Pressestimmen
Eine informative, vor allem gut lesbare Arbeit. Wer sich mit dem Phänomen des Dissidententums im so genannten real existierenden Sozialismus seit den späten sechziger Jahren beschäftigen möchte, wird um diesen Band nicht herumkommen. (Deutschlandfunk)
Obwohl die Themen der Beiträge von der Nietzsche-Rezeption bis zur Statistik von Inoffiziellen Mitarbeitern unter Philosophen reicht, hat Herzberg ein sehr persönliches Buch vorgelegt, das in erster Linie eigene Erfahrungen beschreibt. Es bietet reichlich Stoff für jeden, der sich in Zukunft mit dieser Philosophie beschäftigen wird. (Sächsische Zeitung)
Kurzbeschreibung
Zwischen dem 17. Juni 1953 und der Herbstrevolution 1989 war das Jahr 1956 die große Chance der Intelligenz, die Last des Stalinismus abzuwerfen. Das Buch zeigt im Detail, wie diese Chance trotz des zeitweiligen politischen Rückzugs der SED-Führung nur zaghaft genutzt und letztlich vertan wurde. Trotz der vielen Proteste gegen die fehlende Demokratisierung gab es 1956/58 nur wenig alternative Entwürfe. Woran lag das, warum blieben die Vorstellungen von einer Erneuerung der Gesellschaft so begrenzt, weshalb kam es zu keiner konsequenteren Opposition? Der Verfasser legt dazu ein Konzept der »verzerrten Kommunikation« zwischen Parteiführung und Intelligenz vor, mit dem er alle Schattierungen zwischen Konsens und Dissens sowie die verschiedenen Verhaltensweisen der Intelligenz aufzudecken und zu verstehen versucht.