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Antarktika.
 
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Antarktika. [Broschiert]

Kim Stanley Robinson
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 687 Seiten
  • Verlag: Heyne (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453187792
  • ISBN-13: 978-3453187795
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,4 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 265.268 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Überall Eis, darüber ein Sternenhimmel. Dunkler weißer Boden, der unter den Füßen dahingleitet. Ein weißer Berg, ummantelt von Eis, sticht vage schimmernd in den schwarzen Himmel. Ein Eisplanet, zu weit von seiner Sonne entfernt, um Leben zu tragen ... Doch dort, am Fuß schwarzer Klippen, die zu weißem Eis abfallen, ein schwaches elektrisches Knistern. Ein genauerer Blick: da -- die Quelle des Geräuschs. Ein Klumpen schwarzer Punkte, dicht an dicht. Unbeholfene Bewegungen. Schwarze Birnen im Frack ... Aliens."

Natürlich handelt es sich in Wirklichkeit um Kaiserpinguine -- und Kim Stanley Robinsons neuester Roman spielt nicht auf einem Eisplaneten, sondern in der Antarktis. Während in einer nahen Zukunft die Bewohner der übrigen Kontinente unter den Auswirkungen des Treibhauseffektes leiden, lebt hier eine kleine Gemeinschaft von Wissenschaftlern und Abenteurern nach ihren eigenen Gesetzen. Doch auch der sechste Kontinent kann sich nicht dem Griff der globalen Konzerne entziehen: Der Antarktis-Vertrag, der die Eiswüste unter Schutz gestellt hatte, ist ausgelaufen und die ersten Ölbohrer sind schon zur Stelle. Eine Gruppe von radikalen Umweltschützern will dabei nicht tatenlos zusehen, und in dieser Situation trifft Wade Norton ein, der sich im Auftrag eines kalifornischen Senators ein Bild von der Lage verschaffen soll. Es wird die Dienstreise seines Lebens.

Ohne Frage, Antarktika ist ein langatmiges, ein weitschweifiges Buch. Doch wie schon in seiner gefeierten Mars-Trilogie verwebt Robinson hier wissenschaftliche Präzision, Politik und Poesie zu einer solch dichten Mischung, dass auf keiner Seite Langeweile aufkommt. Wer gerne einmal eine Reise in eine der lebensfeindlichsten Gegenden unseres Planeten unternehmen würde -- mit diesem Buch kann man es tun, ohne den eigenen Sessel zu verlassen. Im Preis inklusive sind einige äußerst sympathische und intime Reisebekanntschaften, und viel Stoff für hitzige politische Debatten nach der Heimkehr. Die Antarktis lebt -- auf jeder Seite! (Und dickes Lob an den Übersetzer Peter Robert, der eine schwierige Aufgabe bravourös gemeistert hat!) --Birgit Will


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hervorragend 26. Juli 2004
Man sollte sich dieses Buch nehmen, die Angst vor den fast 700 Seiten überwinden und einfach unvoreingenommen loslesen. Robinson ist ein sehr detailverliebter Autor der hier die Antarktis beschreibt, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Erwarten darf man kein aktiongeladenes Buch mit Schlachten und Helden. Der Klappentext sagt, wie so oft nichts über den Inhalt aus. Vielmehr werden hier Menschen beschrieben, die sich für die Erde und eine außergewöhnliche Landschaft einsetzen . Sie machen hier neue Erfahrungen und verändern sich nachhaltig. Ob Robinson, dass Verhalten in Stürmen, Partys in Eishöhlen unter Forschungsstationen oder die Vorlesungsartigen Erklärungen von Wissenschaftlern beschreibt, läuft einem ein Schauer des Neuen über den Rücken und das Gefühl diesen Ort unbedingt einmal kennenzulernen wird übermächtig. Amundsen und Scott hätten Ihre wahre Freude hieran gehabt.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Die Handlung dieses Romans zu beschreiben fällt schwer, denn eigentlich gibt es gar nicht eine Handlung, sondern eine ganze Reihe von Handlungssträngen, die natürlich miteinander verbunden sind und sich an vielen Stellen treffen. Erschwerend kommt hinzu, dass Robinsons Hauptinteresse auch gar nicht der Handlung oder zumindest seinen Charakteren zu gelten scheint, sondern vielmehr einer genauen Beschreibung der Antarktis. Da werden die Landschaften der Antarktis ausführlich und wortgewaltig beschrieben, die verschiedenen Naturphänomene, das Wetter, die Geologie, die allgemeine Naturgeschichte und die Geschichte ihrer Erforschung in langen Passagen und mit viel Sachkenntnis wiedergegeben, so dass man manchmal glauben möchte, eine Art Sachbuch oder Reiseführer zu lesen. Auch auf die wenigen Hauptcharaktere geht Robinson genauer ein, wenn auch nicht ganz so ausführlich wie auf die Antarktis selbst. Dabei interessieren ihn aber weniger ihre Handlungen in der einige Wochen umspannenden Geschichte, sondern in erster Linie ihre Persönlichkeit und wie diese Persönlichkeit durch die Antarktis beeinflußt und verändert wird. Ach ja, die Handlung. Nun, ein paar Jahrzehnte in der Zukunft wird die durch den Treibhauseffekt bereits in Veränderung begriffene Antarktis zum Schauplatz einer Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Interessengruppen. Nach dem Auslaufen des Antarktisvertrages geht es um die Frage, was in Zukunft auf dem bislang streng geschützten Kontinent erlaubt sein soll und was nicht. Die Hauptcharaktere geraten mehr oder weniger zufällig in das Geschehen und tragen dazu bei, eine friedliche Lösung zu finden. Im Gegensatz zu dem, was uns der Klappentext Glauben machen will, hat der Roman mit Kampf und "Action" gar nichts zu tun und jeder der einen Krieg zwischen skrupellosen Großkonzernen und edelmütigen Ökoterroristen erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Der Roman ist stilistisch hervorragend geschrieben und von Peter Robert ebenso gut übersetzt worden, er hat überzeugende Charaktere und gute Dialoge, er hat aber leider keine Handlung, die in der Lage wäre, den Leser über die vollen 685 Seiten "bei der Stange zu halten" oder gar zu fesseln. Etwas mehr Handlung und etwas weniger Seiten hätten dem Roman sicher gut getan ...
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Im Kern handelt 'Antarktika' davon, wie Forscher, Öl-Prospektoren und Abenteuerreisende am Südpol infolge eines Anschlags von Öko-Terroristen um ihr Überleben kämpfen müssen. Kim Stanley Robinson entwickelt in seinem -nicht sehr utopischen- Roman mehrer Handlungsstränge nebeneinander, die jedoch immer wieder ineinander greifen.

Die Handlung baut sich sehr sorgfältig auf, alle Hauptcharaktere werden eigens ausführlich eingeführt, es gibt eine Vielzahl von sauber gestalteten Nebencharakteren, ausführliche historische Rückblenden, und epische Landschaftsbeschreibungen. Ausflüge in Soziopolitik, Feng Shui und Paläogeologie, sowie eine kritischen Analyse der Wissenschaftspraxis machen die Handlung nicht gerade leichtflüssiger.

Der Klappentext und die Umschlaggestaltung der Deutschen Taschenbuchausgabe vermitteln den Eindruck, daß die hier Verantwortlichen auch keine rechte Lust hatten, das Buch ganz durchzulesen.

Es ist ein sehr weitschweifiges Buch ohne rechte Höhepunkte, eher in der Tradition Russischer Klassiker. Allerdings fehlt es Antarktika an der psychologischen Tiefe dieser. Die Hauptcharaktere bleiben unglaubwürdig und leblos. Eine wichtige Gruppe wird nach 'deus ex machina'-Methode am Schluss der Handlung eingeführt. Eine emotionale Bindung und Interesse am Schicksal der Protagonisten bleibt aus - und damit auch die Spannung. Der Roman ist auch nicht gerade gut konstruiert - kleine Momente, in denen die Geschichte an Geschwindigkeit gewinnt sind wahllos verstreut, bauen aber keinen Spannungsbogen auf und verpuffen wirkungslos.

Für Fans der Antarktis möglicherweise interessant - ich empfehle es nicht.
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