Keys, Albrecht Piltz, 8/2005
"Theo Bleckmann war die Stimme der Aliens in der Sci-Fi-Comedy Men in Black und hat seit seiner Umsiedlung aus Deutschland (1989) mit allem gearbeitet, was in der New Yorker Avantgarde-Szene Rang und Namen hat, von Laurie Anderson über Philip Glass bis zur Vokalistin/Performance-Artistin Meredith Monk (zu deren Ensemble er zählt). Im über eine Dreiviertelstunde langen Titelstück seines neuen Albums Anteroom layert Bleckmann Chöre, Strings, Solo-Celli, Solo-Flöten, Afro-Vocals und kreiert damit die Atmosphäre eines outer room that opens into another room, often used as a waiting room. Stünde im Booklet nicht Theo Bleckmann: voiceund No electronics have been used to alter the sound or pitch of the voice, würde man als Schöpfer der magischen Klänge einen begnadeten Sampling-Wizard vermuten. Aber der Sänger (!) Bleckmann,in dessen Live-Repertoire Lieder von Kurt Weill gleichberechtigt neben Songs von Kraftwerk stehen, hat alles mit dem Mund gemacht.Was der Chicago Reader zu seinen Konzerten notierte (Youre going to a Theo Bleckmann concert? Forget everything you have heard before!), trifft auch auf Anteroom zu. Das Ambient-Album des Jahres?"
Jazzthing, Juli/August 2005
"Ein unfassliches Wesen, eine Muse mit wortlosen Engelszungen gleitet im langsamen und spiralförmigen Sinkflug zur Erde. Der 38-jährige Theo Bleckmann, in Dortmund geboren und mittlerweile Langzeit-New-Yorker, legt hier vom Tempo ungebundene Loops aus und schichtet darauf seine unnachahmliche Vokalartistik. Das Ergebnis sind durchweg sphärische Klänge, nie New Age, viel eher kommt dieser Hör-Trip einem akustischen Rorschachtest gleich."