Nach dem Ende von "Antares Episode 3" wurde sicher von vielen schnell der vierte Band gegriffen. Leos Cliffhanger sind einfach mörderisch. In Band 4 der Reihe wechseln die Schauplätze sich wieder ab, der Leser erfährt auch wieder mehr über die Vorgänge im Basislager und die Entwicklungen sind mehr als beunruhigend. Kim hat wohl Recht gehabt, als sie damals entschied, eigentlich nicht so schnell wieder auf eine solche Sternen-Expedition zu gehen. Leser für solch große Geschichten zu finden, wie Leo sie hier spinnt, sollte nicht schwer sein - es ist zu hoffen, dass sein Bekanntheitsgrad sich im deutschsprachigen Raum weiter erhöht.
Starke Kontraste malt Leo mit seinen Darstellungen der überaus weiblichen Protagonistinnen, die auch oft frei mit ihrem Körper und ihrer Sexualität umgehen, und den unterjochten Frauen in der Gruppe der religiösen Sektenanhänger. Diese müssen sich die Köpfe rasieren und aufblasbare Anzüge tragen, so dass Männer ja nicht von den Körperformen der Frauen erregt werden können. Dass die Atmosphäre beim Aufeinandertreffen so unterschiedlicher Welten hochexplosiv ist, bleibt keine Überraschung. Leo, der es wie kaum ein anderer versteht, die menschliche Anatomie - insbesondere die weibliche - unverfälscht und sehr realistisch zu zeichnen, spielt hier mit den Extremen. Seine Menschen sind einfach rundum echt, sowohl körperlich als auch in ihren Handlungen.
Leider müssen nun aber alle Leo-Fans erst einmal warten, denn der nächste Band ist noch nicht veröffentlicht. Aber wenn es so weit ist, werden ganz sicher alle Antares-Anhänger sofort ins Shuttle springen und sich auf die Reise ins Unbekannte machen ...