Ich finde negative Bewertungen für dieses Produkt - so es denn technisch ok ist - eher subjektiv, nur weil der eigene Hund nicht drauf reagiert. DAS liegt an der Dickfelligkeit des Hundes und nicht an dem Halsband!
Meine Erfahrung:
Ich habe eine Husky-Mixhündin aus dem Tierschutz. Anfangs schüchtern und nuuur lieb, begann sie nach etwa einem 3/4 Jahr jeden Artgenossen auf dem Spazierweg derart zu verbellen, daß mir alle aus dem Weg gingen. Die Nachbarn beschwerten sich, weil mein Hund nur noch bellend am Zaun hing - bei uns geht ein vielbegangener Hundeweg vorbei......
Die viel gepriesene Leckerle-Methode brachte nichts. Auf meiner Reise durchs Google stieß ich auf dieses Halsband und als letzte Hoffnung, bevor ich einen teuren Hundeflüsterer engagiere, bestellte ich das Halsband.
Die Handhabung:
- kleine Flaschen mit dem Spray befüllen (etwas komplizierrt, weil die Düse der Reserveflasche nicht gut paßt - aber mit Geduld geht das)
- den Akku über das Stromkabel aufladen (den leichten Wackelkontakt kann ich bestätigen, aber, wenn die Kontroll-Lampe blinkt, wird auch geladen, darauf
muß man eben achten)
In einer vorangegangenen Rezension heißt es, man könne das Halsband nicht abschalten - das stimmt nicht! An der Fernsteuerung ist ein Magnetpunkt und ebenfalls am Empfänger. Hält man diese beiden Punkte übereinander kann man beliebig ein- bzw. ausschalten!!!!! GEBRAUCHSANWEISUNG LESEN HILFT OFT!!!!
Ich habe meinem Hund das Halsband angezogen und zunächst nur den TON verwendet um den Hund dran zu gewöhnen. Nach einer Weile setzte ich bei Fehlverhalten auch das Spray ein.
Nach zwei Wochen dachte ich, ich hätte das Geld umsonst ausgegeben. Der Hund interessierte sich zunächst weder für Ton noch für Spray!
Aber ich gab nicht auf. Hatte die Fernsteuerung auch im Auto dabei, wenn Artgenossen außerhalb vermöbelt wurden. Und dann habe ich begonnen, den Ton oder ggf. das Spray mit bekannten Worten wie NEIN, RUHIG, AUS etc. zu kombinieren.
UND DAS WAR DAS GEHEIMNIS: Mit diesen Worten wurden ja bereits Rügen verbunden, man ignorierte sie eben einfach nur bislang, wenn da Artgenossen vorbei kamen. Nun aber - oh Schreck - kam zu diesem strengen NEIN auch noch dieser eklige Piepston und wenn man dann immer noch nicht hörte, so ein kaltes Zeug an die Schnauze. Und noch während man untersuchte, wo das her kam, war der Artgenosse weg und es herrschte Ruhe!
Das kontinuierliche Anlegen des Halsbandes - im Garten, beim Spaziergang, bei jeder Autofahrt - brachte mehr und mehr den Erfolg. Denn mein Hund beginnt zu begreifen, dass, wenn man auf die bekannten Worte nicht reagiert, die unangenehmen Folgen hinterher kommen - und das will man nicht - also reißt man sich zusammen.
Inzwischen verfahre ich so, dass ich bei Spaziergängen die Hand an der Fernsteuerung habe. Nähert sich ein Artgenosse, warte ich ab, wie mein Hund sich verhält. ERST kommt die verbale Ermahnung (...ich höre nichts!!!!) Wird trotzdem geknurrt reicht jetzt beim ersten Mucks der Piepston und wir können einigermaßen ruhig an den Hunden vorbei. Sind es besonders ungeliebte Artgenossen und mein Hund setzt zum Gebell an, piepse ich etwas länger - und nur, wenn darauf nicht reagiert wird - drücke ich die Spraytaste. Dann guckt mein Hund etwas verwirrt an sich runter und mich etwas doof an und vergißt dabei völlig, dass er eigentlich den Artgenossen vermöbeln wollte.
Schicke ich meinen Hund in den Garten, reicht schon das Tragen des Halsbandes und die anderen Vierbeiner dürfen unbehelligt am Zaun entlang laufen. Nur bei einigen wenigen wird zum Bellen angesetzt (Schäferhunde findet meiner eben garnicht nett), dann reicht einmal piepsen und mein Hund kommt angeflitzt um in der Küche neben der Leckerledose Sitz zu machen.
Man sollte die Gabe von Leckerle nicht übertreiben, aber in der Anfangsphase sind sie sicher nützlich.
Ich mache auch unterwegs "leere Übungen". Soll heißen, auch wenn weit und breit nichts ist, rufe ich meinen Hund. Kommt er, wird er belohnt. Kommt er nicht, kommt das Halsband zum Einsatz, ich piepse (oder spraye auch) und wenn der Hund darauf reagiert, bekommt er auch seine Belohnung.
FAZIT: Man braucht einen langen Atem und Geduld und darf in der Anwendung nicht nachlassen, bis der gewünschte Erfolg erreicht ist.
Das Halsband funktioniert also - aber eben nicht von allein!
Allen, die das Halsband kaufen wünsche ich ebenso viel Erfolg damit, wie ich inzwischen habe!