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Anneliese Michel und ihre Dämonen: Der Fall Klingenberg in wissenschaftlicher Sicht Taschenbuch – 2006

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Anneliese Michel und ihre Dämonen: Der Fall Klingenberg in wissenschaftlicher Sicht + Memoiren eines Exorzisten: Mein Kampf gegen Satan Gabriele Amorth im Gespräch mit Marco Tosatti + Dämonische Mächte unserer Zeit: Exorzisten im Gespräch mit Psychiatern (Seelsorge)
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Kundenrezensionen

3.1 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Bartz am 5. April 2011
Zuerst einmal die positiven Seiten:
Dieses Buch ist gut recherchiert, sehr ausführlich geschrieben und gibt einen guten Überblick über das Leben der Anneliese Michel und ihr schreckliches Ende. Viele Originalzitate und Mitschriften wie auch Kopien aus Tonbändern, Briefen und Gesprächsprotokollen erlauben trotz der versuchten Wissenschaft (ist wahrscheinlich die Frage wie man Wissenschaft definiert) ein recht erlebtes Erzählen und ein fast schon episches Lesen.

Jetzt die schlechte Seite:
Ist sich ein Leser nicht sicher in seinem Weltbild und seinem Glauben, dann ist er jetzt von der Besessenheit, von Dämonen und Satan überzeugt.
Frau Dr. Goodman bezieht eindeutig Stellung auf der spirituellen Seite und argumentiert zumeist mit hanebüchenden Argumenten gegen die Medizin und für die dämonische Besessenheit. Ihre Schlußfolgerung, dass Anneliese an Folge der Medizin und nicht an der Unterlassung derer gestorben ist grenzt an Verleumdung und sollte mit einem müden Lächeln quittiert werden. Wissenschaftliche Objektivität sieht anders aus.

Fazit:
Wer wissen will, was im Hause Michel vor sich ging und wie der Verlauf der Exorzismen war, gleichzeitig aber eine sein Weltbild beibehalten kann, dem sei dieses Buch empfohlen, da es wirklich sehr informativ ist.
Wer an Dämonen glauben will - hier ist eure Bibel.
Wer unentschlossen ist - Finger weg!
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Julian am 27. September 2012
Verifizierter Kauf
Ich hatte es bis heute noch nie für nötig gehalten eine Rezension zu einem Artikel zu schreiben, aber nachdem ich dieses Buch endlich beendet hatte und dann auch noch einige Bewertungen hier gelesen hatte, dachte ich gerade ich platze. Ich hatte mich schon einige Wochen mit dem Thema AM auseinandergesetzt, wobei mir dieses Buch empfohlen und als neutraler Bericht der Ereigniss nahegelegt wurde. So und da geht es auch schon los.
Der Titel des Buches lautet Anneliese Michel und IHRE Dämonen, nicht irgendwelche, sondern IHRE. Als ich dann noch sah, das das Buch im Christiani Verlag erschien und auf der Rückseite für ein Buch um den großartigen Papst Pius 12. geworben wurde, ahnte ich schon schlimmes. Ich schlug das Buch zuerst hinten auf und entdeckte direkt weitere Werbung für Bücher über Exorzismen, Dämonische Besessenheit und Panikmache vor dem Teufel. Damit war klar okay so Neutral wird das Buch dann wohl nicht werden. Und war es auch nicht. Also für einen radikalen Katholiken mag das ja eine besondere Lektüre sein, aber ich bin fast ausgerastet bei der Sturheit und uneinsichtigkeit, die die Autorin in diesem Buch zeigt. Die Priester und Bischhöfe werden vom ersten Satz an als unfehlbare, weise und übermächtige Personen dargestellt. Es wird auf keiner Seite auch nur einmal in Frage gestellt was die da veranstaltet haben, sondern die AUtorin ist einzig und allein darauf bedacht Ihr Handeln zu rechtfertigen und sie auch nach dem Tode des Mädchens so darzustellen als hätten sie Anneliese ja retten können, wären da nur nicht diese bösen, bösen Ärzte gewesen. Dabei wiederspricht sie sich teilweise dann auch noch. Sie behauptet z.B.
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44 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 10. Januar 2003
Wer nicht im christlichen Glauben zu Hause ist, kann dieses Buch als Horror-Lektüre nutzen, denn es stehen einem beim Lesen tatsächlich die Haare zu Berge. Aber auch Katholiken können sich in diesem Buch darüber informieren, was sie zu glauben haben (vielen Katholiken dürfte die offizielle Lehre der katholischen Kirche zum Thema Besessenheit so ganz anders vorkommen, als es damals der Pfarrer im Pfadfinderlager es hätte erahnen lassen). Für den Einstieg zum Themenkomplex "Daemonologie" ist das Buch uneingeschränkt zu empfehlen trotz der Authorin Frau Prof. Dr. Goodman!
Was Goodman uns hier als Wissenschaft anbietet hat soviel mit Wissenschaft zu tun wie Jesus Christus mit Disneyland. Völlig unsinnig behauptet sie zudem, dass Amerikaner dem Thema "Besessenheit" weniger voreingenommen gegenüberstehen wie Deutsche. Wenn es um Voreingenommenheit geht, dieses Buch ist es auf jeden Fall: Schon in der Einleitung heisst es: "...Anneliese wurde das Opfer einer teuflischen Besessenheit und starb mit 23 Jahren". Besonders peinlich ist zudem der Text auf dem Rückumschlag, wo Goodman als die Kapazität schlechthin gefeiert wird. Zitat: "Sie ist Nichtkatholikin, so dass ihr manches aus dem katholischen Geistesgut unbekannt bleiben musste." Geht es nicht noch ungeschickter?
Weiterhin ist es zumindest gewagt, mit dem Wissen welches sich Goodman als Übersetzerin medizinischer Texte erworben hat, medizinische Gutachten von damals zu bewerten. Nebenbei bemerkt: Goodman war in die Vorgänge von Klingenberg nicht im geringsten involviert.
A. Michel selbst gibt Prophezeiungen von sich, die direkt von der Mutter Gottes kommen sollen, sich aber nicht erfüllen ("Brandgericht").
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44 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Nicola Uschkoreit am 8. März 2006
anscheindend haben die vorherigen rezensenten nicht verstanden, worum es felicitas goodman ging. sie wollte nicht wissenschaftlich beweisen, dass anneliese michel von dämonen besessen war, sondern sie untersucht den fall aus ethnologischer sichtweise. frau goodman ist nämlich anthropologin, was die amerikanische entsprechung des deutschen ethnologen ist. und auf ihrem gebiet, nämlich der erforschung religiöser ausnahmezustände ist sie eine anerkannte wissenschaftlerin. frau goodman weiß aus feldforschungen, dass besessenheit in allen völkern dieser welt vorkommt. in brasilien gibt es sogar besessenheitsreligionen. die menschen geraten in trance und glauben eine gottheit nimmt von ihnen besitz. in trance zu geraten ist eine menschliche fähigkeit. es zweifelt ja beispielsweise auch niemand daran, dass es menschen gibt die hypnotisiert werden können. in unserer welt ist das in trance geraten natürlich nicht mehr so üblich wie in "indianischen" völkern. wichtig in dem fall anneliese michel ist es aber, dass ihre trance und die damit verbundene besessenheit von der religiösen gemeinschaft getragen beziehungsweise geglaubt wird. also entspricht es für anneliese und ihre freunde, eltern der wahrheit. für uns existieren die dämonen nicht für diese gruppe schon. für den glauben gibt es keine wissenschaftlichen beweise. und warum anneliese michel gestorben ist und durch den exorzismus nicht geheilt wurde,dass erklärt sie hypothetisch.da sie wissenschaftlerin ist bewertet sie ebenfalls nicht moralisch den katholischen volksglauben der anneliese michel.es ist natürlich erschreckend wie sehr das mädchen glaubt eine sünderin zu sein und sich ständig selbstkasteit. aber wie gesagt, dass buch soll ja nicht moralisieren und den katholischen volksglauben bewerten, sondern den fall analytisch darlegen. ich finde, dass ist frau goodman gelungen.
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