"Anne" ist ein ehrliche, wenn auch nicht eine unmittelbar ins Ohr gehende Platte - und nicht zuletzt eine wichtige Wegmarkierung auf der Straße, der großen Stra-ha-ße, auf der Veen heute wandelt. Um den inzwischen berühmt gewordenen Titelsong gruppieren sich Alltäglichkeiten, Eindrücke, Nachdenklichkeiten. Da wird mal musikalisch ins Truckermilieu (so scheint es) fremdgegangen („Ohio"), ein whiskeyseliger Bargänger wünscht sich, „Joe, noch einen für den Magen" - dieses Lied ist mit dem Kinofilm „Müllers Büro" bekannt geworden - und zum ersten Mal taucht - im wahrsten Sinne des Wortes - „Warum bin ich so fröhlich" auf; Jodokus Quak, diesen nassen Zeitgenossen, haben wir ja inzwischen auch lieben gelernt.
Nicht sonderlich aufrührend - die wenigsten Melodien bleiben im Ohr, wie man es sonst von Hermann van Veen gewohnt ist - aber durchaus immer mal wieder anhörbar. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)