- Broschiert: 158 Seiten
- Verlag: Rowohlt Tb. (1998)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3499505630
- ISBN-13: 978-3499505638
- Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 11,4 x 0,9 cm
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Produktinformation
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Anna Achmatowa biographisch
I. R. Jede Lebensbeschreibung der russischen Dichterin Anna Achmatowa (18891966) gerät unweigerlich zu einem Porträt der Schrecken dieses Jahrhunderts: Erster Weltkrieg, Oktoberrevolution, Bürgerkriegswirren, Stalinzeit, Leningrader Blockade usw. Nichts, was Achmatowa nicht durchgemacht hätte: 1921 wird ihr Mann, der Dichter Nikolai Gumiljow, standrechtlich erschossen, 1935 (dann erneut 1949) ihr Sohn verhaftet. Den Zweiten Weltkrieg überlebt sie in der Taschkenter Evakuation, um 1946 von ZK-Sekretär Andrei Schdanow als «Dirne und Nonne» diffamiert und mit Berufsverbot belegt zu werden. In ihren Werken verwandelt die «Muse der Klage» das individuelle Drama in ein allgemeines. Was als zarte Liebeslyrik begann, endet in den erschütternden Zyklen «Requiem» und «Poem ohne Held», aus denen die Geschichte selbst zu sprechen scheint. Wolfgang Hässners Darstellung von Achmatowas Leben und Werk gibt sich sachlich-konzis, im Ton mitunter zurückhaltend. Gerne hätte man nicht nur in der Rubrik «Zeugnisse» mehr Äusserungen von Zeitgenossen wie Marina Zwetajewa, Isaiah Berlin und Joseph Brodsky gelesen. Und was die Bibliographie betrifft, so überrascht die Präsenz einiger (tendenziöser) Werke aus DDR-Zeiten, während die bedeutende Achmatowa-Biographie von Roberta Reeder sowie Aufsätze von R. D. Timenstschik fehlen.
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