ihn so vulgär, obszön und krank, dass er im Gegensatz zu Lecter eine eigene Persönlichkeit gewinnt und da auch der Rest des Cast zumindest solide spielt und deutsche Psycho-Thriller rar gesät sind, gibt es ein. Empfehlenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Böse in mir....,
Von
Rezension bezieht sich auf: Antikörper (DVD)
Zwei Polizisten gehen einem Hinweis nach, dass aus einer Wohnung Schreie zu hören waren. Den beiden Männern soll mit dem gesuchten Serienmörder Gabriel Engel (Andre Hennicke) ein großer Fang gelingen, die beiden werden diesen Erfolg allerdings nicht mehr erleben.
Denn gefasst wird der wie wild um sich schiessende nackte Psychopath von Kommissar Seiler (Heinz Hoenig). Damit geht eine Serie von 13 perversen Morden an männlichen Jugendlichen zu Ende und ein dunkles Kapitel in der Kriminalgeschichte der Bundesrepublik kann wohl zu den Akten gelegt werden. Nicht so im kleinen Dorf Herzberg, denn dort wurde vor einigen Monaten ebenfalls ein kleines Mädchen bestialisch ermordet. Obwohl Engel auf kleine Jungen fixiert war, wird er dort auch als Täter vermutet. Zumindest sieht es der junge, gläubige Dorfpolizist Michael Martens (Wotan Wilke Möhring) so, der dort mit seiner Frau Rosa (Ulrike Krumbiegel) und den beiden Kindern Christian (Hauke Diekamp) und Sarah (Laura Alberta Szalski) lebt und einen kleinen Bauernhof hat. Der 13jährige Junge hat seit dem Mord an dem ein Jahr jüngeren Nachbarsmädchen, das er gut kannte, einige psychische Probleme und Auffälligkeiten. Engels grober Nachbar Sucharzewski (Jürgen Schornagel) verlangt, dass Martens endlich den Fall begräbt. Doch dieser will es genau wissen und reist nach Berlin um Engel zu verhören und ihn als Täter auch für diesen Mädchenmord zu überführen. Engel hüllt sich inzwischen in Schweigen und denkt überhaupt nicht daran, den Polizisten behilflich zu sein. Doch beim ersten Zusammentreffen kann Martens den Serienkiller aus der Reserve locken und Engel beginnt voller Lust ein perfides Katz- und Maus-Spiel, in dessen Verlauf der gläubige Katholik Martens mehrfach an die Grenzen seiner Psyche kommt. Scheinbar frisst sich auch ein Hauch von Engels perfider böser Seite in die Gefühlswelt des bis dahin unbescholtenen Martens... Christian Alvart (Fall 39, Pandorum) ist ein deutscher Regisseur und Drehbuchautor, der sich inzwischen erfolgreich auf dem US-Markt bewegt. Mit "Antikörper" gelang ihm 2005 eine sehr interessante Arbeit im Genre des Serienkillerfilms, der zwar von den großen Vorbildern wie "Schweigen der Lämmer" doch einiges abkupfert, jedoch dennoch eigenständig genug bleibt. Die Story ist geheimnisvoll und bleibt recht spannend, auch wenn in manchen Passagen eine gewisse Überzogenheit der religiösen Thematik die Oberhand gewinnt und dadurch alles etwas zu bizarr und abgehoben wirkt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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