Ten Years in Hell, wenn es eine Band schon fast zwanzig Jahre lang gibt? Bingo, Annihilator Mastermind Jeff Waters betreibt Vergangenheitsbewältigung und lässt die ersten 10 Jahre seiner Band Revue passieren. Logisch irgendwie, dass dann auch der Titel dieser DVD in Anlehnung an das bis heute unerreichte Banddebüt „Alice in Hell“ gewählt wurde.
Geboten wird einem auf diesem Doppelpackage eine unterhaltsame Zusammenstellung mit diversen Videos („Alison hell“, „Stonewall“, „Set the world on fire“, „King of the kill“, „21“, „Only be lonely“ und „Syn. kill 1“),, Behind the Scenes Berichten, Livemitschnitten („The Fun Palace - Live 1990“), sowie diversen Interviews, Fernsehauftritten (Kult der mit Krawatte bewaffnete Talkmaster aus Kanada, sowie die Verdutzheit von Waters und Pharr, die nicht einmal ihr Video ansagen konnten in einer Talkshow!) und Backstage-, und Studioszenen. Gegen Ende der ersten DVD serviert man noch einige Live-Mitschnitte, u.a. „Alison / Homicide“ live in Belgien 2000, „Ultraparanoia“ live 1996, das AC/DC-Cover „Live Wire“ live 1990, sowie „I am in command“ vom zweiten Auftritt mit Sänger Randy Rampage aus dem Jahre 1989.
Der zweite Teil der DVD lässt hauptsächlich in Jeff’s Worten diese ersten 10 Jahre an einem vorbeiziehen, Untertitel gibt es zwar keine, aber Jeff spricht klar akzentuiert, daher sollte ein Verstehen mit entsprechenden Englischkenntnissen nicht wirklich ein Problem sein. Es kommen auch diverse Ex-Bandmitglieder, wie Sänger Coburn Pharr (Wahnsinn, wie der verfallen ist!) und der langjährige Freund und Weggefährte John Bates zu Wort, warum Randy Rampage (veredelte „Alice in Hell“ und “Criteria For A Black Widow“) allerdings nicht auftaucht ist für mich irgendwie nicht nachvollziehbar, selbst bei allen Problemen die es da in der Vergangenheit gegeben hat.
Für Fans der Band sowieso eine Pflichtveranstaltung, aber auch all jene die wissen wollen warum „Alice in Hell“ und „Never Neverland“ noch heute als eine DER Metal Klassiker gelten, können hier ihre Wissenslücke stopfen!