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Anorexia nervosa und subjektive Krankheitstheorien: Was sehen (ehemals) magersüchtige Frauen als Ursachen für ihre Erkrankung?
 
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Anorexia nervosa und subjektive Krankheitstheorien: Was sehen (ehemals) magersüchtige Frauen als Ursachen für ihre Erkrankung? [Taschenbuch]

Annemarie Rettenwander
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 258 Seiten
  • Verlag: Logos Berlin; Auflage: 1 (März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832508228
  • ISBN-13: 978-3832508227
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.332.645 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Bereits Fritz Heider hat vorgeschlagen, Psychologen sollten - anstatt eigene Theorien vorzustellen - den Theorien derer Gehör schenken, die sie untersuchen. Sein grundlegendes Argument war, dass Menschen nach ihren eigenen Überzeugungen bezüglich der Ursachen und Wirkungen ihres Verhaltens handeln und nicht nach den Überzeugungen von Freud, Skinner oder sonst jemandem. Bei der Lektüre der Flut an Literatur zum Thema Magersucht fällt auf, dass zur Frage nach den Ursachen für diese Erkrankung meist entweder Fachleute wissenschaftlich publizieren oder (ehemals) betroffene Frauen ihre Erlebnisse und Gedanken in Buchform veröffentlichen. Selten kommt es jedoch vor, dass in wissenschaftlichen Studien der Fokus darauf gerichtet wird, was die Frauen selbst über die Ursachen ihrer Erkrankung denken. Es scheint fast so, als würden Wissenschaftler und Betroffene getrennt voneinander ihr Dasein fristen. Diese Arbeit stellt einen Versuch dar, beide Sichtweisen zu vereinen.

Das Buch richtet sich an Psychologinnen und Psychologen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Ärztinnen und Ärzte, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, in der Krankenpflege tätige Personen und andere Berufsgruppen, die sich mit der Behandlung magersüchtiger Frauen beschäftigen. Nicht zuletzt wendet sich dieses Buch auch an Betroffene.

MMag. Dr. Annemarie Rettenwander ist Psychologin und Erziehungswissenschaftlerin. Sie arbeitet als Universitätsassistentin im Fachbereich Allgemeine Psychologie am Institut für Psychologie der Universität Innsbruck/Österreich. Daneben ist sie als klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin und Supervisorin in freier Praxis tätig.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Klar und einfühlsam 4. Juni 2005
Von "mirwag"
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist ein Beispiel dafür, dass wissenschaftliche Arbeiten auch interessant und allgemein verständlich geschrieben werden können. Annemarie Rettenwander beleuchtet das Thema Magersucht, über das in den letzten Jahren so viel publiziert worden ist, von einer neuen Seite. Endlich ein Buch, das nicht nur über magersüchtige Frauen spricht, sondern ihnen selbst eine Stimme gibt. Seit den Arbeiten von Hilde Bruch habe ich wenig gelesen, was so klar und einfühlsam ist, wie dieser Text von Annemarie Rettenwander.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht nur für Fachleute 17. April 2005
Format:Taschenbuch
Daß Magersucht ein ernstzunehmendes Problem ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Annemarie Rettenwander untersucht dieses Problem aus einer Perspektive, die bisher kaum beachtet wurde: Ihr Thema sind die subjektiven Krankheitstheorien von magersüchtigen Frauen, also das, was diese Frauen selbst über die Ursachen ihrer Krankheit denken.

Zwar ist die Arbeit eine wissenschaftliche Studie und vor allem die Kapitel über Methodik und die Ergebnisse verschiedener psychologischer Testverfahren sind vermutlich nur für Fachleute interessant. Diese Teile können aber von der LeserIn problemlos übersprungen werden. Dafür liefern die Kapitel über Anorexia nervosa und über subjektive Krankheitstheorien einen sehr guten Überblick zum medizinischen Erkenntnisstand und den psychologischen Theorien über die Ursachen dieser Erkrankung.

Kern der Arbeit sind aber die subjektiven Krankheitstheorien, die die Autorin aus ihren ausführlichen Interviews mit ehemals magersüchtigen Frauen rekonstruiert und mit zahlreichen Zitaten illustriert. Dadurch wird sehr anschaulich, was diese Frauen über ihre eigene Magersucht denken, worin sie die Ursachen sehen und wie, nach ihrer Erfahrung, mögliche Wege aus der Krankheit aussehen können.

Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch - nicht nur für Fachleute, sonder auch für Betroffene und deren Angehörige.

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