oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Anonyma - Eine Frau in Berlin
 
Größeres Bild
 

Anonyma - Eine Frau in Berlin

Nina Hoss , Jewgeni Sidikhin , Max Färberböck    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Noch 4 Stück auf Lager.
Lieferung bis Donnerstag, 16. Februar: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Videos ansehen



Wird oft zusammen gekauft

Anonyma - Eine Frau in Berlin + Eine Frau in Berlin: Tagebuch-Aufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945 + Freiwild: Das Schicksal deutscher Frauen 1945
Preis für alle drei: EUR 27,94

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Eine Frau in Berlin: Tagebuch-Aufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945 EUR 9,00

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Freiwild: Das Schicksal deutscher Frauen 1945 EUR 8,95

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Produktinformation

  • Darsteller: Nina Hoss, Jewgeni Sidikhin, Irm Hermann
  • Regisseur(e): Max Färberböck
  • Komponist: Zbigniew Preisner
  • Format: Dolby, DTS, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Highlight
  • Erscheinungstermin: 23. April 2009
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 126 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001ISKFSA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.223 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibung

Der neue Film von Erfolgsproduzent Günter Rohrbach (DIE WEISSE MASSAI, SCHTONK!, DAS BOOT) beruht auf den Tagebuchaufzeichnungen einer bis heute anonym gebliebenen Autorin und greift die bis heute tabuisierten Vergewaltigungen deutscher Frauen durch Soldaten der Roten Armee am Ende des zweiten Weltkriegs als Thema auf. Regie führte Max Färberböck (AIMÉE & JAGUAR), der auch das Drehbuch geschrieben hat.

ANONYMA – EINE FRAU IN BERLIN
mit: Nina Hoss, Evgeny Sidikhin, Irm Hermann, Jördis Triebel, Ulrike Krumbiegel, Rosalie Thomass, Sandra Hüller, Juliane Köhler, Rüdiger Vogler und als Gast August Diehl
Regie & Drehbuch: Max Färberböck
Produzent: Günter Rohrbach
Eine Constantin Filmproduktion in Co-Produktion mit Tempus Film, in Zusammenarbeit mit dem ZDF

April 1945. Die Rote Armee marschiert in Berlin ein. In einem halb zerstörten Wohnhaus werden die Frauen Opfer von Vergewaltigungen. Eine von ihnen ist Anonyma (NINA HOSS), einst Journalistin und Fotografin. In der Not fasst sie den Entschluss, sich einen russischen Offizier zu suchen, der sie beschützt. Und es geschieht, worauf sie am wenigsten gefasst war. Es entsteht eine Beziehung zu dem Offizier Andrej (EVGENY SIDIKHIN), die sich wie Liebe anfühlt, wäre da nicht die Barriere, die sie bis zum Ende Feinde bleiben lässt.

Der Film stützt sich auf die Tagebuchaufzeichnungen einer bis zu ihrem Tod anonym gebliebenen Autorin, die als einzige Frau über die bis heute tabuisierten Vergewaltigungen deutscher Frauen durch Soldaten der Roten Armee am Ende des zweiten Weltkriegs berichtet hat. Das Buch ist ein einzigartiges historisches Dokument, das weltweit Aufsehen erregt und nach seiner deutschen Neuauflage im Jahre 2003 alle Bestsellerlisten gestürmt hat.

Die Hauptrolle der Anonyma spielt Nina Hoss (DIE WEISSE MASSAI), die im vergangenen Jahr für den Film YELLA bei den Internationalen Berliner Filmfestspielen mit dem Silbernen Bären als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. Auch alle weiteren Rollen sind prominent besetzt, darunter die Trägerin des Deutschen Filmpreises Sandra Hüller (REQUIEM), die Fassbinder-Ikone Irm Hermann, Jördis Triebel (zuletzt filmpreisnominiert für EMMAS GLÜCK), August Diehl (DIE FÄLSCHER), Wim Wenders-Star Rüdiger Vogler und Juliane Köhler (DER UNTERGANG). Alle sowjetischen Soldaten werden von russischen Schauspielern gespielt, darunter der Kino- und Theaterstar Evgeny Sidikhin.

Movieman.de

Sich zu fragen, wie viele Frauen im besetzten Deutschland vergewaltigt wurden, scheint in Anbetracht der riesigen Zahlen von ermordeten Juden fast schon als eine Anmaßung. Aber immerhin war auch der zweite Weltkrieg vornehmlich ein Krieg der Männer und in einem solchen sind die Frauen immer Opfer, ganz gleich, auf welcher Seite sie stehen. "Anonyma" erzählt von diesen anonymen, gedemütigten Frauen, insbesondere von der Geschichte einer besonders mutigen unter ihnen. Das Thema ist nach wie vor brisant, denn es ist bis heute nicht leicht, über das Vergangene zu sprechen. Generationen beschäftigen sich noch immer mit der Aufarbeitung der Kriegsereignisse, da kommt einem die Berechtigung eines Nachkriegsstoffes fast sogar fragwürdig vor, dabei trägt gerade dieser zu einer Aufarbeitung bei. Die Zeit schreitet voran und immer neue Holocaustfilme machen das Vergangene auch nicht ungeschehen. Aus dieser Perspektive betrachtet ist "Anonyma - Eine Frau in Berlin" eine mutige und nicht sofort zu verurteilende Arbeit. Auch die Tatsache, dass man sich auf eine authentische literarische Vorlage hat stützen können, ist ein Pluspunkt des Filmes, der eine Gratwanderung zwischen Dokument und Erzählung anstrebt, sich nach innen sensibel, nach außen aber - und damit ist ausstattungstechnisch gemeint - recht pompös gibt. Das zerbombte Berlin wurde mit erheblichem Aufwand rekonstruiert. Nina Hoss ("Die weiße Massai", "Yella", "Jerichow") meistert zwischen diesen Trümmern eine schwierige Rolle wie immer mit Bravour. Herzstück des Filmes ist dann aber tatsächlich die unmögliche Liebesgeschichte, die vielleicht sogar einen Tick zu beschönigt wirkt. Insgesamt ist "Anonyma" ein mutiger Film, der glücklicherweise nicht aalglatt aufgeht, im Gegenzug vielleicht aber auch nicht genug verstört, denn wie derb es tatsächlich zugegangen ist, das möchte man gar nicht sehen. Somit demonstriert der Film dezent aber deutlich, wer die schwerer Leidtragenden im Krieg sind: wohl weniger die mit heldenhaften Narben davongekommenen Soldaten als deren Frauen, die den Rest ihres Lebens zu schweigen verdammt sind.Fazit Ein mutiger Schritt.

Moviemans Kommentar zur DVD: Die grauen Farbtöne der zertrümmerten Stadt werden von der DVD mit großem Facettenreichtum wiedergegeben. Aber nicht nur natürliche Farbtöne sehen sich plastisch umgesetzt, auch leuchtendes Rot oder schimmerndes Blau zeigen sich harmonisch auf die Umgebung abgestimmt und zwar ohne dabei zu überstrahlen. Die Kontraste sehen sich bewusst einen Tick hochgezogen, wodurch sich in dunkleren Szenen schwarze Kleidungsstücke nicht ganz deutlich von der Umgebung absetzen. Dennoch wirken die Kontraste griffig und angenehm fürs Auge, da die durch die erhöhten Kontraste entstehende Optik besonders scharfkantig wirkt. Der griffige Eindruck entsteht aber auch durch die hervorragenden Schärfewerte die auch in dunkleren Einstellungen feine Details aufweisen. Das klare Bild weist kaum eine Spur von Rauschen auf und auch die Kompression arbeitet vorbildlich. Eine hübsche Arbeit! Nicht nur direkt gefilmte Bombeneinschläge nehmen den Raum wuchtig ein und scheinen den Zuschauer mit ihrer präzisen Schlagkraft fast schon selbst umzuhauen (Detonation, 00:03:04), auch entfernt einschlagende Bomben dröhnen enorm dumpf und tief grollend im Raum, was daran liegt, dass die Rears mit dem Subwoofer ein raffiniertes Zusammenspiel eingehen. Zwischen berstenden Szenen liegen immer wieder stille Momente (00:08:55), die den enormen Lärm in den Schießereien (00:09:10) besonders effektvoll zum Ausdruck kommen lassen. Es hagelt Schüsse aus so schnell wechselnden Richtungen, dass das Ohr mit seiner Wahrnehmungsaufgabe kaum hinter her zu kommen vermag. Die DTS-Fassung  bietet einen guten Schuss mehr Präsenz, was besonders dann auffällt, wenn man in einer sowieso schon lauten Szene die Spur wechselt. Angenehm volumenreich und rund schreiben sich die Stimmen der Darsteller ins Gehör ein, ohne dabei im Effektgewitter unter zu gehen. Auch aus den Rears dringen zu ausgewählten Zeitpunkten Sprachanteile (Schreie bei 00:26:23). Eine saubere Arbeit, die akustisch sehr eindrucksvoll ausfällt.  Kommentar:   Das Bonusprogramm der DVD besteht aus einer ausführlichen Dokumentation (16:25 Min.), die sich mittels Szenen vom Dreh und Kommentaren der Mitwirkenden mit den aufwändigen Dreharbeiten zum Film beschäftigt. Es folgen Interviews (23:43 Min.) mit den Darstellern Nina Hoss, Irm Hermann und Rüdiger Vogler sowie dem Regisseur Max Färberböck und dem Produzenten Günter Rohrbach, die vor allem im Fall von Nina Hoss, Max Färberböck und Günter Rohrbach sehr interessant ausfallen. Angenehm ist dabei, dass die besprochenen Themen durch kleine Kapiteleinblendungen angekündigt werden. Die Fragestellungen sind glücklicherweise intelligent gewählt, so dass oberflächliche Kommentare ausbleiben. Darstellerinfos zu Nina Hoss, Irm Hermann, Rüdiger Vogler und dürfen natürlich auch nicht fehlen. Als Programmtipps werden eine Vorschau auf den Film "Im Winter ein Jahr" (2:17 Min.), eine Trailershow mit vier Trailern (9:38 Min.) und eine DVD-Empfehlung angeboten.   --movieman.de



Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 
(1)
(1)

 

 

Kundenrezensionen

18 Rezensionen
5 Sterne:
 (10)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
3.9 von 5 Sternen (18 Kundenrezensionen)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Man muss sich dafür schämen, ein Mann zu sein!, 12. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Anonyma - Eine Frau in Berlin (DVD)
"Anonyma - Eine Frau in Berlin" gehört für mich zu den Filmen, die einen sprachlos zurücklassen. Man möchte gerne etwas zu diesem Film sagen, aber man weiß nicht so genau, was. Es ist sehr schwer, etwas über diesen Film zu schreiben, weil es so leicht ist, etwas Falsches zu sagen. Wahrscheinlich ist das der Grund dafür, warum es hier bisher erst elf Rezensionen zu diesem Film gibt - er hätte wirklich mehr Meinungen verdient, denn es ist ein mutiger Film, auch wenn er sich aus gesellschaftlichen Gründen leider sehr verspätet hat.

Als ich diesen Film als Zweiteiler im Fernsehen gesehen habe, musste ich mich teilweise dafür schämen, ein Mann zu sein. Die gezeigten Massenvergewaltigungen der deutschen Frauen durch russische Soldaten haben in mir ein Gefühl des Ekels wachgerufen, das sich mit starken Schamgefühlen für meine eigene Männlichkeit und Mitleidsgefühlen für die geschundenen Frauen vermischt hat. Warum haben die Männer es damals nur so weit kommen lassen? Warum sind die Menschen so destruktiv veranlagt? Dass Krieg schrecklich ist, weiß jeder Mensch der halbwegs klar im Kopf ist, aber dass es in Wahrheit immer die Schwachen sind, die am meisten unter den Umständen leiden, das zeigt dieser Film. Die sexuelle Gewalt gegen Frauen wurde gezeigt, aber die gegen kleine Kinder wurde vermieden. Der Grund hierfür war wohl, dass die Realität doch zu grausam für das Medium Spielfilm ist, selbst wenn man die Ambition hat, so nah wie möglich an die Realität heranzukommen.

Als das Tagebuch der "Anonyma" (die übrigens in diesem Film sehr glaubwürdig von einer perfekt Russisch sprechenden Nina Hoss verkörpert wird) Ende der fünfziger Jahre in Deutschland erschien, da bezeichnete die patriarchalisch ausgerichtete Gesellschaft des Wirtschaftswunders es als einen Skandal und als Schande, so als wäre es irgendein obszöner pornografischer Roman und keine geschichtliche Realität, was dazu führte, dass die Verfasserin ihre grausamen Erlebnisse frühestens nach ihrem Tode veröffentlicht haben wollte. Jetzt gibt es ihr Tagebuch als Roman und auch als Film, aber es ist zu spät, denn die meisten Leidtragenden der damaligen Zeit, die von einer Publikmachung der damaligen Umstände auf sozialer Ebene profitieren könnten, sind bereits verstorben und die Menschen im Allgemeinen, auch die, die sich angeblich für Geschichte interessieren, können nicht mehr so viel damit anfangen. Es ist wohl wichtiger, in welchem Jahr die Berliner Mauer erbaut als was aus den Menschen wurde.

30 Minuten will "Anonymas" Freund Gerd (August Diehl) im Film brauchen, um sich der Frau bekannt zu machen, deren Herz er gerne erobern möchte. Aber 30 Minuten reichen anscheinend bei weitem nicht aus, um einen anderen Menschen wirklich kennen zu lernen. Man lernt einen anderen Menschen erst im gemeinsamen Verlauf des Lebens richtig kennen, wenn es schwierige Situationen gibt oder man harte Zeiten durchmacht und eben dieser Mensch, den man sich entschieden hat näher kennen zu lernen entweder zu einem hält oder einen fallen lässt... "Anonyma" hatte alles dafür getan, um sich ihrem für Hitler in den Krieg ziehenden Freund nach dessen Heimkehr trotz der zahlreichen Vergewaltigungen so präsentieren zu können wie vor diesen menschenverachtenden Ereignissen, nämlich mit Menschenwürde. Trotzdem wurde sie von ihm verlassen. "Anonyma - Eine Frau in Berlin" ist deshalb ein Film über eine starke Frau, für die die harte Zeit erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann und somit ein wichtiger Film für die heutige Zeit!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Zumindest ein Versuch am Tabu zu rütteln, 5. Juni 2009
Von 
S. Andre "Winston" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Anonyma - Eine Frau in Berlin (DVD)
Die Handlung des Films bewegt sich in der Beschreibung der Vorgänge in Berlin 1945 zwischen der Weichzeichnerlinse eines Guido Knopp und dem auf tendenziösen Seiten häufig kolportierten Augenzeugenbericht einer Leonore Geier über die Ereignisse beim Einmarsch der Sowjets im RAD-Lager Vilmsee / Neustettin.

Für einen deutschen Film hat Anonyma" sogar ein beachtliches Niveau und berührt ein Thema, welches gerne verschwiegen wird. Von den ca. 2 Mio vergewaltigten dt. Frauen, durften ca. 130.000 diese spezielle Form der Niederlage (bzw. Befreiung nach neuerer Sprachregelung) in Berlin erleben. Ca. 10% überlebten diese Art des Zusammentreffens nicht. Während Herr Knopp dies überwiegend dem Rassedünkel" der vergewaltigten Frauen zuschrieb, die sich anschließend umbrachten, verzichtet dieser Film auf diese Erklärungsversuche. Selbstverständlich darf der Hinweis auf die dt. Schuld nicht fehlen, der die Brutalitäten der Sieger teils erklären soll. Dass auch Frauen vergewaltigt wurden, die den Einmarsch der Roten Armee in ihrem Status als Zwangsarbeiterinnen berechtigterweise als Befreiung empfinden durften, thematisiert der Film nicht. Letztendlich ist es Mainstream-Kino mit ordentlich auf Schmutz und Not geschminkten Darstellern.

Es mag dem Filmbudget geschuldet sein, dass in der Zeit bis zum 1.5.45 kein Donnergrollen der Artillerie zu hören ist und sie Szenerie etwas mager ausgestattet ist, aber sogar eine in Originalfilmen zu sehende Szene über die Not der Berliner (alte Frau an einem Fass mit Resten von Lebensmitteln) wurde nachgestellt. Gleichwohl erscheinen die Gestalten seltsam wohlgenährt und nehmen trotz der im Zeitraum 4-6/45 desolaten Versorgungslage nicht ab.

Dem Zeitgeist ist es offenbar geschuldet, dass einige Figuren der literarischen Vorlage gestrichen wurden. Der bucklige Doktor, der es unter den Nazis trotz seiner kommunistischen Vergangenheit und seines körperlichen Makels zum leitenden Chemiker eines großen Mineralwasserbetreibes gebracht hat, musste ebenso verschwinden, wie der Anwalt, der sich von seiner jüdischen Frau nicht scheiden ließ und dies mit dem Leben büßte, während seine Frau von den Befreiern vergewaltigt wurde.

In den heutigen Zeiten des Jammers über Hartz4 & Finanzkrise erscheint eine Aussage von Anonyma" besonders bemerkenswert.

Die Summe der Tränen bleibt konstant". Ganz gleich, unter welchen Fahnen und Formeln die Völker leben; ganz gleich, welchen Göttern sie anhängen und welchen Reallohn sie beziehen: die Summe der Tränen, der Schmerzen und Ängste, mit denen ein jeder für sein Dasein zahlt, bleibt konstant. Satte Völker suhlen sich in Neurosen und Überdruß. Den im Übermaß Gequälten kommt, wie jetzt uns, Stumpfheit zu Hilfe. Sonst müsste ich ja von früh bis in die Nacht weinen. Ich tu´s so wenig wie die anderen. Es waltet da ein Gesetz. Freilich taugt , wer an die Unveränderlichkeit der irdischen Tränensumme glaubt, schlecht zum Weltverbesserer und überhaupt nicht zu heftiger Tat..............

Wo sie uns einordnen würde, dürfte ziemlich klar sein.

Das Buch zum Film sollte auch gelesen werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Entspricht nicht der Realität des Buches, 29. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Anonyma - Eine Frau in Berlin (DVD)
Ich habe vor kurzem eine Facharbeit über die Frauenvergewaltigungen durch die Rote Armee im 2.Weltkrieg geschrieben und habe Anonyma-Eine Frau in Berlin also auch gelesen und war geschockt über die Brutalität der Soldaten und ihrem Verhalten (auch wenn die Deutschen nicht besser waren).

Und nun habe ich auch den Film gesehen und bin sehr enttäuscht, da er relativ viele Abweichungen zum Buch darstellt. Natürlich kann man ein Buch nicht Eins zu Eins wiedergeben als Film, aber einfach mal das ganze Buch umzuschreiben und zu behaupten, dass die Autorin Gefühle für ihren Beschützer entwicklet habe, finde ich unerhört. Auch diese eifersüchtige russische "Soldatin" fand ich sehr unpassend..sodass der Film für mich persönlich schon fast in einen Liebesfilm mutierte...Frau wird bedrängt bzw. ist in Not und ein "Held" kommt und rettet sie und beide verlieben sich...

Schade eigentlich um das schöne Buch, denn die meisten werden nur den Film gucken, anstatt auch das Buch zu lesen...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
Die neuesten Kundenrezensionen











Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten

Legen Sie Ihre eigene Lieblingsliste an

Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:







Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de