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Annapurna: Expeditionen in die Todeszone
 
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Annapurna: Expeditionen in die Todeszone [Taschenbuch]

Reinhold Messner
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Malik National Geographic; Auflage: Neuauflage. (Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492403360
  • ISBN-13: 978-3492403368
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 12,2 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 338.937 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Reinhold Messner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zum 50. Jahrestag der Erstbesteigung: die Erschließungsgeschichte der Annapurna, Reinhold Messners Bewertung der Leistungen verschiedener Expeditionen, Annapurna-Chronik mit allen Expeditionen und Erstbesteigungen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Reinhold Messner, 1944 geboren, unternahm über 100 Reisen in die großen Gebirge und Wüsten, bestieg alle 14 Achttausender und durchquerte sowohl die Arktis als auch die Antarktis. Heute widmet er sich vor allem seinem Bergmuseum, dem Messner Mountain Museum, sowie Schlüssel-momenten der Alpin- und Entdeckergeschichte. Zuletzt erschienen »On Top. Frauen ganz oben« und »Der Philosoph des Freikletterns«. www.reinhold-messner.de www.messner-mountain-museum.it

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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Undankbar - so muß man die Aufgabe, ein Buch über die Annapurna zu schreiben, wohl bezeichnen. Schließlich war es ausgerechnet der Bericht über die Erstbesteigung dieses Berges, der zum bekanntesten Werk der gesamten Bergsteigerliteratur wurde: Maurice Herzogs "Annapurna", das Bergsteiger-Abenteurbuch schlechthin, ein außergewöhnliches Werk über den Triumph des Menschen im aussichtslosen Kampf gegen die Natur.

Vom Verfasser 1950 im amerikanischen Krankenhaus von Paris in die Maschine diktiert, da ihm sämtliche Finger beim Abstieg erfroren, wurde es dank seines unprätentiösen Stils millionenfach konsumiert und trug erheblich zu Herzogs Status als einem Volkhelden bei, der unter de Gaulle Sportminister wurde.

Das Foto seiner verfaulenden Hände mit ihren herunterhängenden Hautfetzen ist ebenso Teil der Annapurna-Legende wie seine packende Beschreibung der monatelangen Suche nach einem Berg, der auf keiner Karte korrekt verzeichnet war, oder des nur mit Glück überlebten Abstiegs, der den mittlerweile gehunfähigen Expeditionsleiter bis nach Kathmandu zum nepalesischen König brachte

Reinhold Messner dokumentiert die Herzog-Expedition ebenso wie spätere Besteigungen einschließlich der eigenen über die vormals unbegangene Norwestwand. Daß er, der 1985 nur noch vier Jahre davon entfernt war, sämtliche vierzehn Achttausender "einzusammeln", sich ausgerechnet an der selten bestiegenen Annapurna für eine derart schwierige Route entschied, widerspricht der häufig geäußerten Kritik, er habe im Spätstadium seiner Bergsteigerkarriere rasch alle Gipfel "abkaken" wollen - vorzugsweise über bekannte, ausgetretene Normalrouten-Trampelpfade.

Diese Kritik bezieht sich insbesondere auf Messners Verhalten am K2 (1986), als er von der selbst konzipierten "magischen Linie" an der Südwestwand auf den bekannten Abruzzengrat wechselte. Wie zuvor am Cho Oyu und am Dhaulagiri sowie danach am Makalu und am Lhotse, scheiterte er am Versuch einer neuen Route und betrat alte Wege hinauf und hinunter. Dennoch muß man ihm zugute halten, daß er zum Teil mehrmals neue Routen am selben Berg ausprobierte und nur abbrach, wenn die Vernunft keine andere Möglichkeit zuließ (etwa an den Dhaulagiri- und Lhotse-Südwänden). Nicht jeder Berg erlaubte dieselbe waghalsige, in Konzeption und Durchführung überzeugende Demonstration seiner Klasse als Ausnahmekletterer.

Messner, der nach den menschlichen Enttäuschungen am Nanga Parbat (1970) und Manaslu (1972) gemeinsam mit Habeler den alpinen Stil im Himalaya einführte (Gasherbrum I, 1975), die erste Alleinbegehung eines Achttausenders absolvierte (Nanga Parbat, 1978), mit Habeler als erster ohne Sauerstoff auf den Everest kletterte (1978) und zwei Jahre später wieder als erster völlig allein auf den höchsten Berg der Welt marschierte - im Winter und während des Monsuns - hat zweifellos Maßstäbe gesetzt, blieb jedoch immer umstritten.

Die Annapurna ging Messner gemeinsam mit Hans Kammerlander an. Form und Darstellung der Besteigung ähneln anderen Beschreibungen desselben Autors, vom Bezug auf Vorgänger über die Begründung der eigenen Route bis hin zu Auslassungen über spirituell bereichernde Erlebnisse in der Todeszone über 7000m.

Messner und Kammerlander waren ein außergewöhnliches Paar, das insgesamt sieben Achttausender bestieg. Ihre Überschreitung zweier Achttausender in einem Rutsch (Gasherbrum I & II, 1984) war ebenso spektakulär wie ihr gescheiterter Versuch, im Winter durch die Lawinenkanonade der Cho Oyu-Südwand zu krabbeln (1982). Begünstigt durch Messners Zerwürfnis mit Habeler, erreichten die beiden 1985 die einander gegenüberliegenden Dhaulagiri- und Annapurna-Gipfel. Während sie am Dhaulagiri nichts Außergewöhnliches unternahmen, durchstiegen sie an der Annapurna die völlig unbekannte Nordwestwand im Eilverfahren.

Neben der ausführlichen Darstellung ihrer Schwierigkeiten auf dem letzten Stück, als sie am Nordwestgrat vom Sturm fast aus der Wand gefegt wurden, bevor sie im Nebel auf einem eiskalten Gipfel ohne Aussicht landeten, schildert das Buch einige der faszinierenden Besteigungen, die gerade das Annapurna-Massiv erlebt hat.

Leider geht Messner dabei nur auf deren zwei detailliert ein: die britische Expedition von 1970 und Herzogs Erstbesteigung. Der Leser erfährt somit nichts über die außergwöhnliche Frauenexpedition unter Arlene Blum von 1978, die eine Alternativroute durch Herzogs Nordwand wählte und unterwegs zwei Tote zurückließ. Immerhin kurz erwähnt wird Erhard Loretans Himmelfahrtskommando von 1984, als er gemeinsam mit Norbert Joos durch die Südwand auf den Ostgipfel kletterte, um danach den gesamten Ostgrat entlang über den Mittelgipfel zum Hauptgipfel zu gelangen und schließlich über die Nordwand abzusteigen - mit Sicherheit eines der verrücktesten Unternehmen in der Geschichte der Himalaya-Expeditionen.

Insgesamt ein durchaus bemerkenswertes Buch, das den umstrittenen Autor von seiner besten Seite zeigt und die vielen Kontroversen um seine Person für einen Moment vergessen läßt.

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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Typisches Messner-Werk 1. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Bei "Annapurna" handelt es sich um ein durchaus typisches Messner-Buch. Der Autor, der selbst unter widrigen Umständen die Annapurna bezwingen konnte, resümiert hier die Geschichte des Extrembergsteigens. 1950 gelang es erstmals einer Expedition, einen Berg über 8000m zu bezwingen, eben die Annapurna, und als "Würdigung" erschien dieses Buch, das stets verständlich geschrieben und mit zahlreichen Fotos aufgelockert ist. Durchaus empfehlenswert!
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Etwas enttäuschend 21. März 2012
Von Andi1978
Format:Taschenbuch
Ich habe schon viele Bergsteiger-Bücher gelesen, und dieses hier gehört für mich zu den schlechteren. Von Reinhold Messner hatte ich bisher noch keines gelesen, sodass ich da keinen Vergleich ziehen kann.

In der ersten Hälfte des (ziemlich dünnen) Buches gibt der Autor den Bericht des Erstbesteigers der Annapurna wieder und schreibt über einige weitere Besteigungen des Berges. Das ist zwar ganz interessant, aber da kann man auch gleich das Original lesen. Erst im letzten Drittel des Buches geht Messner dann selbst an den Berg und berichtet über seine Expedition und seine Motive, möglichst eine neue Route zu wählen. Für mich blieb das Ganze aber doch etwas nebulös. Die Antwort auf die Frage, was einen Bergsteiger dazu treibt, sein Leben zu riskieren, nur um auf einem "Weg", den noch keiner vor ihm gegangen ist, auf den Gipfel zu gelangen, habe ich nicht gefunden.

Auch der Schreibstil wirkt für mich zu distanziert und nüchtern, als würde der Autor nur Beobachter sein, nicht selbst Akteur. Nicht jeder gute Bergsteiger ist eben auch ein guter Autor. Andere, weniger erfolgreiche Bergsteiger, können wesentlich packender schreiben.
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