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Natürlich ist "Antichrist" harter Tobak, nichts anderes hat man von Lars von Trier erwartet. Und natürlich scheiden sich die Geister - oder auch die Mägen - an dieser Melange aus Horror und Sex, Angst und Schuld. Ein düsteres Psychomärchen hat der dänische Regisseur zusammengestrickt. Er erzählt die Geschichte eines Ehepaars (Willem Dafoe, Charlotte Gainsbourg), dessen Sohn stirbt, während die beiden wie wild miteinander vögeln. Nach dem Unfall zieht das Paar sich in eine Waldhütte zurück, doch statt zu einer Verarbeitung der Trauer kommt es in der Einöde zur Eskalation. Ein Albtraum entspinnt sich, psychisch wie optisch, die Realität rückt in immer weitere Ferne. Von Triers Ästhetik reicht dabei vom edlen Zeitlupenporno in Schwarzweiß bis zum kunstvollen Arrangement, das wie ein mittelalterliches Altarbild oder eine düstere Illustration von "Hänsel und Gretel" aussieht. Wenn die Möglichkeit, gut zu sein, dem totalen Trieb weicht, gibt es keine Streicheleinheiten mehr. Ein Film der Wunden schlägt. Auch beim Zuschauer. (kab)Extras: Trailer, AudiokommentarAuch als Blu-ray-Disc!
Kurzbeschreibung
Ein trauerndes Paar zieht sich in ihre einsame Hütte, "Eden", in den Wäldern zurück. Sie kämpft nach dem Tod des kleinen Sohnes mit Trauer und Schuldgefühlen, die in ihr eine Depression hervorrufen. Er ist Psychiater und will sie dort im Wald, vor dem sie sich so sehr fürchtet, therapieren. Doch er muss bald erkennen, dass sehr viel mehr hinter dem Verhalten seiner Frau steckt, und beide stürzen in der Abgeschiedenheit der Hütte in eine Spirale aus Sex und Gewalt.
"Lars von Triers ANTICHRIST" ist ein zutiefst beunruhigender Trip in menschliche Abgründe und Ängste. Mit teils wunderschönen, surrealen, teils drastischen Bildern schafft es von Trier den Zuschauer zu berühren und zu erschüttern.
"Lars von Triers ANTICHRIST" ist ein zutiefst beunruhigender Trip in menschliche Abgründe und Ängste. Mit teils wunderschönen, surrealen, teils drastischen Bildern schafft es von Trier den Zuschauer zu berühren und zu erschüttern.
Rezension
"Ein außergewöhnliches Kunstwerk." (Daniel Kehlmann, Die Zeit)
"SZENEN EINER EHE trifft auf WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN." (blickpunktfilm.de)
"Kompromissloses Kunstkino, wie es sich heute sonst niemand mehr traut." l (Kulturspiege)
"SZENEN EINER EHE trifft auf WENN DIE GONDELN TRAUER TRAGEN." (blickpunktfilm.de)
"Kompromissloses Kunstkino, wie es sich heute sonst niemand mehr traut." l (Kulturspiege)
Produktbeschreibungen
Ein trauerndes Paar zieht sich in ihre einsame Hütte, "Eden", in den Wäldern zurück. Sie kämpft nach dem Tod des kleinen Sohnes mit Trauer und Schuldgefühlen, die in ihr eine Depression hervorrufen. Er ist Psychiater und will sie dort im Wald, vor dem sie sich so sehr fürchtet, therapieren. Doch er muss bald erkennen, dass sehr viel mehr hinter dem Verhalten seiner Frau steckt, und beide stürzen in der Abgeschiedenheit der Hütte in eine Spirale aus Sex