Aus der Amazon.de-Redaktion
Anthology: This Station Is Non-Operational ist eine Werkschau wider dem Vergessen. So richtig ist nie aufgeklärt worden, aus welchen Gründen das schnell zur Legende gewordenen Quintett At The Drive-In sich auflöste. In nur sieben Jahren zwischen 1994 und 2001 stieg die Gruppe aus El Paso / Texas aus dem Nichts zu Helden der Emo-Core-Szene auf. Dabei spielten sich Paul Hinojos, Jim Ward, Tony Hajjar (alle jetzt
Sparta) und Cendrix Bixler sowie Omar Rodriguez (beide
The Mars Volta) nicht nur in unzähligen, hochenergetischen Konzerten die Seele aus dem immer müder werdenden Leib. Parallel prallten immer hohe Ansprüche an sich selber, untereinander und an die wachsende Fangemeinde aufeinander. At The Drive-In brannten kurz, aber sie brannten heftig. Wie heftig, beweist
Anthology: This Station Is Non-Operational. Die 18 chronologisch aneinander gereihten Tracks dokumentieren einen rasanten Entwicklungsprozess von Hardcore zu filigranen Sounds, von der EP
El Gran Orgo zu den gelungenen Coverversionen Take Up Thy Stethoscope And Walk (Pink Floyd-
The Piper At The Gates Of Dawn) und This Night Has Opened My Eyes vom Smiths-Album
Hatful Of Hollow. Dazwischen befinden sich B-Seiten und Remixe. So ist
Anthology: This Station Is Non-Operational eine Einstiegsdroge für Anhänger von Sparta und Mars Volta, die sich auf die Suche nach den Ursprüngen beider Gruppen machen. Bis an die Quelle reicht diese Kompilation allerdings nicht, denn es fehlen Auszüge aus den beiden raren EPs
Hell Paso und
Alfaro Vive, Carajo sowie dem Debüt
Acrobatic Tenement. Bitte nachholen!
--Sven Niechziol
Kurzbeschreibung
Spektakulär, legendär ist der Katalog, den At The Drive-In während ihrer 7-jährigen Schaffensperiode von 1994-2001 aufgebaut haben. Das von Ross Robinson (u.a. Korn, Slipknot, Glassjaw, Blood Brothers) produzierte letzte Album Relationship Of Command, ist ein Meilenstein der modernen Musikgeschichte geworden. Und auch das Vorgänger Album In/Casino/Out und die Vaya EP ernteten mit ihren emotionsgeladenen Kompositionen und ihrem Ideenreichtum große Anerkennung. Drei Jahre nach der Auflösung von der Band aus El Paso, Texas ist es nun an der Zeit, einen Nachruf zu starten und einer Band, die die Musiklandschaft in den Neunzigern und Anfang des neuen Jahrtausends nachhaltig beeinflusst hat, Tribut zu zollen. Dies erfolgt nun in Form der Anthologie This Station Is Non-Operational, die Ende Mai in den Läden stehen wird. Eine chronologisch angeordnete Compilation, die unter anderem die Indie-Hits Napoleon Solo und One Armed Scissor (aus dessen Text übrigens auch der Titel This Station Is Non-Operational stammt), einige B-Seiten, einem sehr atmosphärischen mit Elektro- und Reggaeeinflüssen versehenen Latch Bros-Remix von Rascuache, einen Song (Autorelocator) von der vergriffenen Split EP mit Sunshine und unveröffentlichte Coverversionen von The Smiths (This Night Has Opened My Eyes) & Pink Floyd (Take Up Thy Stethoscope And Walk) beinhalten wird. Die limitierte Erstauflage wird zusätzlich mit einer Bonus-DVD erscheinen, auf der neben Videos auch ein EPK und diverse Extras zu bewundern sein werden. Ein Must-Have für alle Die-Hard-Fans und diejenigen, die im Zuge der Nachfolge-Projekte Sparta und The Mars Volta später dazu gestoßen sind. Ein Geschenk an die Musik: This Is Forever / From This Texas Breath / Exhaled No Sign Of Relief / This You Know, This You Know This Is Forever. (Napoleon Solo)