1947 ließ Otto Frank das Tagebuch, das heute fast jeder Jugendliche als erstes Werk über den Nationalsozialismus in den Händen hält: das berühmte „Tagebuch der Anne Frank" verlegen. Das Werk wurde in die unterschiedlichsten Sprachen übersetzt, auf die Bühne gebracht und auf Film gebannt. David Barnow charakterisiert in diesem Buch den Weg der Anne Frank vom Mädchen zum Mythos und wirft dabei einen durchaus interessanten Blick auf die so genannte „Anne-Frank-Industrie". Dabei befähigt ihn vor allem die Mitarbeit an der wissenschaftlichen Ausgabe des Tagebuches, diese Kritik auszusprechen. Es wird von Barnow durchaus logisch geschlossen und auch die Probleme durch die Stilisierung Anne Franks zum Mythos werden angesprochen. Aber es wird meiner Ansicht nach nicht richtig deutlich, wie diese Probleme jetzt geändert oder behoben werden könnten und wie man sie hätte umgehen können. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)