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Anonyma - Eine Frau in Berlin
 
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Anonyma - Eine Frau in Berlin

Nina Hoss , Jewgeni Sidikhin , Max Färberböck    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Rezensionen

Produktbeschreibung

Der neue Film von Erfolgsproduzent Günter Rohrbach (DIE WEISSE MASSAI, SCHTONK!, DAS BOOT) beruht auf den Tagebuchaufzeichnungen einer bis heute anonym gebliebenen Autorin und greift die bis heute tabuisierten Vergewaltigungen deutscher Frauen durch Soldaten der Roten Armee am Ende des zweiten Weltkriegs als Thema auf. Regie führte Max Färberböck (AIMÉE & JAGUAR), der auch das Drehbuch geschrieben hat.

ANONYMA – EINE FRAU IN BERLIN
mit: Nina Hoss, Evgeny Sidikhin, Irm Hermann, Jördis Triebel, Ulrike Krumbiegel, Rosalie Thomass, Sandra Hüller, Juliane Köhler, Rüdiger Vogler und als Gast August Diehl
Regie & Drehbuch: Max Färberböck
Produzent: Günter Rohrbach
Eine Constantin Filmproduktion in Co-Produktion mit Tempus Film, in Zusammenarbeit mit dem ZDF

April 1945. Die Rote Armee marschiert in Berlin ein. In einem halb zerstörten Wohnhaus werden die Frauen Opfer von Vergewaltigungen. Eine von ihnen ist Anonyma (NINA HOSS), einst Journalistin und Fotografin. In der Not fasst sie den Entschluss, sich einen russischen Offizier zu suchen, der sie beschützt. Und es geschieht, worauf sie am wenigsten gefasst war. Es entsteht eine Beziehung zu dem Offizier Andrej (EVGENY SIDIKHIN), die sich wie Liebe anfühlt, wäre da nicht die Barriere, die sie bis zum Ende Feinde bleiben lässt.

Der Film stützt sich auf die Tagebuchaufzeichnungen einer bis zu ihrem Tod anonym gebliebenen Autorin, die als einzige Frau über die bis heute tabuisierten Vergewaltigungen deutscher Frauen durch Soldaten der Roten Armee am Ende des zweiten Weltkriegs berichtet hat. Das Buch ist ein einzigartiges historisches Dokument, das weltweit Aufsehen erregt und nach seiner deutschen Neuauflage im Jahre 2003 alle Bestsellerlisten gestürmt hat.

Die Hauptrolle der Anonyma spielt Nina Hoss (DIE WEISSE MASSAI), die im vergangenen Jahr für den Film YELLA bei den Internationalen Berliner Filmfestspielen mit dem Silbernen Bären als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. Auch alle weiteren Rollen sind prominent besetzt, darunter die Trägerin des Deutschen Filmpreises Sandra Hüller (REQUIEM), die Fassbinder-Ikone Irm Hermann, Jördis Triebel (zuletzt filmpreisnominiert für EMMAS GLÜCK), August Diehl (DIE FÄLSCHER), Wim Wenders-Star Rüdiger Vogler und Juliane Köhler (DER UNTERGANG). Alle sowjetischen Soldaten werden von russischen Schauspielern gespielt, darunter der Kino- und Theaterstar Evgeny Sidikhin.

Movieman.de

Sich zu fragen, wie viele Frauen im besetzten Deutschland vergewaltigt wurden, scheint in Anbetracht der riesigen Zahlen von ermordeten Juden fast schon als eine Anmaßung. Aber immerhin war auch der zweite Weltkrieg vornehmlich ein Krieg der Männer und in einem solchen sind die Frauen immer Opfer, ganz gleich, auf welcher Seite sie stehen. "Anonyma" erzählt von diesen anonymen, gedemütigten Frauen, insbesondere von der Geschichte einer besonders mutigen unter ihnen. Das Thema ist nach wie vor brisant, denn es ist bis heute nicht leicht, über das Vergangene zu sprechen. Generationen beschäftigen sich noch immer mit der Aufarbeitung der Kriegsereignisse, da kommt einem die Berechtigung eines Nachkriegsstoffes fast sogar fragwürdig vor, dabei trägt gerade dieser zu einer Aufarbeitung bei. Die Zeit schreitet voran und immer neue Holocaustfilme machen das Vergangene auch nicht ungeschehen. Aus dieser Perspektive betrachtet ist "Anonyma - Eine Frau in Berlin" eine mutige und nicht sofort zu verurteilende Arbeit. Auch die Tatsache, dass man sich auf eine authentische literarische Vorlage hat stützen können, ist ein Pluspunkt des Filmes, der eine Gratwanderung zwischen Dokument und Erzählung anstrebt, sich nach innen sensibel, nach außen aber - und damit ist ausstattungstechnisch gemeint - recht pompös gibt. Das zerbombte Berlin wurde mit erheblichem Aufwand rekonstruiert. Nina Hoss ("Die weiße Massai", "Yella", "Jerichow") meistert zwischen diesen Trümmern eine schwierige Rolle wie immer mit Bravour. Herzstück des Filmes ist dann aber tatsächlich die unmögliche Liebesgeschichte, die vielleicht sogar einen Tick zu beschönigt wirkt. Insgesamt ist "Anonyma" ein mutiger Film, der glücklicherweise nicht aalglatt aufgeht, im Gegenzug vielleicht aber auch nicht genug verstört, denn wie derb es tatsächlich zugegangen ist, das möchte man gar nicht sehen. Somit demonstriert der Film dezent aber deutlich, wer die schwerer Leidtragenden im Krieg sind: wohl weniger die mit heldenhaften Narben davongekommenen Soldaten als deren Frauen, die den Rest ihres Lebens zu schweigen verdammt sind.Fazit Ein mutiger Schritt.

Moviemans Kommentar zur DVD: Die grauen Farbtöne der zertrümmerten Stadt werden von der DVD mit großem Facettenreichtum wiedergegeben. Aber nicht nur natürliche Farbtöne sehen sich plastisch umgesetzt, auch leuchtendes Rot oder schimmerndes Blau zeigen sich harmonisch auf die Umgebung abgestimmt und zwar ohne dabei zu überstrahlen. Die Kontraste sehen sich bewusst einen Tick hochgezogen, wodurch sich in dunkleren Szenen schwarze Kleidungsstücke nicht ganz deutlich von der Umgebung absetzen. Dennoch wirken die Kontraste griffig und angenehm fürs Auge, da die durch die erhöhten Kontraste entstehende Optik besonders scharfkantig wirkt. Der griffige Eindruck entsteht aber auch durch die hervorragenden Schärfewerte die auch in dunkleren Einstellungen feine Details aufweisen. Das klare Bild weist kaum eine Spur von Rauschen auf und auch die Kompression arbeitet vorbildlich. Eine hübsche Arbeit! Nicht nur direkt gefilmte Bombeneinschläge nehmen den Raum wuchtig ein und scheinen den Zuschauer mit ihrer präzisen Schlagkraft fast schon selbst umzuhauen (Detonation, 00:03:04), auch entfernt einschlagende Bomben dröhnen enorm dumpf und tief grollend im Raum, was daran liegt, dass die Rears mit dem Subwoofer ein raffiniertes Zusammenspiel eingehen. Zwischen berstenden Szenen liegen immer wieder stille Momente (00:08:55), die den enormen Lärm in den Schießereien (00:09:10) besonders effektvoll zum Ausdruck kommen lassen. Es hagelt Schüsse aus so schnell wechselnden Richtungen, dass das Ohr mit seiner Wahrnehmungsaufgabe kaum hinter her zu kommen vermag. Die DTS-Fassung  bietet einen guten Schuss mehr Präsenz, was besonders dann auffällt, wenn man in einer sowieso schon lauten Szene die Spur wechselt. Angenehm volumenreich und rund schreiben sich die Stimmen der Darsteller ins Gehör ein, ohne dabei im Effektgewitter unter zu gehen. Auch aus den Rears dringen zu ausgewählten Zeitpunkten Sprachanteile (Schreie bei 00:26:23). Eine saubere Arbeit, die akustisch sehr eindrucksvoll ausfällt.  Kommentar:   Das Bonusprogramm der DVD besteht aus einer ausführlichen Dokumentation (16:25 Min.), die sich mittels Szenen vom Dreh und Kommentaren der Mitwirkenden mit den aufwändigen Dreharbeiten zum Film beschäftigt. Es folgen Interviews (23:43 Min.) mit den Darstellern Nina Hoss, Irm Hermann und Rüdiger Vogler sowie dem Regisseur Max Färberböck und dem Produzenten Günter Rohrbach, die vor allem im Fall von Nina Hoss, Max Färberböck und Günter Rohrbach sehr interessant ausfallen. Angenehm ist dabei, dass die besprochenen Themen durch kleine Kapiteleinblendungen angekündigt werden. Die Fragestellungen sind glücklicherweise intelligent gewählt, so dass oberflächliche Kommentare ausbleiben. Darstellerinfos zu Nina Hoss, Irm Hermann, Rüdiger Vogler und dürfen natürlich auch nicht fehlen. Als Programmtipps werden eine Vorschau auf den Film "Im Winter ein Jahr" (2:17 Min.), eine Trailershow mit vier Trailern (9:38 Min.) und eine DVD-Empfehlung angeboten.   --movieman.de

VideoMarkt

Beim Einmarsch der Roten Armee April 1945 in Berlin gehört Anonyma - Fotografin und Journalistin, gebildetes Bürgertum, Auslandsaufenthalte in London, Paris, Moskau - zu den Frauen, die von Russen vergewaltigt werden. Um nicht weiteren Männern zum Opfer zu fallen, sucht sie sich einen Beschützer und findet ihn im melancholischen Major Andrej, einem belesenen und Klavier spielenden Feingeist. Aus Berechnung und Pragmatismus entsteht ein nicht zu ortendes Gefühl, das Zuneigung zulässt inmitten der unmenschlichen Katastrophe.

Video.de

Nach "Aimee und Jaguar" wendet sich Max Färberböck erneut dramatischen Frauenschicksalen während des Zweiten Weltkriegs zu. Die großartige Nina Hoss gibt in dieser gewohnt sorgfältigen Produktion von Günter Rohrbach in einer fulminanten Performance die pragmatische Frau zwischen Mut und Verzweiflung, deren Erlebnisse auf anonym veröffentlichten Tagebucheinträgen basiert. Sehr gut ausgestattet und auch sonst top besetztes, überaus packendes Drama, das sich trotz seiner unbequemen Problematik durchsetzen konnte.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Drama, das das Tabuthema Vergewaltigung deutscher Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs nach den Tagebuchaufzeichnungen aufgreift.

Kurzbeschreibung

Der Film erzählt die Geschichte von Anonyma, einer Frau, die bis zu ihrem Tod anonym geblieben ist. Es sind ihre eigenen Aufzeichnungen im Berlin nach der deutschen Kapitulation im Frühjahr 1945.
Der Krieg ist längst verloren, die Bombardements der Engländer und Amerikaner aus der Luft werden abgelöst von der Eroberung der Stadt am Boden. Straßenzug für Straßenzug arbeiten sich die russischen Truppen vor und lassen die deutsche Bevölkerung ihren Hass spüren.
Um zu überleben, arrangiert sich Anonyma mit den Besatzern, denen sie und ihre Mitbewohner in ihrem Mietshaus hilflos ausgeliefert sind. Für sie, ebenso wie für viele andere Frauen, beginnt eine Zeit voller Demütigungen, Grausamkeiten und Vergewaltigungen.
Der Film bebildert ein emotionales und ergreifendes Stück Geschichte, über das lange geschwiegen wurde. Er porträtiert eine Frau jener Zeit, die den Mut hatte, für viele zu sprechen, die das gleiche Schicksal ereilte...

Produktbeschreibungen

Beim Einmarsch der Roten Armee April 1945 in Berlin gehört Anonyma, eine weitgereiste Fotografin und Journalistin, zu den Frauen, die von Russen vergewaltigt wird. Um nicht Opfer vieler weiterer Männer zu werden, sucht sie sich einen Beschützer und findet ihn im melancholischen Major Andrej, einem belesenen und Klavier
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