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Verträumte Melodien, poetische Texte, ausgefallene Softrock-Arrangements: Der singende Schotte Midge Ure setzt die Musik seiner alten Band Ultravox mit anderen Mitteln fort. Pulsierende Synthesizer tauscht er gegen Star- Bassisten wie Ark King ein, und Kate Bush kam für ein Duett ins Studio.
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"Früher hatte ich ein Image wie Cliff Richard, aber die Umstände haben mich dazu gebracht, mich mit ernsthafteren Dingen zu beschäftigen." Acht Jahre ist es her, daß Midge Ure bei Ultravox den Drahtzieher für viele New-Wave-Puppen spielte. Der Mann aus Glasgow verzierte seine Songs reichlich mit Synthi-Stuck, und heraus kamen Hits wie "Vienna", "Dancing With Tears In My Eyes" oder "All Stood Still", die in den Tanztempeln für Bewegung sorgten. Doch dank der tatkräftigen Mitarbeit an Bob Geldofs "Live Aid"-Projekt, das ihn auch in die Slums von Äthiopien führte, wurde der Pop-Entertainer Midge Ure nachdenklich - Kostprobe aus seinem neuen Album "Answers (To Nothing)": "Lieber Gott, gib mir Liebe für die Einsa- men, Essen für die Hungrigen, Frieden in einer rastlosen Welt". Das Lied "Dear God" sang er erstmals beim Mandela-Konzert in London. Im Vergleich zu früheren Ultravox-Aufnahmen schleppen neue Titel wie die Ballade "The Leaving" oder das folkloristisch angehauchte "Take Me Home" weit weniger Bombast mit sich herum. Midge Ure hat wohl gemerkt, daß weniger oft mehr ist. Dennoch gaben sich im Aufnahmestudio die Gaststars die Klinke in die Hand: Mark King von Level 42 zupfte den Baß, die UB-40-Brüder Ali und Ro- bin Campbell spielten Gitarre, Big-Country-Schlagzeuger Mark Brzezicki rührte die Trommeln, und Kate Bush zirpte mit Midge Ure im Duett: "Sister And Brother" heißt dieses schönste Stück des Albums. ** Interpret.: 6-9
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