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Mit dem Opener "Courage" und einem ordentlichen Knall beginnt die Reise, die schon beim zweiten Track "Movies" ganz klar macht, dass eingängige Melodien hier gewünscht sind. Diese Mischung aus Härte und Pop Appeal bestimmt ANThology vom ersten bis zum letzten Song und findet als Statement ihren Höhepunkt in der Cover-Version des Jacko-Klassikers "Smooth Criminal". Dazwischen hört man eine ganze Reihe von potenziellen Hits wie "Flesh and Bone", "Summer" oder "Stranded", die abwechselnd ihr druckvolles Spiel und ihr Händchen für eingängige Melodien in den Vordergrund rücken. --Andrea K. Heil
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Fünf Jahre, bevor ANThology erschien, freundeten sich Alien Ant Farm mit Papa Roach an. Damals waren sie noch Mitstreiter in der kalifornischen Clubszene. Da sie aus ganz unterschiedlichen Ecken des Staates kamen, haben die Bands getauscht und geteilt. Und da diese Beziehung bis heute noch existiert, sind die AAF die ersten, die bei New Noise Records erscheinen, der Plattenfirma, die Papa Roach mithilfe von Dreamworks gründeten. Wofür hat man schließlich Freunde? Alien Ant Farm haben ihre "Roach-Connection" noch weiter ausgebaut (beachten Sie bitte auch das gemeinsame Interesse an sechsbeinigen Lebewesen!), indem sie Jay Baumgardner, den Produzenten des Albums ihrer Wohltäter Infest einspannen um auch ihrem Lärm Glanz zu verleihen. Das Ergebnis ist manchmal ein wenig zu überraschungsfrei, dennoch weitgehend ausgezeichnet, mit dahinfegenden heißen Gitarren ("Whisper", "Stranded") und ab und zu mit bebenden Riffs ("Wish"), das aus AAF eine weniger verwirrte und weniger verwirrende Version von Alice In Chains macht. Zu den besten Songs zählen das einleitende Stück "Courage", das von Mike Cosgroves umwerfendem Schlagzeug-Getöse und Dryden Mitchells bewegenden, klaren Texten getragen wird (bei dieser Kombination vermisst man auf einmal schmerzlich Beyond): Eine eindringliche, flehende Version von Michael Jacksons "Smooth Criminal" und "Flesh And Bone", eine aufgemotzte Variante von "Roxanne", die aus heiterem Himmel von einem Aufstand der Gitarren überrumpelt wird. Mit einer intensiven "Attitude" -- eine Art von modernisierten Pearl Jam -- versucht AAF Stimmung und Tempo zu wechseln, und man kann nur hoffen, dass sie ihre Expeditionen in das Reich der Klänge fortsetzen werden. Im Augenblick ist ANThology immerhin schon ein gut schmeckender Aperitif. --Dominic Wills
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