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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
My Love Is A Tango...,
Von Koyaanis "Koyaanis" (Schwarzenbek, SH) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Anna - Die komplette Serie (2 DVDs) (DVD)
An die Trends, die dieser ZDF-Weihnachtskracher zur Jahreswende 1987/88 ausgelöst hat, kann ich mich noch lebhaft erinnern: der ungebändigte Ansturm auf Ballettschulen, Joao Ramos als Top-Guy in mehreren BRAVO-Ausgaben und Guillermo Marchena rauf und runter auf dem Plattenspieler, bis irgendwann der Stecker gezogen wurde.Bedauerlicherweise gehören die beiden Obengenannten zu den One-Hit-Wondern, die durch ANNA einmal den Starhimmel beschnuppern konnten, um dann ins Nirgendwo zu verschwinden, und auch Silvia Seidel konnte sich später nie wirklich von ihrem Tänzer-Image lösen. Doch wahrscheinlich macht gerade diese Tatsache den besonderen Reiz der Serie aus... Die choreographischen Szenen sind bestens dazu geeignet, auch ausgewiesene Tanzmuffel zu begeistern, und durch das erstmalige Anschauen nach achtzehn Jahren habe ich sogar gewisse Sympathien für die knallharte Tanzlehrerin Kralova entdeckt, die damals (1987) noch mein größten Hassobjekt der Serie darstellte. Aber gerade ihre gnadenlosen Urteile, die schon ein wenig an Dieter Bohlen erinnern, besitzen einen erstaunlichen pädagogischen Charakter, der ihre Schützlinge vor Selbstüberschätzung bewahrt und sie zur Selbstkritik anregt (eine Fähigkeit, die heutzutage vielen Casting-Teilnehmern zu fehlen scheint). Auf diese Weise hat ANNA nach fast zwanzig Jahren einen Aktualitätsbezug bekommen, der der Serie einen besonderen Stempel aufdrückt; und für Nostalgiker ist der Kauf sowieso Königspflicht. MY LOVE IS A TANGO - YEAH! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anna und der Boom auf die Balettschulen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Anna - Die komplette Serie (2 DVDs) (DVD)
Jetzt ist man selbst schon ein bischen in die Jahre gekommen und freut sich wie verrückt, das eine alte "Kinderweihnachtsserie" auf DVD aufgelegt wird. Anna war damals schon ein absolutes Highlight deutscher Fernsehgeschichte und wie man an den Bewertungen sieht, auch heute noch.Nach Anna sind Balettschulen gestürmt worden und sämtliche Mädchen in der Schule hatten nur noch ein Thema: Patrick Bach. Ich bin davon überzeugt das auch die Kinder und Jugendlichen von heute diese Serie mögen werden. Trotz der aus der Mode gekommenen Kleidung und der nicht mehr ganz so hippen Musik. Denn geboten wird alles, was Mädels auch noch heute interresiert: Herzschmerz und erste Liebe, Reibungen mit der Umwelt und nicht zuletzt die Verwirklichung von Träumen. Wirklich schade ist nur das den alten Fans der Serie zu wenig Extras geboten werden. Den erst jetzt interresiert einen doch wirklich was "Frau Seidel" im wirklichen Leben heutzutage treibt, wie Sie jetzt aussieht und ob sie die Tanzerei noch weiter verfolgt hat. Trotzdem Daumen hoch!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
66 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Damals war's...,
Rezension bezieht sich auf: Anna - Der Film (DVD)
Die DVD enthält den Film, eine Filmographie von Silvia Seidel (als schnöder Durchlauftext), und die 45-minütige Doku "Eigentlich heiße ich Silvia Seidel" - Bonusmaterial nennt sich ja heutzutage vieles, und ist doch oftmals nur schnell sich verziehender Schall und Rauch, aber die Doku, oft begehrt, nie wieder ausgestrahlt, ist doch endlich mal ein Extra, daß dieses Bezeichnung verdient!Als männliches Wesen sah man (soll heißen: ich) damals dieses süße, bildhübsche Mädel mit dem großen Symphatie-Plus natürlich etwas anders als all die vielen Mädchen, die sich nach dem Serienkonsum sintflutartig in die Balletschulen ergossen. Umso erfreulicher, als ich vor fünf Jahren erstmals wieder von Silvia Seidel hörte, als sie bei Biolek zu Gast war (und später, Anfang 2005, bei Beckmann). Nunmehr kein junges Mädchen mehr, aber eine am Leben gereifte, immernoch überaus aparte und sicherlich auch manche Narbe davon getragen habende Frau von Anfang Dreissig (im Jahre 2000), hatte sich eines nach wie vor nicht geändert: ihre einnehmende Austrahlung, die so überaus für den Menschen Silvia Seidel spricht, diese unaufdringliche, natürliche Symphathie, die von ihr ausging und die auch die Bitterkeit, mit der sie über manches biographische Detail berichtete, nicht auszulöschen vermochte - und Anna überhaupt erst zu dem Phänomen gemacht hatte, das die Serie nun mal geworden war: Kult eben. Daß eben diese ihre Wesensqualität dazu führte, daß sich seinerzeit die gierig konsumierende und das Objekt ihrer Lust skrupellos verschleißende Öffentlichkeit so maßlos in ihr Privatleben gedrängt hat, als sie es als junges Mädchen während schwerer Zeiten am wenigsten gebrauchen konnte, und ihre mangelnde Kooperationsbereitschaft mit der Schamlosigkeit der Medien ihr zu Unrecht, wie ich finde, den Ruf eintrug, "schwierig" zu sein, ist ein großes Unrecht und zutiefst tragisch und in jedem Fall zu bedauern - wer weiß, welchen Verlauf ihre Karriere hätte nehmen können, wenn ihr dieser Verrat der Öffentlichkeit, die bereitwillig der Klatschpresse folgte, nicht die Türen zu den Büros der Fernsehmacher verschlossen hätte. So bleibt der Film, wie auch die vor einem Jahr auf DVD veröffentlichte Serie, das Dokument einer der erfolgreichsten und beliebtesten Fernsehproduktionen der deutschen TV-Geschichte, maßgeblich verursacht durch eine überaus symphatische Darstellerin, die sich unbefangen aus ihrer schauspielerischen Noch-Unerfahrenheit nichts machte und statt dessen mit dem unbekümmerten Charme eines verliebten Glühwürmchens aufspielte, und der als Folge davon die Herzen der Massen in Scharen zuflogen. Als solche für alle, die damals jung waren, eine schöne Erinnerung an vermutlich tatsächlich etwas besser gewesene Zeiten und eine andere, freiere Lebenseinstellung, die man als Spätjugendlicher eben hat(te), und eine Film gewordene Liebeserklärung an eine Schauspielerin, der ich wohl immer erheblich mehr als vielen anderen gewogen bleiben werde :-) Bleibt zu hoffen, daß Silvia Seidel für die Gewalt, die ihr die Medien seinerzeit antaten, doch einmal Genuugtuung in Form einer dankbaren, großen Filmrolle zuteil werden wird - das wäre in der Tat ein Gewinn für sie und für uns und für alle. Auf der Bühne seit Jahren mit gewogenen Kritiken geehrt, mit Theater-Preisen oder Nominierungen für solche ausgezeichnet und vom Publikum nach wie vor geliebt, wäre ihr die schauspielerische Fähigkeit inzwischen jedenfalls durchaus zuzutrauen. Daß ihr diese Chance verweigert wird, derweil sie angedeutet hat, Film-/TV-Angeboten offen gegenüber zu stehen, spricht nicht für die Cleverness deutscher Filmemacher, oder ist es einfach die Rache der Macher dafür, daß sie sich nicht auf die Rolle der Ballerina bis ans Ende aller Zeiten festelegen lassen wollte - oder ist es gar die Grenzenlosigkeit des schlechten Publikumsgeschmacks, dem zuzustimmen sie sich nach eigener Aussage weigert und der eine mehr als nur sporadische Zusammenarbeit mit dem Fernsehen bis heute verhindert? Aber was nicht ist, kann ja noch werden: viel Glück dafür, Silvia Seidel! Und vielen Dank für eine Serie, die zwar ein Märchen schildert, aber dies auf so normale und dramaturgisch unhysterische Weise (vergleiche nur mal mit dem unsäglichen Mist, den diverse Soaps und Vorabendserien täglich in deutsche Wohnzimmer spülen), daß die Geschichte sich mit liebenswertem Charme in die im Herzen vieler Tausend Menschen eingeschlichen hat und nach wie vor einen besonderen Platz darin einnimmt. Serie und Film zusammenfassend: mit nur einem Auftritt, und noch dazu dem ersten und in jungen, unerfahrenen Jahren, so bleibend in positiver Erinnerung zu bleiben - das muß manch ein angeblicher ruhmreicherer Vertreter der Schauspielerei erst einmal schaffen! Viele Fernsehproduktionen kommen und gehen im Laufe der Jahre, und von den meisten spricht nie wieder jemand ein zweites Mal, aber trotz bald zwanzig Jahren: "Anna" bleibt, was es war und ist: liebenswert, charmant, und im besten Sinne des Wortes gute Unterhaltung. 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