Ich besitze bereits zwei Ladegeräte aus der alten Powerline-Serie (die schwarzen), darunter auch den Vorgänger dieses Gerätes. Gegenüber früher läßt sich feststellen, daß schon ein wenig am Ausstattungsumfang und an der Verarbeitungsqualität gespart wurde. Am auffälligsten ist das Fehlen der Entladetaste, die bei dieser Serie früher Standard war.
Auch die Kontaktierung der Akkus im Gerät ist nicht mehr so gut wie früher. Damit meine ich, daß AAA-Akkus keinen allzu guten Halt haben, weil sie aufgrund des Designs schräg im Gerät liegen und beim Laden in einer Wandsteckdose u.U. herausfallen könnten.
Schlußendlich sieht man auch dem Gehäuse an, daß es hier Sparmaßnahmen gab. Zwar ist der Hauptteil aus Aluminium, aber irgendwie wirkt die Bauweise nicht mehr so robust wie die der alten Serie.
Nichtsdestotrotz, das Gerät tut seinen Dienst zuverlässig. Positiv ist die Lademöglichkeit im Auto. Der einrastbare Netzstecker kann dazu abgenommen werden. Allerdings stehen dann die Kontaktfedern hervor und könnten beschädigt werden. Hier wäre es besser gewesen, die Anschlüsse tiefer im Gerät unterzubringen oder zumindest eine Abdeckung beizulegen.
Die Ladeanzeige hat mir früher auch besser gefallen. Das Gerät blinkt eimal alle 2 Sekunden, wenn es lädt und einmal jede Sekunde, wenn der Akku als defekt erkannt wurde. Das ist optisch nicht so gut zu unterscheiden wie das wesentlich schnellere Defekt-Blinken der alten Serie.
Das Ladegerät schaltet sich eine Stunde nach Ladeende komplett ab, um Strom zu sparen, allerdings nur wenn es am Netz hängt. Im Auto erfolgt keine Abschaltung. Ob so ein Feature nun bei einem Ladegerät besonders sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen, weil Ansmann keine Angaben zum Stromverbrauch während der Erhaltungsladung macht. Jedenfalls wäre gerade im Auto die Abschaltung sinnvoll, um ggf. die Batterie zu schonen. Ansonsten sollte man bedenken, daß bei normalen Akkus nach der Abschaltung die Selbtentladung wieder einsetzt. Wenn man sie also sehr lange im Gerät läßt, sinkt die Kapazität dadurch wieder ab. NiMH-Akkus haben ihren größten Kapazitätsverlust in den ersten Tagen nach der Ladung. Am besten ist es deshalb, bei diesem Lader Akkus mit geringer Selbstentladung (z.B. Eneloop) einzusetzen.
Ein Punkt scheint mir hier noch wichtig: Die Anleitung beschreibt nicht, ob sich das Gerät sich auch dann abschaltet, wenn Akkus als defekt erkannt wurden. Das wäre insofern problematisch, als der Anwender dann nicht mehr erkennen könnte, ob und welche Akkus defekt waren und somit nicht geladen wurden. Ich konnte diesen Fall mangels defekter Akkus leider nicht testen.