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Anna Calvi (Ltd Digipack)
 
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Anna Calvi (Ltd Digipack)

Anna Calvi Audio CD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

motor.de

Viel Leidenschaft und junger Eifer auf einem überaus gelungenen Deübt: Anna Calvi entfacht Unwetter. Sie beginnt mit einem Sturm und beweist sogleich Mut mit dem instrumentalen Opener dieses Albums. „Rider To The Sea“ erschließt sich nach dem ersten Hören nicht unbedingt. Es deutet jedoch an, was mit den folgenden Titeln auf einen zukommt. Verlangen, Rausch, Hingabe: Das legt Anna Calvi in ihre Musik und dem wird man beim Hören dieses Albums schutzlos ausgesetzt. Die Musik der jungen Frau aus London schlägt Wellen, nimmt den Hörer sowohl mit ihren leisen, als auch ihren lauten Momente gefangen. Diese ungeheure Intensität bewirkt das Gefühl, einen Einblick in das Innere der Musikerin zu erhaschen. Dabei hat sie doch zwei Gesichter. Die zierliche, zurückhaltende Frau verwandelt sich auf der Bühne in einen starken, furchtlosen Charakter mit kraftvoller Stimme. Im Fokus der Musik stehen ihre Stärken Gitarre und Gesang. Die zehn Songs auf „Anna Calvi“ sind sparsam instrumentiert, neben ihr gehören Schlagzeuger Daniel Maiden-Wood und Mally Harpaz zur Band. Mally übernimmt nicht etwa den Bass, sondern ist für Harmonium, Percussion und die zweite Gitarre zuständig. Trotzdem klingt „Anna Calvi“ extrem voll und bedient sich auch orchestralen Sounds und tobenden Chören. Calvi, die erst ausschließlich Gitarre spielte, ließ sich von Vorbildern wie Hendrix oder Gitarrenvirtuose Django Reinhard inspirieren. Ihr Können am Saiteninstrument macht sie in der endlosen Liste der Solo-Singer/Songwriterinnen überaus konkurrenzfähig. Brian Eno nennt sie gar das größte Ding seit Patti Smith. Im ersten Moment denkt man eher an PJ Harvey - zumindest hatten sie mit Rob Ellis den gleichen Produzenten. Ihre ersten Demos nahm Anna in ihrem Keller auf, dort verbrachte sie viel Zeit und verlieh ihrer Musik so einen leicht düsteren Einschlag. Die Eingeschlossenheit brachte die dunklen Geschichten über Liebe und Verzweiflung hervor. In „The Devil“ singt sie „God knows it’s just the devil in me“ und bestückt den Song mit einer Portion Flamenco. Der Einfluss klassischer Musik und die extremen Unterschiede in der Dynamik lassen wiederum Wellen schlagen. Ihre Titel sind sehr atmosphärisch, man findet sich in der Nacht auf nass geregneten Straßen wieder, an deren Seiten sich die Äste großer Bäume im Wind wiegen. In Bars mit schummrigem Licht, in denen die Gäste viel rauchen und viel Rotwein trinken. Und wenig reden. Calvi muss man zuhören und sich ihr hingeben. So fordert sie in „No More Words“: „Hold me down and give me all your power, shh! Hold me close in every single hour.“ Einen Höhepunkt stellt „Suzanne And I“ dar, das recht belebt beginnt, dann aber in der ersten Bridge wieder ins Finstere hinabsteigt. Der Gesang fängt das ganze Ausmaß von Calvis markanter, tiefer Stimme ein, sie gerät am Ende des Songs regelrecht in Ekstase. Finsternis, Liebe, Sex - Anna Calvis Musik ist hochgradig leidenschaftlich, doch trägt sie auch etwas Böses in sich. Calvi kennt das Gefühl „wenn man jemanden so sehr liebt, dass man meint, ihn töten zu können.“ Diese dunkle Romantik , Intimität und Dramatik drückt sie in ihren Songs mit aller Hingabe aus. Dem Hörer fällt es da schwer, sich diesem zügellosen Gewitter zu entziehen.

Kurzbeschreibung

Brian Eno und Nick Cave sind ihr bereits verfallen und die düster rockenden Haudegen von Grinderman hat die Musik der Londonerin so fasziniert, dass sie Anna Calvi als Support auf ihrer jüngsten Europatour eingeladen haben.

Dort konnte Anna Calvi ihr beeindruckendes Talent als Meisterin morbider Musikalität und Dramatik und ihre phänomenale Bühnenpräsenz beweisen. Wie aus einem Tarrantino-Film entsprungen, steht sie auf der Bühne mit ihren rot geschminkten Lippen und ihrer Gitarre, aus der hochmelodische Klänge perlen. Boleroesk entwerfen Schlagzeug und Gitarre immer gewaltigere Spannungsbögen, verlieren sich aber nie endgültig im melodischen Chaos. Denn über ihnen thront und regiert Calvis hypnotische Stimme. Nun erscheint das gleichnamige Debütalbum von Anna Calvi bei Domino, das sie mit Rob Ellis (u.a. PJ Harvey) in London und Frankreich produziert hat. Es ist ein überraschend selbstsicheres Debüt, das ihre Talente als Songwriterin, Gitarristin und Sängerin auf zehn Songs gleichermaßen beeindruckend vorstellt.

Anna Calvi
Anna Calvi
Anna Calvi

kulturnews.de

Nichts ist derzeit angesagter, als sich an Siouxsie And The Banshees zu orientieren. Mit Referenzen an die Helden von 80er-Darkwave und Postpunk zählten etwa Zola Jesus und Teenagers In Tokyo 2010 zu den aufregendsten Newcomern, und auch etablierte Acts wie Bat For Lashes und Fever Ray befeuerten den Trend. Anna Calvi hat beste Chancen, da mitzumischen, schließlich ähnelt ihre Stimme auf faszinierende Weise der von Siouxsie Sioux. Doch die Gitarristin aus London hat sich bereits einige Monate vor ihrem Debüt weitaus präziser definiert: Im Herbst veröffentlichte sie als Single eine Coverversion des Klassikers "Jezebel", der vor allem durch die Interpretation von Chansonsängerin Edith Piaf um die Welt ging, und im Oktober eröffnete Anna Calvi äußerst passgenau für Nick Caves Bandprojekt Grinderman, das mit düsterem Rotzrock durch Deutschland tourte. So erzählen die zehn Songs ihres Debüts eine melancholisch-abgründige Geschichte, die bei den atmosphärischen Komposititionen leider manchmal etwas uninspiriert vor sich hin plätschert, um dann in Popmomenten wie "Desire" oder "Suzanne and I" wieder Fahrt aufzunehmen. Erst ganz zum Schluss laufen die beiden Stränge überzeugend zusammen: "Love won't be leaving" ist klangmalerisch und detailverliebt, macht aber bei der Eingängigkeit keine Abstriche. Ein perfekter Trailer für eine Musikerin, von der wir in Zukunft noch sehr viel mehr erwarten dürfen als Siouxsie-Retroismen. (cs)
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