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Anna nicht vergessen
 
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Anna nicht vergessen [Hörbuch-Download]

von Arno Geiger (Autor), Ulli Maier (Erzähler), Fritz Karl (Erzähler)
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
CD Preis: EUR 24,95
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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 3 Stunden und 55 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Gekürzte Ausgabe
  • Verlag: Der Hörverlag
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 6. September 2007
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B002TVURLK
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibungen

Arno Geiger stellt den Hörern seine Figuren so lebendig vor Augen, dass sie wie Vertraute und Freunde scheinen, und ein bisschen auch wie jeder von uns:Da ist Ella, die die Treue von Ehemännern testet - und dabei vor allem ihrer Tochter Anna die Treue halten muss. Wir begegnen Lukas, der einem Handwerker sein Leben erzählt. Und zwar so, wie es vielleicht auch hätte verlaufen können. Und wir lauschen den vorsichtigen Liebeserklärungen einer einsamen Frau an einen langjährigen Freund.
(c)+(p) 2007 Der Hörverlag

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von C. Stotz
Format:Gebundene Ausgabe
In drei mal vier kurzen Geschichten schildert Arno Geiger, einem breiteren Publikum seit "Es geht uns gut" als wortgewandter Schilderer von Emotionen und verfahrenen Situationen bekannt, unterschiedliche Menschen, die an den Erfordernissen des Alltags zu scheitern drohen.

Da ist Ella, die ihre Tochter Anna allein aufzieht und damit an ihre Grenzen zu stossen droht. Da ist der junge Mann, der es nur vor dem Handwerker schafft, sich für einen kurzen Moment als ganzen Kerl darzustellen. Da ist die Familie, die nach einem Wohnungsbrand feststellt, dass von einem sich zu Ende neigenden Leben nur Krempel übriggeblieben ist - und selbst der ist nun nur noch Asche. Und da ist der Mann, der mit seinem Streben nach totaler Kontrolle jede Liebe in seiner Freundin erstickt.
Allen Geschichten, so unterschiedlich si auch sein mögen, gemein aber ist ein Grundton von Lakonie und Traurigkeit, der nur selten einen Hoffnungsschimmer zuläßt.

Dieses Buch ist ein bisschen wie das Leben selbst: Nicht alles ist gelungen, manches belanglos. Aber manches ist einfach wirklich gut.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Wolfgang Stroebl TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Zu all den voranstehenden fundierten und sorgfältig geschriebenen Rezensionen möchte ich noch anfügen, dass meiner Meinung nach das große literarische Talent Arno Geigers in den Erzählungen von "Anna nicht vergessen" noch deutlich besser zum Vorschein kommt als in seinem preisgekrönten Roman "Es geht uns gut".
Dieser Roman litt ja teilweise unter seiner mangelnden dramaturgischen Kohärenz, dieses Problem tritt bei Erzählungen naturgemäß nicht auf. Im Gegenteil: in der kleinen Form offenbaren sich die Vorzüge von Geigers Schreibweise besonders: die genaue, oft auch lakonische Betrachtung, die stets spürbare Trauer und Melancholie über ein Leben, das nicht so läuft, wie man es sich erwartet hat.
Die enorme Bandbreite der Geschichten bringt auch mit sich, dass jede(r) eine andere Lieblingsstory hat. Meine ist "Koffer mit Inhalt", die Geschichte eines alten Mannes, dessen Frau in der gemeinsamen Wohnung langsam dahin stirbt und der dann seinen Alltag neu ordnen muss. Geigers Blick auf das sogenannte "kleine" Leben ist ebenso schmerzhaft wie genial.
Arno Geiger folgt in seinen Geschichten keiner Erzählschablone: jede Geschichte hat ihre eigene Stimmung, ihren eigenen Ton, ihren eigenen Stil. Dass da nicht jedem alles gefällt, liegt in der Natur der Sache - mit den zwei "experimentelleren" Erzählungen konnte ich nichts anfangen.
Alles in allem ein überaus lesenswertes Buch - und eine Bitte an den Autor: auch wenn man mit Romanen möglicherweise mehr verdienen kann, bitte mehr von solch schönen Geschichten wie in "Anna nicht vergessen" !
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kurz und gut 26. Oktober 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Ich schließe mich "freisitzer" an: ein wunderbares Buch, und ein Erzählungsband, der weit über das hinaus geht, was man an Erzählungen aus der Berliner und Leipziger Schule gewohnt ist. Gerade, dass diese Erzählungen nicht in einer amerikanischen Tradition stehen, sondern der europäischen Moderne verpflichtet sind, macht sie mir so sympathisch. Hier gibt es keine Figuren, die in ihrer Stereotypie literarisches Styropor sind, und dazu eine große Formenvielfalt, von der konventionellen Kurzgeschichte über Tonbandbriefe, Tagebuchaufzeichnungen bis hin zum Gedächtnisprotokoll.
Meine Liebelingserzählung ist "Doppelte Buchführung". Die Erzählung schildert die Reanimation eines Kindes auf einer Intensivstation. Während einer der Ärzte damit beschäftigt ist, dem Kind das Leben zu retten, denkt er in Schlaglichtern über seine eigene Kindheit und seine aktuellen Probleme mit seinem Vater nach. Das ist sehr mitreißend geschildert, und zugleich eine hervorragende Erzählung über das Verstreichen von Zeit: Einerseits die vertickenden "objektiven" Minuten, die den Ärzten und dem Kind bleiben, bis das kleine Herz wieder allein zu schlagen beginnt, andererseits, auf der anderen zeitlichen Ebene, das zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft schweifende Denken des Arztes. Dafür einen Zusatzstern.
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