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Leben und Ansichten von Maf dem Hund und seiner Freundin Marilyn Monroe: Roman [Gebundene Ausgabe]

Andrew O'Hagan , Anette Grube
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

5. April 2011
Im November 1960 schenkte Frank Sinatra Marylin Monroe einen Hund. Sein Name war Maf, Er hatte einen ausgezeichneten Instinkt für das 20. Jahrhundert. Für Politik. Für Psychoanalyse. Für Literatur. Für Innenausstattungen. Dies ist seine Geschichte... Andrew O'Haggans hündischer Held bietet uns einen urkomischen Blick in sein komplexes Leben und das einer von uns heiß geliebten Ikone. Durch Mafs Augen erfahren wir mehr über Monroes eigenes Leben, aber auch über eine der außergewöhnlichsten Phasen des 20. Jahrhunderts - die Sechziger Jahre.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: S. Fischer Verlag; Auflage: 1 (5. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100540220
  • ISBN-13: 978-3100540225
  • Originaltitel: The Life and Opinions of Maf the Dog, and His Friend Marilyn Monroe
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 141.540 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Andrew O'Hagan kam 1968 in Glasgow zur Welt. ›Leben und Ansichten von Maf, dem Hund, und seiner Freundin Marilyn Monroe‹ ist sein vierter Roman. Für seine Bücher erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und zwei Booker-Prize-Nominierungen. Er zählt zu den wichtigsten literarischen Autoren Großbritanniens. Andrew O'Hagan lebt in London.

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Kundenrezensionen

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Indigoblaue Stimmungen 9. Juni 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Maf hält nicht viel von Frank Sinatra. Alles in seiner Wohnung ist irgendwie orange. Die Wände, der Teppich, einfach alles. Hunde können orange nicht sehen, aber Sinatra strahlt selbst soviel orange Energie aus, dass auch Maf orange bemerkt. Orange und Rot sind aggressive Farben. Maf hingegen ist ein Hund mit indigoblauen Stimmungen.
Mit diesem schlauen Kerl sieht man hinter die Facette der Swinging Sixties, der goldenen Hollywood-Filmjahre. Marilyn Monroe lebt ihr letztes Jahr und Maf, ihr treuer Begleiter, ist immer an ihrer Seite. Er fühlt mit, macht sich viele Gedanken und wird immer von der Sehnsucht nach Gerechtigkeit geführt.
"Leben und Ansichten von Maf..." ist eine anspruchsvolle Lektüre, in der sehr viel philosophiert wird. Manchmal war mir der ganze Monolog zwischen verschiedenen Hunden, die über griechische Philosophen diskutieren (ja, hier können Tiere untereinander reden) oder bekannten Persönlichkeiten (mir waren sie selten bekannt) zu abgehoben. Ich musste manche Sätze mehrmals lesen und viel Nachdenken, was nicht unbedingt negativ zu bewerten ist. Hatte ich mich erst einmal eingelesen, kam ich immer schneller hinter den Sinn der Gespräche, auch wenn diese sehr hochstilisiert sind. Maf ist eben nicht auf den Kopf gefallen und vertritt die Weisheit der Tiere.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hollywood und das Leben 20. Mai 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Mafia Honey ist sein voller Name. Kurz aufgewachsen in Charleston, Sussex, in einer Familie sich durchaus zuwendender Menschen und eines Hausmädchens namens Mrs. Higgins.

Der vorhergehende Wurf, das waren die Schlauen, keine Frage. Aber dieser hier mitsamt dem 'Malteser', mit dem sich Mrs. Higgins zu Beginn des Buches intensiver beschäftigt, dass sind die Charmanten. Schön und charmant. Gute Voraussetzungen für den weiteren Lebensweg des kleinen 'Maltesers', denn kein geringerer als 'The Voice' Sinatra wird diesen Hund der strahlendsten Filmgöttin jener Tage, Marilyn Monroe, zum Geschenk machen. Keine geringere als Natalie Wood's Mutter reist nach England, um den kleinen Hund wohlbehalten in die neue Heimat zu bringen. Übrigens, wie Sinatras Assistentin betonen wird, 'das einzig nützliche Geschenk, dass Frank je gemacht hat'.

Schon diese ersten Namen zeigen, dass in diesem Buch die 'goldene Ära' Hollywoods zum Leben erweckt werden wird. Und die Charakterisierung durch seine Assistentin zeigt (und das im Verlauf des Buches nicht nur, was Sinatra angeht), dass O'Hagen seine Sicht von der Innenseite her, nicht von der fast heiligen Betrachtung von außen her entwickelt. Maf nun wird seinen Weg auf vier Beinen innerhalb dieser illustren Gesellschaft verbringen und zugleich seine Zuneigung zum 'einfachen' Volk nicht hinten anstellen

Und durchaus schlau ist er zudem, da hat sich Mrs. Higgins vielleicht ein wenig getäuscht. Bodenständig klug, könnte man sagen, denn in all dem Getümmel Hollywoods jener alten, großen Tage macht sich Maf seine Gedanken. Treffsicher fasst er das Leben in kurze Sätze zusammen, ebenso treffsicher kann sich der Leser auf seine Menschenkenntnis verlassen, denn die Vielzahl der Personen und Persönlichkeiten, die im Buch bei der Monroe ein und ausgehen wird von ihm aufmerksam betrachtet und präzise in ihrem Wesen erfasst. Denn das, ist, so sagt es Maf nicht ohne Überheblichkeit, das größte Talent des Hundes. Dass er die wahren Gedanken jener erspürt und behält, auf die er trifft.

Intensiv recherchiert und wunderbar formuliert lässt Andrew O'Hagen mit den Erlebnissen und Einsichten von Maf, dem Hund, nichts weniger zu Worte kommen als den Mythos des 'american dream'. Zu einer Zeit, in der Stars noch wirklich unerreichbare, glänzende Sterne am Himmel waren und die nackte Realität vom Betrachter gar nicht gewusst werden wollte.

Natürlich ist, neben Maf, Marilyn die eigentliche Hauptfigur. Auf Schritt und Tritt begleitet der Hund den Star, selbst im Friseursalon, in dem Kenneth absolutes Hundeverbot ausgesprochen hat, nachdem sein geliebter Hund und Wegbegleiter durch einen Unfall um sein Hundeleben kam, ist Maf die einzige Ausnahme. Für Marilyn Monroe tut jeder alles. Nur nicht das Eigentliche. Denn O'Hagen spinnt in seinem Buch nicht alte und bekannte Geschichtchen durch die Seiten, sondern entfaltet das Bild einer ganzen Epoche in der Person Marilyn Monroes.

Anhand ihres Versuches, das eigene Image zu ändern, als ernsthafte Schauspielerin und Person gesehen zu werden statt nur als das begehrenswerte Blondchen, erlebt Maf mit dem Leser mit, wie abwehrend und chauvinistisch das Umfeld mitsamt Arthur Miller (dem 'sozialistischen' Schriftsteller, der für sich selbst allerdings das Geld überaus liebte, wie Marilyn freimütig erzählt) auf solch Versuche eines eigenen Weges reagiert. Marilyn ist für jeden eben eine konkrete Illusion und hat das gefälligst auch zu bleiben. Bis sie daran zerbricht.

Altklug, überheblich, treffsicher, beständig kommentierend und mit klarer, eigener Meinung, so schickt O'Hagen seinen vierbeinigen Protagonisten ins Rennen und versteht es doch, an den entscheidenden Stellen leise und sensibel aufzuzeigen, dass die Fassade eines Menschen nicht das Leben ausmachen kann. Voller Humor, aber auch mit Drama, gelingt ihm so eine Entzauberung der 'alten Welt' des Starrummels und ein Verweis auf die Notwendigkeit, den ganz eigenen Weg wirklich zu gehen und sich nicht in der eigenen Fassade festhalten zu lassen. So, wie Maf ihn durchaus geht. Ein ganz wunderbares Buch.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der beste Freund der besten Freundin 24. Juli 2011
Von Tonio Gas TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Wer möchte das nicht gerne? Marilyn Monroe so nah wie der besten Freundin sein? Oder sie wieder zum Leben zu erwecken? Für letzteres muss man ein guter Autor sein, für Ersteres... "Maf", Marilyn Monroes Hund während ihrer letzten zwei Lebensjahre. "Maf" heißt eigentlich "Mafia Honey" (Kunststück, wenn er ein Geschenk von Frank Sinatra ist). Und Andrew O'Hagan stellt sich vor, was Maf aus seiner sehr persönlichen Nähebeziehung zu "MM" alles zu berichten hätte. Dabei ist O'Hagan nicht nur der Schreiberling im Kielwasser der Verehrten, der wiederkäut, was man halt über sie weiß oder zu wissen glaubt. Er ist ein gewitzter, kluger, scharfsinniger und doch respektvoller Schriftsteller. Hiermit gelingt ihm einiges.

Dennoch hinterlässt das Buch einen zwiespältigen Eindruck, man möchte sich einmal Hellmuth Karasek und Marcel Reich-Ranicki vorstellen, wie sie anhand dieses Werks das "Literarische Quartett" wiederaufleben lassen. Karasek dürfte begeistert sein von O'Hagan, der sich nicht nur in Marilyn Monroe hineinversetzen kann, sondern en passant noch gleich die ganze US-Intellektuellenszene der frühen 1960er Jahre und vieles mehr aufspießt, dies alles mit Kenntnis, (haha) Biß und Verve. Ranicki könnte entgegnen, dass das schon sein möge, aber er nicht wisse, warum er sich für diese Szene interessieren solle; er schwärmt für die Aufbereitung der großen universellen Themen wie Liebe, Tod, Verrat. O'Hagan hat hingegen ein Nischenbuch geschrieben, darin nicht schlecht, aber sehr voraussetzungsvoll. Das Buch dürfte polarisieren, stellt es doch eine der großen Fragen der Literatur wie der Kunst im Allgemeinen, auf die es keine allgemeingültige Antwort gibt: Ist gerade ein Werk gelungen, welches auch ohne Bildungshintergrund und/oder Insiderwissen anspricht, weil es kongenial von den ewigen Themen des Lebens erzählt, oder zeugt es gerade umgekehrt von hohem Niveau, wenn der Autor bei seinem Thema viel Vorwissen voraussetzt? O'Hagans Buch geht extrem in die zweitgenannte Richtung, und es geht dabei so weit, dass viele Passagen schlicht unverständlich, witz- und belanglos sind, wenn man dieses Vorwissen eben nicht hat. Ein Beispiel (S. 44): Natalie Wood meint, sie wisse ALLES über Mütter, da sie schon die Töchter von Bette Davis, Maureen O'Hara, Claire Trevor und Gene Tierney gespielt habe. Dazu Maf: "Natalie übertrieb. Sie hatte nie Joan Crawfords Tochter gespielt." Der trockene Satz ist ein echter Brüller, eine lässig hingerotzte Anspielung auf die Crawford einerseits und auf die Querverbindungen zwischen Kunst und Leben andererseits. Wenn man halt weiß, dass Ann Blyth 1945 ein unglaublich bitchy Rabenaas von Crawford-Tochter gespielt hat ("Mildred Pierce", Regie: Michael Curtiz) und dass die Horrorgeschichten zwischen der realen Joan Crawford und ihrer Adoptivtochter Christina Legion sind.

So geht es die ganze Zeit. Wer sich für Hollywood und die US-intellektuelle Szene der frühen 1960er Jahre nicht interessiert, den wird dieses Buch nicht eines besseren belehren können. Wer in dieser Welt zu Hause ist, wird aber recht gut unterhalten. Der Rezensent hat sicherlich nicht alle Anspielungen verstanden, möchte aber in aller Bescheidenheit behaupten, mit zahlreichen von ihnen gut zurechtgekommen zu sein. Damit kommt das Buch knapp an die vier Sterne heran - aber selbst aus der Perspektive des Filmnarren mischt sich unter viel Gutes noch ein nicht ganz unbedeutender Kritikpunkt. O'Hagan ist gelegentlich Opfer seiner erzählerischen wie intellektuellen Brillanz. Er will zu viel in einem einzigen Buch. Es geht bei weitem nicht nur um Marilyn Monroe, um Frank Sinatra, Natalie Wood, um Schriftsteller, um Kennedy, um MMs Analytiker... O'Hagan nimmt gleich noch so verschiedenartige Themen und Personen mit wie... hier nur einige: Greta Garbo, Jean Renoir, Douglas Sirk, John Stuart Mill, immer wieder Trotzki, Tom und Jerry, die Cartoons der UPA vs. Disney, Dalton Trumbo, Richard Wagner und die Nibelungensage, Emily Bronte, natürlich Gott und Jesus, Emma Bovary, und wir erfahren, dass der Hund von Auguste Renoir "Bisou" hieß - immerhin, ein schöner Name. Eine gewisse Chuzpe hat es, dass O'Hagan die Personen aus verschiedenen Kategorien so schroff zusammenprallen lässt wie etwa in einer Diskussion über abendländische Geistergrößen und klassische US-Cartoons. Das Buch wird dadurch jedoch auch sehr sprung-, episoden-, flatterhaft - und angeberisch. Schaut her, was ich, O'Hagan, alles weiß. Da sei es dem Rezensenten gegönnt, dem Angeber selbst ein paar Angaben zu machen. Dass Jerry-Maus zunächst "Jinx" geheißen hätte, dürfte falsch sein. In "Puss Gets The Boot" (1940), der als Referenz herangezogen wird, war die Maus namenlos (vgl. Leonard Maltin, "Of Mice and Magic", 1980, die klassische Enzyklopädie des US-Cartoons, bzw. den Film selbst). Dass der Regisseur Douglas Sirk als Hans Detlef Sierck geboren wurde, ist ein oft kolportierter Irrtum; sein Name war Detlef Sierck (Hans Detlef Sierck hieß sein Sohn). Nur mal so, Mr. O'Hagan... Bätsch! Das alles gildet nicht!

Das von intellektueller Blüte zu intellektueller Blüte hüpfende Werk ist also gelegentlich kalt. Man fragt sich, was die zugegeben oft brillanten Stellen zu einem Ganzen macht, was das Buch mehr werden lässt als eine Sammlung guter Einfälle - was es eine ERZÄHLUNG werden lässt. Dies ist: Marilyn Monroe, auf die sich der Autor stärker hätte konzentrieren sollen. MM erscheint leider erst auf Seite 79, aber schon der erste Auftritt ein Genuß, wie sie da sitzt im Spitzenkleid, telefonierend, "den Kopf nach hinten geneigt, die Augen auf das Licht gerichtet". Aber anhand des Gesprächsinhalts (ihrem Bemühen um bessere Rollen) erkennen wir sofort den Menschen hinter der Diva. MM ist O'Hagans Thema, hier schreibt er nicht nur für den Kopf, hier schreibt er auch fürs Herz, hier hat er Leidenschaft, Respekt, Liebe, Wehmut, Emphase, Tragikomik, Würde. Er kann, soweit dem Rezensenten ein Urteil hierüber möglich ist, sich in die Monroe hineinversetzen. Er schafft immer wieder Stimmungsbilder, die das Sensible, Emphatische, Aufrichtige unterstützen. Selbst wenn er wieder seine Tricks einsetzt, die bezüglich Monroe so gar nichts Selbstzweckhaftes oder Prätentiöses haben. So sagt die Monroe im Central Park einmal (S. 120): "Ich liebe es, den vorbeifahrenden Schiffen zuzusehen", was den Rezensenten aus welchem Grunde auch immer an die Schleppkähne in der Garbo-Verfilmung von "Anna Christie" erinnerte, die am gleichen Ort entlangschippern. Und eine halte Seite später geht es TATSÄCHLICH um Anna Christie und um Monroes Schwierigkeiten, daraus einen Teil für das Actor's Studio zu spielen!

Über Marilyn Monroe ist viel Unsinn gesagt und geschrieben worden. O'Hagan gelingt hingegen, sie ernst zu nehmen, sich dem Menschen zu nähern, auch das Kluge in ihr herauszustellen - vielleicht, wie eben nur Hunde unverstellt fühlen können, was den Menschen oder zumindest manchen Menschen verborgen bleibt, wenn sie das Sexbombenimage vor Augen haben. Wie man jedoch am zitierten Erstauftritt Monroes schon sieht (und durchgängig bestätigt bekommt), verbindet O'Hagan dies mit dem Preisen von Monroes unnachahmlichem Appeal, auf diese Weise gängige Vorurteil aufbrechend, dass gerade bei Frauen immer nur die eine oder die andere Seite zu haben sei, die Sexbombe oder der authentische und gar nicht blondinenwitzdumme Mensch. In den Passagen, in denen es um Marilyn geht, gelingen O'Hagan Liebeserklärungen von berührender Schönheit und gleichzeitig variationsreicher Originalität, wenn er z.B. Monroes Appeal nicht nur auf Blondhaar und Busen reduziert, sondern eine Aura mit allen Sinnen beschreibt (dies sollte man wörtlich nehmen, denn hier geht es auch um zauberhafte Düfte, also um den Sinn, der bei Hunden am besten ausgeprägt ist).

Achtung, es folgt ein Spoiler am Ende des folgenden Absatzes.

Wenn es um Marilyn Monroe geht, gelingt O'Hagan auch ein erzählerischer Bogen: Zunächst verbindet er sein scharfzüngiges Lästern mit seiner berührenden Anteilnahme für MM, wenn er etwa eine Sitzung mit ihrer Analytikerin beschreibt, die letztlich mehr von sich erzählt und daher ihre eigenen Probleme auswalzt, statt der Patientin bei den ihren zu helfen. Wie Marilyns Niedergang eingeleitet wird, ist wieder so eine gelungene Verknüpfung der scharfsinnigen Beobachtung mit der wehmütigen Anteilnahme. Sie sagt zu einem Witz (S. 289): "Das ist lustig." Dazu Maf: "Wenn jemand etwas Komisches erzählt, neigen viele Amerikaner dazu, 'das ist lustig' zu sagen, während Europäer eher lachen. Marilyn hatte immer zu letzteren gehört, doch während der Zeit, bevor die Filmaufnahmen zu Something's Got to Give begannen, entglitten meinem Frauchen ihre natürlichen Reaktionen." Besser kann man eine kulturelle mit einer individual-menschlichen Beobachtung nicht verknüpfen! Der letzte Satz des Buches ist dann von einer berührenden Schönheit, dass es für vieles zwischendrin entschädigt. Nachdem Maf ein paar Seiten zuvor mit Frauchen über Forest Lawn geschlendert war und der Leser (leider wieder nur der Eingeweihte) damit ahnt, dass das Buch mit dem Tode der großen Monroe enden oder zumindest auf ihn vorausblicken wird, gönnt uns O'Hagan noch einmal den Hauch des großen Zaubers, den MM verbreiten konnte - ganz wie es sich für einen Hund gehört: "... Lesen Sie weiter... ›
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