"Alles begann am Tag der Beerdigung. Ich schaute ungläubig in die Welt und hatte Angst vor dem Abschiednehmen. Ich wusste noch nicht, dass dies nur der Beginn von unglaublichen Tagen war, die unser aller Leben verändern würden."
So beginnt die Geschichte von Anne, Bankräuberkurt und dem Plastiktütenschatz. "Ich", das ist Anne, und wenn sie von "unser aller Leben" spricht, dann meint sie sich, ihren Papa und ihren Halbbruder Berni. Zu lesen, was die drei auf ihrer Reise ins "Sanatorium der guten Laune" so alles erleben, ist überaus unterhaltsam und witzig, aber teilweise auch sehr berührend.
Bei den Episoden mit dem dämlichen Bankräuberduo Brat-Kurt und Auto-Meier muss man auf jeden Fall schmunzeln. Eine tragisch-komische Note bekommt die Geschichte jedoch durch Annes Papa, der mit dem Tod seiner Frau (und Annes Mutter) nicht zurechtkommt und seitdem teilweise recht seltsam agiert.
Indem die Geschehnisse aus zwei Perspektiven parallel erzählt werden, kann man diese beiden Ebenen aber ganz gut trennen, das dürfte auch jüngeren Lesern nicht schwer fallen.
Der Autor Erwin Grosche meistert diese literarische und emotionale Gratwanderung zwischen Spaß und Ernst. Der Lesespaß kommt dabei auf keinen Fall zu kurz.