Annie Bertram, Markenzeichen für Fotokunst der besonderen Art. Ihr fotografischer Blick ist verträumt, emotional. Ihre Porträts originell. Durch Essenz ausgezeichnet, geben sie Aufschluss über die Beziehung des Menschen zur Fiktion und umgekehrt. Ihre Sujets sind inszeniert; bauen neue Identitäten auf: Tagträume, Sehnsüchte, Märchen. Aber auch Alpträume.
Vertrautheit zwischen Personen und Kulissen - eine Art Verschmelzung, Synergie. Annies bevorzugte Schauplätze sind aussergewöhnliche, oft morbide Kulissen alter Fabriken und Häuser sowie mystische Naturschauplätze - Orte, denen das Skurrile, Obsolete, Geheime anhaftet. Dort zeigt sie, was oft übersehen wird - Gedanken, Gefühle, Schicksale. Diese Intention verstärkt die Fotografin durch den direkten, erzählerischen Blick, der zumeist weiblichen Protagonisten, in die Kamera.
Seit fünfzehn Jahren arbeitet Annie Bertram leidenschaftlich mit Menschen. Auf ihren Bildern versucht sie mehr als nur ein schön abgelichtetes Gesicht zu zeigen. Annie sucht den Menschen hinter dem Glanz, die Person hinter der Persona. "Der entscheidende, intime Augenblick, in dem das Model mich hinter seine Fassade blicken lässt, ist meine grösste Herausforderung."
Es folgen zahlreiche Publikationen und Ausstellungen. Shootings für Künstler, Bands und Modebrands. Videoproduktionen. Ihr zweites Buch "Wahre Märchen" ist als "Buch des Jahres 2008" ausgezeichnet und binnen kürzester Zeit ausverkauft. Gegenwärtig bereitet sich Annie auf die offizielle Veröffentlichung ihres aktuellen Buches "Obsolete Angels" vor, die im Rahmen internationaler Ausstellungen stattfindet. Zeitgleich arbeitet sie an ihrem nächsten Thema. "Dieses ist aber noch geheim!", verrät sie uns schmunzelnd.