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Anneliese Michel und ihre Dämonen: Der Fall Klingenberg in wissenschaftlicher Sicht
 
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Anneliese Michel und ihre Dämonen: Der Fall Klingenberg in wissenschaftlicher Sicht [Taschenbuch]

Felicitas D. Goodman , Georg Siegmund
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 364 Seiten
  • Verlag: Christiana-Verlag; Auflage: 5. A. (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 371710781X
  • ISBN-13: 978-3717107811
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 15 Jahren
  • Originaltitel: The Exorcism of Anneliese Michel
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 143.592 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Klappentext

Fünfzig Millionen Fernsehzuschauer sind 1978 mit dem "Aschaffenburger Exorzistenprozess" konfrontiert worden, einem erschütternden Schicksal der Gegenwart. Frau Prof. F. Goodman, Anthropologin an der Universität Ohio, schrieb darüber ein sensationelles Buch.

Über den Autor

Dr. Felicitas D. Goodman, geboren 1914 in Ungarn, lebte in Rumänien, Deutschland und in den USA, wo sie 2005 verstarb. Ihre Wahlheimat war in Cuyamungue/New Mexico. Dort gründete sie bei Santa Fe das Cuyamungue-Institut, in dem bis heute die Rituellen Körperhaltungen praktiziert und erforscht werden. In Europa wird ihre Arbeit über das Felicitas-Goodman-Institut weitergetragen

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36 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen ethnologische sichtweise, 8. März 2006
Von 
Nicola Uschkoreit (Leipzig, Sachsen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Anneliese Michel und ihre Dämonen: Der Fall Klingenberg in wissenschaftlicher Sicht (Taschenbuch)
anscheindend haben die vorherigen rezensenten nicht verstanden, worum es felicitas goodman ging. sie wollte nicht wissenschaftlich beweisen, dass anneliese michel von dämonen besessen war, sondern sie untersucht den fall aus ethnologischer sichtweise. frau goodman ist nämlich anthropologin, was die amerikanische entsprechung des deutschen ethnologen ist. und auf ihrem gebiet, nämlich der erforschung religiöser ausnahmezustände ist sie eine anerkannte wissenschaftlerin. frau goodman weiß aus feldforschungen, dass besessenheit in allen völkern dieser welt vorkommt. in brasilien gibt es sogar besessenheitsreligionen. die menschen geraten in trance und glauben eine gottheit nimmt von ihnen besitz. in trance zu geraten ist eine menschliche fähigkeit. es zweifelt ja beispielsweise auch niemand daran, dass es menschen gibt die hypnotisiert werden können. in unserer welt ist das in trance geraten natürlich nicht mehr so üblich wie in "indianischen" völkern. wichtig in dem fall anneliese michel ist es aber, dass ihre trance und die damit verbundene besessenheit von der religiösen gemeinschaft getragen beziehungsweise geglaubt wird. also entspricht es für anneliese und ihre freunde, eltern der wahrheit. für uns existieren die dämonen nicht für diese gruppe schon. für den glauben gibt es keine wissenschaftlichen beweise. und warum anneliese michel gestorben ist und durch den exorzismus nicht geheilt wurde,dass erklärt sie hypothetisch.da sie wissenschaftlerin ist bewertet sie ebenfalls nicht moralisch den katholischen volksglauben der anneliese michel.es ist natürlich erschreckend wie sehr das mädchen glaubt eine sünderin zu sein und sich ständig selbstkasteit. aber wie gesagt, dass buch soll ja nicht moralisieren und den katholischen volksglauben bewerten, sondern den fall analytisch darlegen. ich finde, dass ist frau goodman gelungen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ermahnung zur Ueberwindung des Glaubensrelativismus..., 12. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Anneliese Michel und ihre Dämonen: Der Fall Klingenberg in wissenschaftlicher Sicht (Taschenbuch)
Das Buch basiert auf dem im Fall Anneliese Michel für eine kritische Beurteilung zur Verfügung stehenden objektiven (Tonbandaufnahmen, Fotografien, naturwissenschaftlich fundierte medizinische Abklärungen, vergleichende Ethnologie) und subjektiven (psychologische Deutungen und christliche - speziell römisch-katholische - Bibelauslegung und Glaubenslehre, Zeugenaussagen) umfangreichen Informationsmaterial, was eine unvoreingenommene Beurteilung der sich präsentierenden Sachverhalte (Berücksichtigung sämtlicher potentiell möglichen alternativen Erklärungen) auf der Grundlage ganzheitlich-logischer Schlussfolgerungen durchaus ermöglicht. Zudem lässt sich das Material stichprobenweise im Internet auf Authentizität überprüfen (Fotos, Tonbandaufnahmen: Real Exorcism of Anneliese Michel). Eine wissenschaftliche Beurteilung hat auf einer logisch schlüssigen Interpretation des GANZEN zur Verfügung stehenden Informationsmaterials zu beruhen und darf letzteres nicht nur selektiv berücksichtigen. Zudem ist zu beachten, dass die Psychologie als im Gegensatz zu den Naturwissenschaften nicht exakte Geisteswissenschaft (philosophische Disziplin) lediglich subjektive Einschätzungen abzugeben vermag. Es ist unmöglich, aus subjektiver Information objektive zu generieren! Psychologische Erklärungsversuche im Sinne eines Aufbegehrens und Protests gegen ein als unterdrückend empfundenes konservativ-katholisches Umfeld, speziell Elternhaus, missachten die Tatsachen, dass Anneliese, wie Mitstudentinnen bezeugten, als sehr fromm galt ("Sie ist sehr religiös und lebt auch danach."),(freiwillig) Mitglied einer Rosenkranzgruppe war, Kirchen mit Holzbänken zum Hinknien bevorzugte und streng konservative Auffassungen in Bezug auf die Sittlichkeit sowie die Erteilung von Sakramenten (z.B. Eucharistie: Ablehnung von Laiendiensten) vertrat. Für eine (erzwungene) Scheinfrömmigkeit existieren keinerlei Beweise! Weiter belegen Tonbandaufnahmen eine unerklärlich stark entstellte, tiefe Stimme und die Verwendung für Anneliese völlig untypischer unflätiger Ausdrücke (üble Beschimpfungen), dies bei vernünftiger, jedoch oft mühseliger Sprechweise (Bewusstseinsstörung, Trancezustand?), wobei die dokumentierten Aussagen vielfach die mangelhafte Schriftgläubigkeit bei einem Teil des katholischen Klerus bzw. den Gläubigen, den Modernismus, den Relativismus und den Antitraditionalismus scharf kritisieren, dies stets aus der Perspektive des "Bösen" (erfreuliche kirchliche Zerfallserscheinungen). Es wird eindeutig zur Ueberwindung des Glaubensrelativismus (furchtbare Folgen schlechter Lebensweise - ewige Verdammnis; klare Warnungen: "Bei uns herrscht nie Ruhe, nie! Ich wurde verdammt, weil ich mein Amt so schlecht verwaltet hab'!") und zu echter Schriftgläubigkeit aufgerufen, dies unter Wahrung kirchlicher Traditionen, so wie dies Papst Benedikt XVI beständig fordert! Dabei fällt auf, dass die Aussagen KEINEN direkten Bezug zu Anneliese's eigenem Leben aufweisen. Merkwürdig ist auch, dass sich im Hirnstrombild (EEG) 1969 eine untypische niederfrequente Delta- und Theta-Aktivität (möglicher Hinweis auf Bewusstseinsstörungen, Hirnfunktionsstörung) unbekannter Ursache nachweisen liess, welche sich bei hinreichender Intensität in den von Anneliese beschriebenen Absenzen (Synkopen: Kurzer Bewusstseinsverlust) äussern kann. 1972 wurde sie ärzlicherseits interessanterweise als apoplektisch beurteilt (klinisches Bild einer Hirnschlagpatientin, jedoch ohne konkreten Befund). Die Ursache der im EEG dokumentierten möglichen Hirnfunktionsstörung, welche sich in Bewusstseinsschwankungen manifestieren kann, ist anhaltend nicht geklärt, repräsentierte jedoch möglicherweise die direkte oder indirekte (Fremdeinfluss: Dämonen) Ursache von Anneliese's Leiden. Völlig unerklärlich sind die von z.T. zahlreichen Zeugen beschriebenen Phänomene "verkrallte dicke Pfoten" (statt Hände), schwarze Augen (sonst blau: Pupillendilatation), verzerrtes Gesicht, Klopfen in Fussboden, Zimmerdecke und Schrank sowie der "Geruch der Hölle" (Fäkalien, Brand). Im Uebrigen existieren KEINE mehrfache z.T. gleichzeitig auftretende visuelle-akustische-olfaktorische (sehen, hören, riechen) Halluzinationen bei Schizophrenie. Ebenfalls absurd ist ist die Hypothese, dass das Antiepileptikum Tegretal eine arzneimittelinduzierte Psychose (Geisteskrankheit) ausgelöst habe, dies, weil Anneliese bereits VOR der Einnahme des erwähnten Präparates "teuflische Fratzen" wahrgenommen hat, jedoch ärztlicherseits NICHT als psychotisch eingestuft wurde. Bemerkenswert ist schliesslich, dass trotz Einnahme eines Antikonvulsivums anhaltend "Krampfanfälle" (Stuporepisoden: Starre) auftraten. Aus naturwissenschaftlicher Sicht inakzeptabel ist die Tatsache, dass in zwei angefertigten psychiatrischen Gutachten (das zweite ist eine "Abschreibexpertise") eine MUTMASSLICHE Epilepsie (zwei Schlaf-EEGs) als MIT SICHERHEIT VORLIEGEND dargestellt wurde. Es existiert KEIN Hirnstrombild von Anneliese anlässlich eines Zustands der Erstarrung! Problematisch ist, dass anlässlich der Leichenobduktion die postulierte Temporallappenepilepsie, links, fokal (epileptischer Herd) histologisch (Untersuchung von Hirngewebe) NICHT nachgewiesen werden konnte und sich die "Epilepsie" vom Typ Grand Mal (vgl. Erstarrung) wiederholt als NICHT BEHANDELBAR (therapieresistent) erwies, was beides auf eine INADAEQUATE THERAPIE (Fehlbehandlung) hinweist (medizinische Fehldiagnose). Es lag eindeutig KEINE durch Tegretal (Antikonvulsivum, Antiepileptikum) bedingte "umgewandelte Epilepsie" (vgl. psychiatrische "Gutachten") vor! Im Uebrigen wäre eine Epilepsie KEINE Psychose (Geisteskrankheit) und die "Umwandlung" einer Epilepsie in eine "psychogene Psychose" (halluzinatorische Schizophrenie) UNMOEGLICH, schon gar nicht infolge Einnahme von Carbamazepin (KEINE dokumentierte Nebenwirkung von Tegretal). Eine halluzinatorische Psychose wurde bei Anneliese ärztlicherseits zu Lebzeiten NICHT diagnostiziert, sondern nachträglich postuliert, dies OHNE jeden konkreten wissenschaftlichen Beweis. Die beiden psychiatrischen "Gutachten" sind als wissenschaftlich völlig unzulänglich einzustufen! Sie erklären die von Anneliese präsentierten Ausnahmezustände (Zwangshandlungen, Mitteilungen, entstellte Stimme, Sprachmuster, stark erweiterte Pupille, verzerrtes Gesicht, deformierte Haände, Eingebungen, visuelle Wahrnehmungen, intensiver Brand- und Fäkalgeruch) nicht im Geringsten!

Von Aufbegehren gegen die Katholische Kirche und ihre Repräsentanten kann wie erwähnt nicht die Rde sein. Bewiesen ist genau das GEGENTEIL! Die Mitteilungen warnen vor den (schlimmen) Konsequenzen eines Abfalls vom rechten Glauben (relativistische Sichtweise) und fordern ein (katholisches) Christentum, wie es im Neuen Testament schriftlich dokumentiert ist und von Papst Benedikt und dem Vatikan zu recht kompromisslos vertreten wird (Seelenheil ist nur im "guten Glauben" garantiert!). All diese Tatsachen missachten die vorherrschenden spekulativen psychologischen Sichtweisen völlig! Im Uebrigen ist die kirchliche Auffassung einer dämonischen Besessenheit als alternative Erklärung aus naturwissenschaftlicher Sicht grundsätzlich möglich (Unbeweisbarkeit des Gegenteils: Offenbarte Glaubenswahrheit), weshalb der an Anneliese durchgeführte Grosse Exorzismus ohne jeden Zweifel eine berechtigte ergänzende therapeutische Massnahme repräsentierte. Eine Ablehnung desselben wäre höchst unwissenschaftlich (mögliche Besessenheit), dies wegen des Fehlens überzeugender alternativer Erklärungen (Neurologie, Psychiatrie, Psychologie). Sehr schwierig zu interpretieren ist ein im Buch wiedergegebenes, von Anneliese selbst verfasstes handschriftliches Dokument (1975), welches auf eine seit vielen Jahren (Heilige Kommunion) bestehende, nie überwundene, schwere Traumatisierung unbekannter Ursache hinweist ("ich war jahrelang zutiefst verletzt...konnte mich nicht wehren ... kann mich auch jetzt nicht wehren... Pfarrer ... kein Vertrauen..."; ungefähre Wiedergabe). Gemäss Anneliese mündete dieses für sie äusserst schlimme Erlebnis, über welches sie mit niemandem sprechen konnte, auch in ihre damalige Situation. Ob diese Traumatisierung, dies als bisher nicht näher überprüfte psychologische Deutung, nebenbei schlussendlich in der bekannten Tragödie resultierte, lässt sich nicht mehr überprüfen. Anneliese, ruhe in Frieden!
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33 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Packendes Buch trotz schwacher Authorin, 10. Januar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Anneliese Michel und ihre Dämonen: Der Fall Klingenberg in wissenschaftlicher Sicht (Taschenbuch)
Wer nicht im christlichen Glauben zu Hause ist, kann dieses Buch als Horror-Lektüre nutzen, denn es stehen einem beim Lesen tatsächlich die Haare zu Berge. Aber auch Katholiken können sich in diesem Buch darüber informieren, was sie zu glauben haben (vielen Katholiken dürfte die offizielle Lehre der katholischen Kirche zum Thema Besessenheit so ganz anders vorkommen, als es damals der Pfarrer im Pfadfinderlager es hätte erahnen lassen). Für den Einstieg zum Themenkomplex "Daemonologie" ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen trotz der Authorin Frau Prof. Dr. Goodman!
Was Goodman uns hier als Wissenschaft anbietet hat soviel mit Wissenschaft zu tun wie Jesus Christus mit Disneyland. Völlig unsinnig behauptet sie zudem, dass Amerikaner dem Thema "Besessenheit" weniger voreingenommen gegenüberstehen wie Deutsche. Wenn es um Voreingenommenheit geht, dieses Buch ist es auf jeden Fall: Schon in der Einleitung heisst es: "...Anneliese wurde das Opfer einer teuflischen Besessenheit und starb mit 23 Jahren". Besonders peinlich ist zudem der Text auf dem Rückumschlag, wo Goodman als die Kapazität schlechthin gefeiert wird. Zitat: "Sie ist Nichtkatholikin, so dass ihr manches aus dem katholischen Geistesgut unbekannt bleiben musste." Geht es nicht noch ungeschickter?

Weiterhin ist es zumindest gewagt, mit dem Wissen welches sich Goodman als Übersetzerin medizinischer Texte erworben hat, medizinische Gutachten von damals zu bewerten. Nebenbei bemerkt: Goodman war in die Vorgänge von Klingenberg nicht im geringsten involviert.

A. Michel selbst gibt Prophezeiungen von sich, die direkt von der Mutter Gottes kommen sollen, sich aber nicht erfüllen ("Brandgericht"). Durchweg erleben wir in dem Buch einen Kampf zwischen Gut und Böse. Das am Ende das Böse siegt und A. Michel stirbt, wird kurzerhand uminterpretiert. So heisst es , dass A. Michel diese Lasten und Qualen auf sich nehmen musste, um Seelen zu retten. Hat das Loskaufopfer Christi nicht gereicht?
Goodman meint zu diesem Desaster: "Wenn es einen Rückfall gibt, besteht sicher irgend ein psychologischer oder gesellschaftlicher Grund dafür." Wer hätte das nur zu denken gewagt? Hier zeigt sich klar der Kurs von Goodman: Sie glaubt an Besessenheit und erklärt uns doch alles "wissenschaftlich". Die Art und Weise, wie Goodman uns die Besessenheit mit Hilfe von Tonbandaufzeichnungen wissenschaftlich beweisen will, ist nahezu albern.

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