Anna Calvi veröffentlicht das erste kleine besondere Highlight des neuen Jahres 2011:
da trifft düsterer Independent Poprock auf fröhlichen Wave und Punk, eingängige Melodien auf schrammelige Passagen und leiser, zurückhaltender Gesang auf dramatische, hypnotisierende Gebärden.
Eingängig wird's bei "Suzanne and I" oder "Desire", etwas düsterer in "The devil" und "Love won't be leaving", dagegen wieder fetziger bei "Blackout".
Gitarrenpassagen und Gesang wechseln sich ab, die Dramaturgie ist in jedem Song spürbar, doch besonders gelungen sind für mich die Songs, in denen mich der Musikstil an "The X" erinnert wie in "Suzanne and I" und "Desire". "Love won't be leaving" glänzt vor allem durch einen dramatischen Aufbau und dem finalen durch Streicher wunderbar besetzten Schlussrefrain.
Ab und an ist mir das Ganze etwas zu depressiv angehaucht und sehr strange wirkend, wie in dem kurzen, instrumentalen "Rider to the sea".
Beeindruckend ist vor allem, dass Anna Calvi Sängerin, Instrumentalistin (vor allem Gitarristin) und Songwriterin gleichzeitig ist und man das auch das ganze Album durchspüren kann. Das ist besonders und einfach aufreibend. Nichts zum Nebenbeihören. Sicherlich noch ausbaufähig, aber ein tolles Debut.