Ansgar Brinkmann ist eine Marke, die man im deutschen Fußball so bald nicht wieder finden wird. Er hatte immer Hummeln im Hintern, auf dem Platz sowieso, aber genauso auch außerhalb. Offen, ehrlich und ohne Starallüren dribbelte und stolperte er sich durch eine ungewöhnliche Karriere. Jetzt ist er endlich erwachsen, ruhiger geworden und schreibt sein Buch. Es hat Spaß gemacht, das zu lesen. Ich kaufe ihm die Geschichten alle ab, so kurios sie teilweise sind. Besonders gefreut hat es mich, dass er die Insel Juist erwähnt hat, wo ich ihm auch ein paar Mal begegnet bin.
Trotzdem gibt es von mir zwei Sterne Abzug für sein Buch: es sind einige chronologische Ungereimtheiten drin, die der Lektor hätte bemerken müssen. Außerdem hätte sich Ansgar seine Fußball- und Lebensweisheiten gegen Ende des Buches meiner Ansicht nach sparen können. Aber vielleicht will er hier Werbung in eigener Sache machen, schließlich strebt er ja einen Posten (Trainer?) in der Branche an.
Fazit: ein lesenswertes Fußballbuch, in dem es weniger um Tore und Titel geht, amüsant, aber auch mit Schwächen.