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Anonymus.
 
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Anonymus. [Taschenbuch]

Russell Andrews , Uwe Anton , Michael Kubiak
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nacht für Nacht erwacht der große Mann schreiend aus dem immer gleichen Traum. Die Schreckensbilder aus der Vergangenheit treiben ihn schließlich zur Beichte bei einem befreundeten Priester. Kurz darauf jagt der große Mann sich mitten in einer Sitzung eine Kugel in den Kopf. Father Patrick, im Besitz eines ungeheuren Beichtgeheimnisses, taucht sofort unter. Schnitt. In einem Nest im Süden der USA wütet derweil ein Killer, fieberhaft auf der Suche nach Momma One-Eye, der alten Hebamme des Ortes.

Einen Monat zuvor hatte die berühmte Verlegerin Maggie Peterson den talentierten, aber erfolglosen Autor Carl Granville beauftragt, aus den mysteriösen Tagebuchaufzeichnungen einer anonymen Schreiberin einen Bestseller anzufertigen. Granville, dem das Manuskript mit dem Titel "Gideon" portionsweise von einem unheimlichen Fremden überbracht wird, wittert die Chance seines Lebens. Was er nicht weiß -- die Hinterlassenschaft, an der er unter absoluter Geheimhaltung arbeitet, sollte die gesamte Welt bis ins Mark erschüttern!

Hinter dem Pseudonym Russell Andrews verbirgt sich ein mit diversen Literaturpreisen ausgezeichneter Drehbuchschreiber. Dies bestätigt die Versiertheit, mit der er den Leser allein durch die im Prolog angelegten Handlungsstränge in unruhigste Erwartungshaltung versetzt. Was dann folgt, ist ein aberwitziger, zum Bersten spannender Plot, der es einem schlicht unmöglich macht, seine Nachtruhe zu finden, bevor man nicht die Lösung in Händen hält.

Granville geht es ähnlich. Wer ist diese unbekannte Tagebuchschreiberin, die mit ihrem Sohn in den 50er-Jahren in ärmlichen Verhältnissen lebte? Was wurde aus dem hochintelligenten Jungen, der seinen einjährigen Bruder in einem Eifersuchtsanfall mit einem Kissen erstickte, nur um mit seiner Mutter ungestört weiterleben zu können? Und wer ist Gideon? Die Brisanz dieser Aufzeichnungen wird Granville spätestens klar, als Maggie Peterson brutal ermordet aufgefunden wird -- und man ihn für den Mörder hält. Granvilles Flucht und seine Recherchen führen in den tiefen Süden der USA, in vergangene, düsterste Schuldverstrickungen -- und dann wieder in Schwindel erregende Höhen. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Die Intrige von Anonymus ist mit einer so unbeschreiblichen Leichtigkeit gesponnen, dass der Leser förmlich hinweggefegt wird." (Clive Cussler.)

Kurzbeschreibung

Von einem bedeutenden New Yorker Verlag bekommt der junge Autor Carl Granville einen interessanten Auftrag: als Ghostwriter soll er anhand von Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Dokumenten unter absoluter Geheimhaltung ein Buch verfassen. Bei der Sichtung des Materials stößt er auf einen lange zurückliegenden, erschütternden Kriminalfall. Jetzt beschäftigt Granville nur noch eine Frage: Wer ist der anonyme Besitzer dieser Unterlagen, der allein von einer beispiellos grausamen Tat zu wissen scheint? Carl Granville ist ein junger, erfolgloser Autor. Eines Tages bekommt er die Chance seines Lebens: Maggie Peterson, die erfolgreichste Verlegerin New Yorks, engagiert ihn als Ghostwriter - für ein Honorar von 250.000 Dollar und unter der Bedingung des absoluten Stillschweigens. Wenig später überbringt ihm ein geheimnisvoller Bote das Material, aus dem Granville sein Buch machen soll: Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Dokumente, in denen alle Namen und Orte geschwärzt sind. Granville stürzt sich in die Arbeit. Aus den bruchstückhaften Dokumenten setzt sich ein erschütterndes Schicksal zusammen: Der anonyme Autor schildert darin, wie ein elfjähriger Junge in den fünfziger Jahren einen Mord begeht. Doch wer ist dieser Junge, dessen Geschichte noch nach fünfzig Jahren soviel Sprengstoff birgt? Und wer ist der anonyme Autor, der allein von dieser grausamen Tat zu wissen scheint?
Als in Granvilles Umgebung ein Mord nach dem anderen geschieht, weiß er, dass er selbst in höchster Gefahr ist.

Über den Autor

Russell Andrews ist ein Pseudonym. Dahinter verbirgt sich ein Autor, der nicht nur schon mit etlichen Literaturpreisen ausgezeichnet worden ist, sondern auch für zahlreiche Filme die Drehbücher schrieb. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Auszug aus Anonymus von Russell Andrews, Uwe Anton, Michael Kubiak. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Carl breitete schließlich die Arme aus und erklärte, die Wohnung sei wunderschön. Dann wagte er den Sprung und fügte schnell hinzu, wie sehr es ihn freue, daß sein Roman ihr gefalle, daß der Roman eine sehr persönliche Angelegenheit und sehr wichtig für ihn sei, die ganze Idee mit dem Basketball-Trainer in einer Kleinstadt und was aus ihm wird, als er einen Spieler entdeckt, wie es ihn in einer Generation nur einmal gibt. Er wollte ihr noch sagen, wie sehr er sich darüber freute, daß sie glaubte, sein Buch könne ein Erfolg werden, als sie ihn unterbrach, indem sie gebieterisch die Hand hob und unverblümt sagte: "Ihr Roman ist einen Dreck wert." Carl schnappte nach Luft. Sie bemerkte es nicht einmal. Sie war vollauf damit beschäftigt, Mineralwasser in ein Kristallglas mit Eiswürfeln zu gießen. Ihm bot sie nichts an. "Der Roman ist zu gut, um auf dem Markt Erfolg haben zu können", fuhr sie fort. "Doch ich werde ihn verlegen. Und ich werde die Sache professionell durchziehen - ein schmuckes Leseexemplar, Lesungen in den guten unabhängigen Buchhandlungen, den drei oder vier, die es noch gibt ..." Carl schüttelte verwirrt den Kopf. "Vielleicht habe ich etwas nicht mitbekommen. Warum wollen Sie sich mit einem Buch einlassen, das sich nicht verkaufen wird?" "Weil ich will, daß Sie etwas für mich schreiben, das sich verkaufen wird. Eine große Sache. Ich spreche von der Nummer eins auf der Bestsellerliste. Hören Sie mir zu?" "Worauf Sie sich verlassen können", sagte Carl. Er bemerkte, daß sie eine komplette Wand mit Originalfotos von Nan Goldin geschmückt hatte. Es war eine beunruhigende Zurschaustellung von Junkies, Transvestiten und verschiedenen Körperteilen. "Ich habe eine so unglaublich heiße Sache an Land gezogen, daß wir es als Schnellschuß machen. Schnell geschrieben, noch schneller auf den Markt gebracht. Das, was wir uns normalerweise für Terroranschläge, Kriege oder verstorbene Mitglieder von Königshäusern aufsparen." Während Maggie sprach, erhellte sich ihr Gesicht, als sei Heiliger Abend und sie habe gerade das Geschenk bekommen, das sie sich schon immer gewünscht hatte. "Ich habe eine Insider-Quelle in Washington. Eine bestimmte Person hat eine erstaunliche und durch und durch wahre Geschichte zu erzählen. Wenn diese Story veröffentlicht wird, wird sie den Verlauf der Geschichte verändern."
"Übertreiben Sie da nicht ein wenig", erwiderte Carl skeptisch. "Ich meine es völlig ernst. Dieses Buch wird den Lauf der Geschichte verändern." "Wer ist die Insider-Quelle?" "Ein Anonymus. Jemand, der aus persönlichen Gründen nur als Gideon bekannt werden möchte."
"Ein Anonymus", wiederholte Carl. "Na schön ... aber wer steckt wirklich dahinter?" Maggie leerte ihr Glas, sie beugte sich vor und betrachtete ihn aus zusammengekniffenen Augen. "Zuerst einmal müssen Sie über diesen Anonymus wissen, daß Sie nicht die geringsten Antworten über ihn bekommen werden. Und das ist auch schon alles, was Sie über ihn wissen müssen. Sie werden ihn niemals kennenlernen, Sie werden nie mit ihm sprechen, Sie werden keinen Kontakt mit ihm haben. Also sparen Sie sich die Mühe, Fragen über ihn zu stellen. Gideon befindet sich in einer äußerst empfindlichen Position. Und hat schreckliche Angst davor, entlarvt zu werden. Er wird es nur mit mir zu tun haben. Verstanden?" "Nein", sagte Carl langsam und runzelte die Stirn. "Dann halten Sie den Mund und hören Sie zu." Die Worte kamen über ihre Lippen wie Salven aus einem Maschinengewehr, schnell, brutal und leidenschaftslos. "Ich brauche einen Ghostwriter. Jemanden, der schreiben kann, denn mein Anonymus kann es nicht. Zumindest nicht gut genug für ein Buch. Überdies brauche ich jemanden, der das als Roman hinbekommt - einen spannenden, handwerklich einwandfreien Roman. Denn sollte Apex versuchen, den Stoff als Sachbuch zu veröffentlichen, werden sie uns auf ein paar Milliarden Dollar Schadenersatz verklagen." "Wer?" "Ich wiederhole mich wirklich nicht gern", erwiderte sie gereizt. "Sie werden über den Anonymus von mir keine Antworten bekommen." "Hören Sie, ich bin vielleicht ziemlich schwer von Begriff", sagte Carl, "aber wie soll ich ein Buch schreiben, wenn ich nicht die geringste Ahnung habe, um wen oder was es sich handelt?" "Ich spreche von einem Schnellschuß", fauchte Maggie, als würde das seine Frage beantworten. "Ich werde Sie mit Informationen versorgen, mit höchst vertraulichen Informationen, die direkt an Sie weitergegeben und aus denen sie einen erzählenden Text machen werden. Sie werden mir Ihren Text Kapitel für Kapitel aushändigen, und ich werde ihn redigieren, während sie weiterschreiben. Das Timing ist von ausschlaggebender Bedeutung. Das Buch muß in sechs Wochen auf den Markt kommen. Verstehen Sie?"
"Nein. Ich verstehe nur Bahnhof." "Was müssen Sie sonst noch wissen?" fragte sie.
"Fangen wir mal damit an, warum Sie ausgerechnet auf mich gekommen sind."
"Weil ich einen Niemand brauche." "Vielen Dank, daß Sie das klargestellt haben."
"Tut mir leid, falls das rücksichtslos klingt", sagte sie. "Aber einen erfahrenen Journalisten kann ich auf keinen Fall an die Sache heranlassen - er würde versuchen, hinter die Identität von Gideon zu kommen. Und bei einem bekannten Romanautor bekäme ich es mit Ego-Problemen zu tun. Die würden alle wollen, daß ihr Name auf dem Buch steht."
"Was, wenn ich will, daß meiner daraufsteht?" "Ich brauche einen richtigen Ghostwriter, jemand, der nicht darauf besteht, genannt zu werden, und der Stillschweigen darüber bewahrt. Niemand darf wissen, daß Sie an dieser Sache arbeiten. Sie dürfen es keiner Menschenseele erzählen - nicht einmal Ihrer Freundin." "Zuerst einmal arbeite ich noch nicht an der Sache. Und zweitens ... Ich habe zur Zeit keine Freundin." "Natürlich, die Sache mit Amanda ist doch seit ... seit mittlerweile einem Jahr vorbei?" Er legte den Kopf schief und musterte Maggie aus zu sammengekniffenen Augen. "Sie machen Ihre Hausaufgaben, was?" Maggies Lippen dehnten sich leicht verkniffen aus. Er fragte sich, ob das ihr Lächeln war. "Sie haben keine Geschwister", sagte sie, "Ihre Mutter ist vor vier Jahren gestorben, und Sie und Ihr Vater sprechen kaum miteinander." "Was wissen Sie sonst noch über mich?" "Ich weiß alles über Sie, Carl." Er zögerte, fuhr mit dem Daumen über das Kinn. "Ich glaube selbst nicht, daß ich das sage, ich meine, daß ich das Ihnen sage, aber ich glaube, ich passe." Sie sah ihn schockiert an. Er fragte sich, ob noch nie zuvor jemand nein zu ihr gesagt hatte. "Ich lasse mich nicht gern drängen", erklärte er. "Besonders, wenn ich völlig im Dunkeln stehe. Ich neige dazu, überall anzustoßen und mich zu verletzen." Maggie seufzte müde und verdrehte die Augen, als sei er ein aufsässiges Kind. Dann griff sie hinüber und hob eine Aktentasche aus weichem Leder hoch, die auf dem Boden stand. Sie legte sie auf den funkelnden Couchtisch, öffnete sie und holte eine Hochglanzbroschüre heraus. Es war der Herbstkatalog von Apex. Wortlos schlug sie ihn in der Mitte auf. Die doppelseitige Anzeige besagte:

GIDEON
NEU IM AUGUST ... DIE EXPLOSIVSTE
ENTHÜLLUNGSGESCHICHTE ALLER ZEITEN!
SIE IST SO GEHEIM, SO KONTROVERS,
DASS WIR IHNEN NICHT EINMAL SAGEN KÖNNEN, WORUM ES GEHT - AUSSER,
DASS ES NOCH NIE EIN BUCH WIE DIESES
GEGEBEN HAT!
STARTAUFLAGE:
EINE MILLION EXEMPLARE

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