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Anna, die Schule und der liebe Gott: Der Verrat des Bildungssystems an unseren Kindern Gebundene Ausgabe – 22. April 2013

3.8 von 5 Sternen 125 Kundenrezensionen

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Produktinformation


Mehr über den Autor

Mit seinem philosophischen Sachbuch "Wer bin ich und wenn ja, wie viele?" ist Richard David Precht ein echter Überraschungsbestseller gelungen. Seitdem erläutert er in zahlreichen TV-Shows und eigenen Vortragsreihen seine Erkenntnisse und Erfahrungen über den Zusammenhang der Dinge in der Welt vor einem großen Publikum. Gefragt ist er hier nicht zuletzt auch wegen des Buches "Liebe. Ein unordentliches Gefühl", das er 2009 präsentierte. Der Erfolgsautor, 1964 in Solingen geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. Der promovierte Philosoph lebt als Schriftsteller und Publizist in Köln und Luxemburg.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Prechts Buch ist ein glänzend sortiertes Arsenal von Argumenten für einen radikalen Umbau unserer Pädagogik.“ (FOCUS Spezial - Die besten Bücher 2013)

"Es ist ein Buch, das jedem Lehrer, jeder Lehrerin Material gibt für die tägliche Diskussion um die Schule und die Kinder." (Oberpfälzer Schule)

"Trotz einiger Redundanzen: ein bemerkenswertes Buch" (Falter (A))

"Eine durchwegs spannende Lektüre, die gewiss mitunter provoziert, aber auch immer wieder zum kritischen Nachdenken anregt - und hoffentlich auch etwas bewirkt." (forum schule heute (Südtirol))

"Das Buch ist sehr gut lesbar und allgemein verständlich geschrieben und bereitet allein durch sehr gelungene Formulierungen viel Spaß beim Lesen." (Dialog Erziehungshilfe)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seine Bücher wie "Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?", "Liebe - ein unordentliches Gefühl" und "Die Kunst, kein Egoist zu sein" sind internationale Bestseller und wurden in insgesamt mehr als 40 Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung »Precht« im ZDF.



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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Nach seinem 2007 erschienenen, fast schon Philosophie-Klassiker für Erwachsene „Wer bin ich, und wenn ja, wie viele“, sowie Bänden über die „Liebe: ein unordentliches Gefühl“ und zu Fragen der Moral in „Die Kunst kein Egoist zu sein“ mischt sich Richard David Precht 2013 mit diesem gut lesbaren Buch in die Bildungsdebatte ein.

Der Aufbau verfolgt eine Zweiteilung mit zunächst Darstellung der gegenwärtigen „Bildungskatastrophe“, um im zweiten Teil Elemente einer dringend nötigen „Bildungsrevolution“ darzulegen. Muß es sein, dass von dem ganzen Wissen, das wir als Schüler vorgesetzt bekommen, allenfalls 1% später als Erwachsener hängenbleibt? Wer sein Interview mit Gerald Hüther im Fernsehen verfolgt hat, wird in diesem Buch einiges an Argumenten zu einem anderen Lernen unserer Kinder wiederfinden: Abschaffung der Zensuren, weil sie zu einem Korrumpierungseffekt und Rückgang der eigentlich vorhandenen intrinsischen Motivation des Schülers führen; Einführung von Lernsoftware in den MINT-Fächern (ca. 1/5 der Unterrichtszeit), um allen Schülern in je eigenem Lerntempo und ohne Frustration das Wichtigste in Mathe und den Naturwissenschaften sich selbst beibringen zu lassen (Lehrer sozusagen nur noch als Coach), s.
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Format: Gebundene Ausgabe
Reformen brauchen wir, wenn etwas aus der Form geraten ist, andere Züge und Konturen annimmt, – wobei die Richtung in Prozessen noch korrigier- oder modifizierbar wäre. Revolutionen sind dann von nöten, wenn das (Schul-)Gebilde den gesellschaftlichen Erfordernissen von Grund auf widerspricht, ein Neuaufbau dringlich wird, wenn Folgen oder auch Schäden absehbar werden, die in ihren Konsequenzen einen unsäglichen Missstand für die Zukunft projizieren, aber durch kluge und rechtzeitige Änderung von Grundbedingungen sehr wohl abzuwenden sind. Wenn Fachleute und Verwalter zu Verwahrern von Missständen werden, wenn der eigene notwendige innerseelische Antrieb für die „gute Sache“ den rationalen Überlegungen anderer Zwecke geopfert wird – einem sicheren Auskommen (Entschädigungsaufwand), einem selbstgerechten, vordergründigen, ungeprüften Dienst nach Vorschrift, einer natürlich-ökonomisierten Anstrengungsminimierung des Arbeitsaufwands –, dann entsteht Schaden: für Lehrer, die seelisch leer werden, weil ihnen der Sinn ihrer Tätigkeit abhanden kommt; für Schüler, die ausbrennen (Burn-Out), anstatt sich an der Freude des Lernens selbst entzünden zu dürfen; für Eltern, die ihren Kindern beim Verlust der gestohlenen Kindheit und deren Selbstentwicklung keinen Ersatz bieten können.

Richard David Prechts Buch ist ein notwendiges Einmischen in gesellschaftliche Fehlleitungen. Seine Abhandlung orientiert sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen (insbesondere Physiognomie und Gehirn des Menschen), ist abseits parteisüchtiger Vorlieben und Positionen, der Sache verschrieben: einer gesamtgesellschaftlichen Mammut-Aufgabe. – Und wir brauchen diese Neuorientierung.
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Format: Kindle Edition
Mit "Anna, die Schule und der liebe Gott" legt Precht eine radikale Kritik des deutschen Schulsystems vor, die zwar viele Missstände durchaus zutreffend charakterisiert, insgesamt aber wenig Neues bringt und unter überzogenen Pauschalaussagen leidet. Der Rezensent ist hin- und hergerissen.

Einerseits ist es natürlich begrüßenswert, dass es Precht aufgrund seiner medialen Präsenz als Bestsellerautor gelingt, ein breites Publikum für die wichtige Frage der Zukunft unseres in weiten Bereichen antiquierten Schulsystems zu interessieren. Andererseits leidet das Buch unter überzogenem Alarmismus und wenig fundierten Vorstellungen über die Zukunft von Schule und Unterricht. In Teilen sinkt der Schreibtischrevolutionär Precht dabei auf Stammtischniveau ab, obwohl seine Kritik an überholten Unterrichtsformaten, einem ungerechten Beurteilungssystem, des fragwürdigen Systems der Jahrgangsklassen, der überzogenen Stofffülle, der Konzentration auf Selektion statt Förderung und vielem mehr, durchaus zutreffend ist.

Nur hat man solche Analysen schon sehr viel fundierter an anderer Stelle gelesen. Etwa in Jutta Allemendingers hervorragenden Studie Schulaufgaben: Wie wir das Bildungssystem verändern müssen, um unseren Kindern gerecht zu werden. Prechts unterkomplexe Darstellung wegweisender Ideen bezieht sich - ohne dass dies dem Laien deutlich wird - auf Konzepte von Autoren wie Ken Robinson
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7 Kommentare 112 von 121 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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