Kurzbeschreibung
Drei Jahre mußte Anna sich vor den Nazis verstecken. Dann ist der Krieg vorbei, und sie lebt wieder bei ihren Eltern, die ebenfalls untergetaucht waren. Es ist schwierig für die Familie, plötzlich ein normales Leben zu führen. Zuviel ist passiert, zu viele Menschen gibt es nicht mehr. Anna gibt es noch. Aber wenn man so lange allein war, ist es schwer, sich wieder einzugewöhnen. Und da ist Frau Neumann, eine deutsche Jüdin, die während des Krieges in die Niederlande fliehen mußte und seitdem noch immer nach ihrer Tochter Fannie sucht. Die beiden werden Freunde, und Anna gelingt es sogar, Fannie zu finden.
Ida Vos, die selbst untertauchen mußte, hat in -Anna gibt es noch- Ereignisse geschildert, die sie selber erlebt oder von anderen erfahren hat. Gerade das Fehlen jeder Sensation macht das Buch so anrührend und den Schrecken so nachvollziehbar.Ida Vos, 1931 geboren, erlebte als Mädchen ein ähnliches Schicksal wie Anne Frank und viele andere jüdische Kinder. Sie verbrachte die Zeit der deutschen Besatzung in einem Versteck auf einem Dachboden. Sie überlebte als eine der wenigen niederländischen Juden den Holocaust.
Klappentext
Anna hat jahrelang untergetaucht gelebt, auf einem Dachboden versteckt. Dann ist der Krieg vorbei, und sie lebt wieder bei ihren Eltern. Trotzdem ist nicht alles wieder gut. Zuviel ist passiert, zu viele Menschen gibt es nicht mehr.
Anna gibt es noch. Aber wenn man so lange allein war, ist es schwer, sich wieder einzugewöhnen - in die Familie, in die Schule. Und da ist auch Frau Neumann, vor der Anna zuerst so sehr Angst hat. Bis sie deren Geschichte erfährt. Jetzt kann auch Anna ihre Geschichte erzählen. Und dann kann Anna Frau Neumann helfen, die ihre Tochter Fannie sucht und findet.
Ida Vos, die selbst untergetaucht war, hat in «Anna gibt es noch» Ereignisse geschildert, die sie selber erlebt oder von anderen Menschen erfahren hat. Es werden keine Schauergeschichten erzählt, die Kindern vielleicht den Schlaf rauben könnten. Das Anrührende an diesem Buch ist das Fehlen jeder Sensation, obwohl der ganze Schrecken fühlbar wird. Ein Buch, das der Leser wirklich miterlebt.
Das Neue, Besondere an dem Buch ist, daß es um die Zeit «danach» geht, - «und ich kann mir nicht vorstellen, daß sie in einem anderem Buch ehrlicher, richtiger und verständlicher beschrieben werden kann», meint Mirjam Preßler.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.