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am 1. August 2012
Mit ihrem 11. Studioalbum "Antenna" beschließen ZZ Top 1994 einen musikalischen Zyklus. Nachdem sie mit einer Soundveränderung vom rustikalen Texas Boogie-Rock hin zum Synthesizergetränkten Stadionrock und den den drei Erfolgsalben "Eliminator" (1983), "Afterburner" (1985) und "Recycler" (1990), sowie einem Greatest Hits Album (1992) zu Weltstars aufgestiegen sind, heißt das Motto nun: weniger ist mehr. Ein kompletter Verzicht auf elektronische Effekte lässt sich auf "Antenna" zwar nicht ausmachen - eine deutliche Reduktion ist aber dennoch erkennbar. Der gefährliche, zähnefletschende Sound der Gibson Les Paul steht nun wieder eindeutig im Vordergrund. Wie schon in den 1970ern. Die Rückkehr zu ihren Wurzeln bedeutet für ZZ Top auch gleichzeitig das Ende des kommerziellen Welterfolgs. "Antenna" ist ihr letzter wirklicher Verkaufs-Hit. Der Titel des Werkes huldigt den unzähligen Piratensendern, die von der mexikanischen Grenze aus wesentlich zum Durchbruch vieler lokaler Bands beigetragen haben.

Finanziell ist die "Lil' ol Band from Texas" 1994 bereits abgesichert. Billy Gibbons (Gesang, Gitarre), Dusty Hill (Gesang, Bass) und Frank Beard (Schlagzeug) unterzeichnen einen lukrativen Deal mit der Plattenfirma RCA, der ihnen 40 Millionen US-Dollar für die nächsten 5 Alben garantiert. Die drei Texaner sind mittlerweile Weltstars, die langen Rauschebärte von Gibbons und Hill zu ihrem Markenzeichen geworden, das dank irrwitziger Musikvideos weit über die US-Grenzen hinaus Bekanntheit erlangt hat. Sie hätten also getrost so weiter machen können wie zuletzt. Doch Bandkopf Billy Gibbons erkennt rechtzeitig, dass eine Veränderung notwendig ist.

So tönt gleich die erste Single "Pincushion" mächtig rotzig und macht klar: ZZ Top sind zurück, mit all ihrer brachialen Urgewalt. Die Eingängigkeit der letzten Alben ist geblieben, auch die Soundspielereien, aber die Gitarre klingt wieder wesentlich gewaltiger und heftiger. Ist immer noch Stadiontauglich, dürfte aber einige der neu hinzu gewonnenen Fans eher verschreckt haben. Die Nummer wird allerdings nur in England ein Top 20 Hit. In den USA lässt das Interesse an den drei Kultfiguren merklich nach.

Daran ändert auch die zweite Single "Breakaway" nichts, obwohl sie das texanische Lebensgefühl perfekt vertont. Die Blues-Ballade ist staubig wie eine der heruntergekommenen Landstraßen und gleichzeitig unglaublich gefühlvoll. Gibbons' eingängige Melodielinie in Verbindung mit dem monströsen Gitarrensound machen den Titel zum Höhepunkt des Albums. Heute ein leider vergessener Klassiker, der ZZ Top auf einem ihrer vielen kreativen Höhepunkte zeigt. Am Besten mit geschlossenen Augen zu genießen. Wehmut und Seelenwohl lagen innerhalb eines Songs wohl selten so nah beieinander. Ganz groß!

"World of Swirl" dagegen haut mächtig auf die Kacke. Das ist breitbeiniger Stadionrock wie er im Buche steht. Gibbons treibt die Les Paul protzig durch die mit einem mehrstimmigen Refrain versehene Nummer. Die dritte Single gehört ebenfalls zu den besten Songs der Platte. Dynamisch, spritzig und vor allem unglaublich cool.

Gleiches gilt auch für "Fuzzboxx Voodoo". Mr. Groovalicious Reverend Billy G. schüttelt sich ein Riff aus dem Ärmel, bei dem Stillsitzen umöglich ist. Verboten eingängiges Stück, zu dem so manche Dame sicherlich schon die Hüllen hat fallen lassen. Der Rhythmus lädt förmlich dazu ein.

Bei "Girl in a T-Shirt" bleiben die Kleider zumindest im Titel an. Der Song groovt zwar auch recht heftig, fällt aber im Vergleich zu den ersten vieren etwas ab. Dreckig ist er allemal, ZZ Top lassen ungeniert die Machos raushängen.

Mit "Antenna head", gesungen von Bassist Dusty Hill, ist dann endgültig das Mittelmaß erreicht. Außer einem Refrain, der im Ohr bleibt, lässt sich wenig spannendes feststellen.

"PCH", in Frankreich als Single veröffentlicht, fällt auch eher unter die Kategorie "ganz okay". Nicht spektakulär, aber auch nicht schlecht. Ein solider Album-Track.

"Cherry Red" hingegen atmet am Offensichtlichsten von allen Titeln den 80er-Rock. Edel produziert und mit Hit-Refrain ausgestattet.

Mit "Cover your Rig" wird es dann richtig dirty. Der tonnenschwere Blues groovt düster und verweist vom Stil her schon einmal auf das noch räudigere Nachfolgealbum "Rhythmeen" (1996).

Die beiden Abschlussnummern "Lizard Life" und "Deal goin' down" sind zwar geschmeidig und hier und da sogar filigran, können aber vielen normalen Albumtracks der Vorgänger nicht das Wasser reichen. Gleiches gilt auch für den nur in Europa veröffentlichten Bonustrack "Everything".

Im Gesamteindruck bleibt von "Antenna" vor allem der Umstand haften, dass ZZ Top weg wollen vom künstlichen Synthie-Rock Image. Leider ziehen sie dieses Vorhaben nicht so konsequent durch wie auf den drei Nachfolgealben. Heißt: die elektronischen Spielereien sind immer noch da und lassen das Album an manchen Stellen ungewohnt kalt klingen. Letztlich kann die LP am Treffendsten als Hybrid, als Übergangswerk zwischen zwei unterschiedlichen Bandphasen beschrieben werden. Vielleicht ist es gerade diese Unentschlossenheit, die verhindert, dass das Album in den USA groß abräumt. Stattdessen verkauft es sich in Europa hervorragend. Nach einer ausgiebigen Welttournee kehren ZZ Top in Studio zurück und veröffentlichen 1996 mit "Rhythmeen" einen Longplayer, der sie endgültig von sämtlichen soundtechnischen Altlasten befreit und eine neue Ära einläutet.

"Antenna" ist bestimmt nicht das Beste Album in der langen Karriere der 1969 gegründeten Band. Ungerechtfertigterweise aber wird es immer wieder sträflich unterschätzt. Denn neben einigem Durchschnitt finden sich auch hervorragende Titel auf der Platte. Sie hat eine Chance verdient.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. November 2011
Wurde mit "Afterburner" noch dem Synthie- und Keyboardkitsch der 80er Jahre gehuldigt und viele der Fans mit eben jenen Instrumenten vergrault, wurde fünf Jahre später der Nachfolger schon wesenlich mehr in Richtung der Wurzeln.
1994 hatten es die drei Herren von ZZ Top endlich geschafft: Sie waren wieder kräftig am rocken. Sie fanden zurück zu ihrer alten Form und brachten mit ANTENNA ein super Album raus. Es verbindet gekonnt den typisch trockenen, Riff-basierten Blues Rock mit einem modernen Sound.
Unter den Songs sind einige klasse Rocker dabei, die wieder einmal zeigen, worin die eigentliche Stärke der Band liegt: Aus einem relativ simplen Riff einen kraftvollen, groovenden Rocker zu machen. Solche genialen Songs wären z.B. "Pincushion", "World of Swirl", "PCH" und "Everything". ZZ Top at its Best!
Zwischendrin wird es mit "Cover Your Rig" etwas langsamer, hier holen sie den good old Blues heraus. Das Album hat mit "Lizard Life" und "Deal Goin' Down" zwei etwas schwächere Songs, wobei Letzteres einen starken Refrain aufweist.
Insgesamt betrachtet findet jeder ZZ Top-Fan hier ein absolut starkes Album mit vielen Tracks, die die Band zurück in alter Form zeigt.
Egal, ob ein paar Fans von früher jetzt vielleicht weg sind...
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am 23. August 2014
die Platte hat zwar inzwischen selber einen langen Bart aber sie gefällt mir immer Heute immer noch. War sie doch die erste nach dem Ausflug in die Disco und der Dauerschleife bei MTV.

Endlich wieder rauer, dreckiger Texas Blues Rock der natürlich laut gehört werden muss, immer zur Freude der Nachbarn. Mit sicherheit kein Smashhit Album aber ein ehrliches, erdiges und wie ich meine zeitloses Album.
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am 21. März 2013
Nach dem "Afterburner"-Abklatsch "Recycler" knirscht es endlich wieder so richtig. Weniger Synthie-Einfluss, weniger Augenmerk auf Radiotauglichkeit, mehr Wurzeln. Das Album macht wach, ist ein echter Kaffee-Ersatz.
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am 31. Dezember 2015
Da ich vor Jahrzehnten genau diese CD hatte, aber sie leider verloren habe
musste ich sie mir einfach wieder zulegen. EIN TRAUM für Kenner.
Wers halt gern Rockig mit dem gewissen etwas mag!
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am 1. Mai 2013
Die "Antenna" ist wie die anderen Platten von ZZ Top eine perfekte Mischung aus Rock/Blues/Bluesrock.
ZZTop können's einfach ;-)
Eine meiner Lieblingsscheiben von den Bärten !
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am 14. Februar 2001
um eines vorwegzuschicken: 5 sterne hat die CD nicht verdient, aber genausowenig nur einen. deshalb meine wertung um einen guten durchschnitt zu bekommen. nach den langweilern "afterburner" + "recycler" die genauso klangen wie sie hiessen ist "antenna" eine freudige überraschung. endlich wird wieder gerockt ohne ausschliesslich auf die verkaufsquote zu schielen. "girl in a t-shirt", "antenna head", "pincushion" sind stücke die wieder echt nach ZZ Top klingen. fazit: kein muss-kauf, aber dennoch viel besser als einiges was so unter bluesrock verscherbelt wird!
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am 4. August 2015
Musikalisch ein Super Album .aber der sound ist leider wie eigentlich bei allen ZZ top Alben nicht so besonders gut. hier sollte mal ein mastered Album Erscheinen sonst absolut Top
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am 8. Januar 2014
Eine der Lieblingsgruppen aus der Jugendzeit immer wieder faszinierender Musik und Variationen häufig anders als der Zeitgeist - daher auch heute noch sehr beliebt
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am 22. Januar 2016
True to fashion. Southern Rock at its finest. this littel ole band from Texas rocks and gets better and better.
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