ANSTIFTUNG ZUM INNEHALTEN, das bedeutet Müßiggang zu üben und einmal richtig alle Fünfe von sich zu strecken. Alfred Komarek ist es gelungen, einen kurzweiligen und vergnüglichen Kurztrip über Gott und die Welt zu schaffen.
Die Zeit nutzen oder verschwenden, das ist die Frage, und wenn schon verschwenden, dann aber richtig. Alfred Komarek nimmt sich selbst als Beispiel, sieht sein Buch gar als Streitschrift gegen sich selbst. Dabei berichtet er vergnüglich und humorvoll über sein eigenes Leben, wo sich mancher von uns durchaus wiederfinden wird.
Nicht alles so immens ernst zu nehmen, die Zeit auch mal zu nutzen, um innezuhalten, scheint die grundlegende Botschaft dieses heiteren und sogleich interessanten Werkes zu sein. Die Botschaft kommt an, jedenfalls bei mir hat sie eine Wirkung hinterlassen, da es mir oftmals schon so ging wie dem Autor.
Als Teil der Gesellschaft spart er auch nicht mit Kritik an dieser und spricht offen sicher jedem bekannte Wahrheiten aus.
Das Buch ist herrlich unterhaltsam, schon zu Beginn kommt mir ein breites Grinsen über's Gesicht, wenn er von seiner Manuskript-Fertigstellung schreibt, wie er als chronisch fauler Mensch es doch irgendwie fertigstellt und seine Tätigkeits-Motivation nach dieser erledigten Arbeit mit dem Intelligenzquotienten eines Pantoffeltierchens vergleicht. Wie oft habe ich schon das selbe gefühlt, wenn ich eine Aufgabe bewältigt habe. Aber anscheinend ist es bedeutsam, dann einfach mal innezuhalten.
Ein unterhaltsames Buch mit Wiedererkennungswert. Machen Sie es sich gemütlich und lesen Sie selbst.