Der diktatorische Herrscher Mister TV unterdrückt sein Volk, indem er den Menschen in seiner Stadt die Stimme wegnimmt. Keiner kann sprechen, die komplette "Stadt ohne Stimmen" ist verstummt, außer die Bewohnerin "La Voz - Die Stimme", sie verkörpert noch "Leben" in der scheinbaren Geisterstadt, da sie durch ihre betörenden südamerikanischen Lieder ihr Publikum verzaubert, doch Mr. TV möchte auch sie zum Schweigen bringen und La Voz' Sohn schwebt in Gefahr, denn auch er besitzt eine Stimme, von der keiner weiß...
Dieser Film ist wirklich sehr anspruchsvoll gestaltet, allein die Reihe der ganzen Effekte scheint schier unzählbar, denn die Untertitel allein repräsentieren eine Stummfilmästhetik, die man als heutiger Zuschauer so gar nicht kennt, zu dem kommt noch die Atmosphäre hinzu, der präsentierte Plot schreit geradezu vor Absurdität in der Darstellung dieser Kunst, d.h. die retro-futuristischen und dystopischen Elemente kommen sehr ausgeprägt vor und bestärken natürlich den Sci-Fi-Gehalt in diesem Film. Wie im Stummfilm wird hier auch sehr viel auf die Mimik gesetzt, Gesichter werden haushoch vergrößert und sollen so Macht und Autorität ausstrahlen, diese Gesichter entwickeln sich schon zu Fratzen und Visagen, die vor lauter stummem Lachen und Zähne zeigen nur geradezu so Angst einflößend, übermächtig, verzerrt und schaurig wirken. "La Antena" könnte man als Filmklasse für sich bezeichnen, durch das Stumme und die Schwarz-Weiß-Sequenzen im ganzen Film hindurch wirkt der ganze Streifen sehr düster, zwar fast schon unrealistisch, aber dann doch wieder packend, überzeugend und existenzialistisch spielend mit den Ängsten der Menschheit. Auf jeden Fall ist es ein sehenswertes filmisches Einzelgänger-Werk, das durch seine zunächst vorhandene Fremdheit zu verwirren scheint und sich dann doch als logisch und künstlerisch wertvoll entpuppt.
Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.