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Moviemans Kommentar zur DVD: Hätten sich die Kontraste ein wenig feiner dargestellt, wäre kaum etwas am Bildmaterial zu bemängeln gewesen. Der französische Originalton enttäuscht ein wenig, da er im Vergleich zur kraftvollen deutschen DD 5.1-Fassung ein wenig unterbelichtet ausfällt. Dynamiken und Bässe hätten dort besser ausgebaut werden können. Die Extras sind nett, vor allem das Making Of bietet viele Details.
Bild: Überaus klar im Detail wie in der Totalen kommt das scharf gezeichnete Bild beim Zuschauer an (Lippen, 00:05:00). Auch die Farben sind bestechend brillant und kräftig angelegt (Blautöne des Meeres, 00:14:35). In dunkleren Szenen fällt aber immer wieder auf, dass die Kontraste stark am mangelnden Licht leiden. Bis auf einzelne hellere Flecken erkennt man dann bisweilen kaum Details (im Auto, 00:03:05 oder Konturen des PKWS, 00:36:58). Überwiegend stehen aber gut ausgeleuchtete Szenen im Vordergrund, die eine aufgefächerte Kontrastpalette zeigen. Rauschen tritt so gut wie nie in Erscheinung und bleibt im äußerst seltenen Fall so mild, dass man es kaum bemerkt. Artefakte machen sich nur hin und wieder innerhalb schneller Kamerafahrten auf sehr feinen Mustern sanft bemerkbar. Ein optisch durchaus überzeugendes Ergebnis.
Ton: Der deutsche DD 5.1-Ton ist wesentlich lauter angelegt als im Original. Das Verhältnis zwischen Kulisse, Dialogen und Musik stimmt von den Abstufungen her aber in beiden Fassungen. Deutsche wie französische Kulisse sind voller lebensechter Details, die aus den hinteren Boxen lebendig in den Raum dringen. Während der Zug bedächtig wummert, ertönt aus der Box hinten rechts schon die Stimme des Schaffners, der andere Gäste kontrolliert (00:11:49). Diese und andere Details schaffen es, eine absolut plastische Räumlichkeit zu verbreiten. Das Original kommt mit der deutschen Vertonung aber nicht ganz mit. Hier ist der Schaffner nur aus dem Center zu vernehmen. Die Musik ist vor allem in der deutschen Version reich mit Bassanteilen ausgestattet. Das französische Original bleibt da etwas schwächer, wenngleich dort die Dialoge zwar leiser aber authentischer ausfallen. Bei einer Schießerei zischen aus allen Richtungen Kugeln durch den Raum, so dass sich der im Film gefangene Zuschauer sogar unwillkürlich ducken könnte.
Extras: Sehr schön illustriert kommt der Storyboard-Film-Vergleich (7:51 min.) daher. Die Szenen des Vergleichs stammen aus der englischen Sprachversion. Toll gemacht ist auch das Making Of (26:19 min.), das deutsch untertitelt Kommentare von Regisseur und Darstellern, Szenen von Dreh und Proben enthält und aufschlussreiche Details über die Zusammenarbeit der Schauspieler vermittelt. Neben Filmausschnitten sind hier aber auch sehr viel persönliches Material sowie technische Details eingeschlossen. Die Probeaufnehmen (5:25 min.) kommen ohne Ton und unkommentiert daher, was schade ist. Als schönes, zusätzliches Extras enthält die DVD noch das Drehbuch als pdf-File (im französischen Original). Trailer zum Film und sieben Programmtipps beschließen das nicht allzu ausführliche aber sehr angenehme Paket. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Kurzbeschreibung
Rezension
Angelina Jolie statt Charlize Theron statt Sophie Marceau Manchmal springt einer eben als Elefant und landet als Maus. Ein bisschen ist das der Eindruck bei dem zweiten Spielfilm Donnersmarcks, immerhin schon sechs Jahre nach seinem Debüt, das bekanntlich Ende 2004 fertiggestellt worden war. An dem neuen Film klebte irgendwie von Anfang an das Pech, und jetzt stinkt er eben. Erinnern wir uns: Gleich nach seinem Oscar-Gewinn 2007 verkündete der Filmemacher ein bisschen großspurig, er wolle in den USA bleiben, dort Karriere machen. Viele Erwartungen gab es, und sie waren hoch. Zunächst hieß es, Donnersmarck, den wir jetzt der Textkürze halber FHvD nennen wollen, FHvD also schreibe ein Drehbuch. Dann war klar: Sein neuer Film wird eine Auftragsproduktion, das US-Remake eines erst fünf Jahre alten französischen Thrillers. Der heißt "Anthony Zimmer" und stammt von Jérôme Salle aus dem Jahr 2005. Es ist ein ziemlich schlichtes Remake des Films, der seinerzeit auf dem "Fantasy Filmfest" lief. FHvD erzählt jetzt zwar überall, er habe diesen Film gar nicht gesehen, wie das fast immer Regisseure machen, die ein Remake produzieren, aber das muss man ihm genauso wenig glauben, wie den anderen. Man muss sich ja nur den französischen Film angucken, der pünktlich zum Start bei "FilmConfect Home Entertainment" heraus unter dem Titel "Fluchtpunkt Nizza" erschienen ist und kann sich selbst ein Urteil bilden. Ebenso, was von der Mär zu halten ist, FHvD habe so wahnsinnig viel am Drehbuch gearbeitet und alles umgeschrieben. Komisch, warum dann so ziemlich genau der französische Film herausgekommen ist, bloß schlechter. "Anthony Zimmer" ist ein unübersehbar an Alfred Hitchcocks Stil angelehnter Krimi, in dem es um eine schöne Frau geht, die den titelgebenden Anthony Zimmer sucht, der mit viel Geld vor Polizei und Gangstern auf der Flucht ist. Der sendet ihr Botschaften, wie die, den Zug nach Nizza zu nehmen und sich einen ihm ähnlichen Typen aufzureißen, um die Polizei abzulenken. Damit lenkt sie auch den Zuschauer ab, denn am Ende entpuppt sich der falsche Anthony Zimmer (Yvan Attal) als der echte. Die Frau nun wird von Sophie Marceau gespielt, die nicht nur viel besser aussieht, als Angelina Jolie, sondern auch die bessere Schauspielerin und in jeder anderen Hinsicht attraktiver ist. (heise.de/tp/r4/artikel/33/33853/1.html)
In Europa hat "The Tourist" dagegen ein ganz anderes Problem: das Vorbild. "The Tourist" ist das Remake des französischen Thrillers "Anthony Zimmer" ("Fluchtpunkt Nizza") aus dem Jahr 2005. In dem spielt Sophie Marceau die Geliebte. Und Sophie Marceau ist definitiv eine Frau, von der auch eine Angelina Jolie noch etwas lernen kann, was den Sexappeal angeht. Manchmal reicht Schönheit allein nämlich nicht aus. (stern.de/kultur/film/filmkritik-the-tourist-schlimmer-geht-immer-1634570.html) (stern.de)
Angelina Jolie statt Charlize Theron statt Sophie Marceau Manchmal springt einer eben als Elefant und landet als Maus. Ein bisschen ist das der Eindruck bei dem zweiten Spielfilm Donnersmarcks, immerhin schon sechs Jahre nach seinem Debüt, das bekanntlich Ende 2004 fertiggestellt worden war. An dem neuen Film klebte irgendwie von Anfang an das Pech, und jetzt stinkt er eben. Erinnern wir uns: Gleich nach seinem Oscar-Gewinn 2007 verkündete der Filmemacher ein bisschen großspurig, er wolle in den USA bleiben, dort Karriere machen. Viele Erwartungen gab es, und sie waren hoch. Zunächst hieß es, Donnersmarck, den wir jetzt der Textkürze halber FHvD nennen wollen, FHvD also schreibe ein Drehbuch. Dann war klar: Sein neuer Film wird eine Auftragsproduktion, das US-Remake eines erst fünf Jahre alten französischen Thrillers. Der heißt "Anthony Zimmer" und stammt von Jérôme Salle aus dem Jahr 2005. Es ist ein ziemlich schlichtes Remake des Films, der seinerzeit auf dem "Fantasy Filmfest" lief. FHvD erzählt jetzt zwar überall, er habe diesen Film gar nicht gesehen, wie das fast immer Regisseure machen, die ein Remake produzieren, aber das muss man ihm genauso wenig glauben, wie den anderen. Man muss sich ja nur den französischen Film angucken, der pünktlich zum Start bei "FilmConfect Home Entertainment" heraus unter dem Titel "Fluchtpunkt Nizza" erschienen ist und kann sich selbst ein Urteil bilden. Ebenso, was von der Mär zu halten ist, FHvD habe so wahnsinnig viel am Drehbuch gearbeitet und alles umgeschrieben. Komisch, warum dann so ziemlich genau der französische Film herausgekommen ist, bloß schlechter. "Anthony Zimmer" ist ein unübersehbar an Alfred Hitchcocks Stil angelehnter Krimi, in dem es um eine schöne Frau geht, die den titelgebenden Anthony Zimmer sucht, der mit viel Geld vor Polizei und Gangstern auf der Flucht ist. Der sendet ihr Botschaften, wie die, den Zug nach Nizza zu nehmen und sich einen ihm ähnlichen Typen aufzureißen, um die Polizei abzulenken. Damit lenkt sie auch den Zuschauer ab, denn am Ende entpuppt sich der falsche Anthony Zimmer (Yvan Attal) als der echte. Die Frau nun wird von Sophie Marceau gespielt, die nicht nur viel besser aussieht, als Angelina Jolie, sondern auch die bessere Schauspielerin und in jeder anderen Hinsicht attraktiver ist. (heise.de/tp/r4/artikel/33/33853/1.html)
In Europa hat "The Tourist" dagegen ein ganz anderes Problem: das Vorbild. "The Tourist" ist das Remake des französischen Thrillers "Anthony Zimmer" ("Fluchtpunkt Nizza") aus dem Jahr 2005. In dem spielt Sophie Marceau die Geliebte. Und Sophie Marceau ist definitiv eine Frau, von der auch eine Angelina Jolie noch etwas lernen kann, was den Sexappeal angeht. Manchmal reicht Schönheit allein nämlich nicht aus. (stern.de/kultur/film/filmkritik-the-tourist-schlimmer-geht-immer-1634570.html)