Herr Schneeweiß versteht seine als zeitgemäß gedachten Bearbeitungen vor allem der barocken Werke als Repertoireerweiterungen, für den Musikfreund jedoch sind es kaum noch Verfremdungen, das meiste wird bis zur Unkenntlichkeit entstellt und verstümmelt. Der angeblich studierte Musikwissenschaftler versäumt es sogar, seine freien Bearbeitungen auf dem Cover zu kennzeichnen, was eventuell dazu führen kann, die Anthologie aus Versehen wegen des günstigen Preises zu kaufen. Schlimmer noch: ein unbedarfter Gitarrenmusikfreund könnte so einen geschmacklosen Stilmix für echten Weiß, Bach etc. halten! Es ist mir unverständlich, wie man sich bei Fachleuten und Musikliebhabern freiwillig so in Mißkredit bringen kann, hat den Mann keiner gewarnt? Und haben die Leute bei seiner Plattenfirma Arte Nova überhaupt Ohren? Wenn er seine "Werke" wenigstens spielen könnte...so ist es leider noch nicht einmal mehr lustig, da höre ich lieber Florence Foster-Jenkins.