MEDIA-BLOG / Medien-Management / February 11th, 2008
Anonymität im Netz ist relativ leicht machbar, wie das Buch beweist. Und die Nutzung von Anonymisierungswerkzeugen auf dem eigenen PC ist weder illegal, noch von der Vorratsdatenspeicherung betroffen. [...] Jens Kubieziel erläutert sehr anschaulich wie man mit wenigen Handgriffen seinen Windows-, Linux- oder Mac-Rechner zu einem Teil dieser Privatsphäre machen kann.
ekz-Informationsdienst, ID 50/07 - BA 2/08 - ID3000, Martin A. Lobeck
Ein Band für alle, die den gläsernen Surfer nicht besonders schätzen und gern mehr darüber erfahren, wie man sich derzeit davor schützen kann, allzu genau beobachtet zu werden. Dazu gibt es einfach zu installierende Programme, die ihre Ausflüge ins Internet verschleiern, ihren Ausgangspunkt anonymisieren. Durch Weiterleitung über verschiedene Server funktioniert das recht gut, leider aber auch auf Kosten der Geschwindigkeit. Der sehr fachkundige Autor beschreibt vor allem 2 Anonymisierungslösungen: "Tor" und "JonDonym". Beide sind im Internet leicht aufzufinden und kostenlos zu benutzen. Was man dann aber alles verändern und verbessern kann, ist ein Schwerpunkt-Thema in diesem wichtigen und sehr empfehlenswerten Buch, das dem grassierenden Kontrollwahn Paroli in kleiner Münze bietet. DSL-Surfer mit nicht sehr guten Übertragungsraten (kleiner als 6.000 kbit/s) müssen freilich mit erheblichen Verzögerungen bei den Antwortzeiten rechnen, werden also nur anonym surfen, wenn es wirklich nötig ist. - Mit erhöhter Nachfrage ist dank beschlossener VDS (Vorratsdatenspeicherung) zu rechnen.