Was in diesem Film gezeigt wird ist zunächst einmal ein Beziehungsgeflecht dreier Paare, ihre Rücksichtnahmen, ihr egoistischer, kompromissloser Eigenwille, ihre Emotionen zueinander und zu ihrem Umfeld
Sicherlich ist es nicht für jeden leicht den österreichischen Dialekt zu verstehen, doch zur Nor gibt es ja Untertitel, selbst in englischer Sprache.
Was mich so fasziniert ist nicht unbedingt der Inhalt des Filmes, sondern die Vermittlung des Ungekünstelten und die absolute Natürlichkeit, der Film fließt geradezu dahin, nirgendwo gibt es unnötige Längen und sämtliche Gefühle und Empfindungen werden direkt zum Ausdruck gebracht, es gibt nichts Kaschiertes oder Verstecktes, nichts Verklemmtes oder Verschleiertes.
Es sicherlich sehr weit hergeholt, wenn ich sage, dass mich der Film ein wenig, lediglich die oben benannten Attribute betreffend, an Pasolini, Warhol und Breillat erinnert.
Auch was sie sexuelle Freizügigkeit betrifft, muß ich feststellen, dass es nur ganz wenige Filme heutzutage gibt, die trotz der Jugnedfreigabe, und selbst darüber hinaus, so offen sind.
Ich muß auch zugeben, dass besonders die erste Hälfte des Filmes all diese Kriterien erfüllt, der zweite Teil wird dann, was die Offenherzigkeit in allen beschriebenen Bereichen betrifft, wesentlich verklemmter.
Trotzdem gebe ich 5 Sterne, denn dieses Wagnis, selbst wenn es nicht über den gesamten Film hin andauert, sollte belohnt werden.