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Anmut und Gnade
 
 

Anmut und Gnade (Gebundene Ausgabe)

von Wolfgang Schlüter (Autor)
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Erhältlich bei diesen Anbietern.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 356 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: Numeriert und limitiert. (Dezember 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821845848
  • ISBN-13: 978-3821845845
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 12,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 517.455 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Krieg um Worte, Töne, Bilder Paris, 2003. Unruhen erschüttern die Banlieues. Während die Stadt vom Krieg der Bilderstürmer und Kaputtmacher erschüttert wird, probt ein österreichisches Kammerensemble die Aufführung einer Oper Jean-Philippe Rameaus, des großen Neuerers und ebenso gefeierten wie umstrittenen Erben Lullys. Walter Mardtner ist Pressereferent des Orchesters. Bei einem Antiquariatsbesuch fällt ihm ein Konvolut alter Schriften in die Hände, das von einem anderen Krieg erzählt: dem einstmals ebenso erbitterten wie geistvollen Kampf zwischen den Traditionalisten und Neuerern um die Vorherrschaft an der Pariser Oper. Kombattanten sind ein König, für den die Oper vor allem höchste Kunst der höfischen Repräsentation ist, Rameau und der Kreis der Enzyklopädisten, allen voran der empfindsame und aufrührerische Jean-Jacques Rousseau. Wolfgang Schlüters Roman lässt die Pracht der Oper, das Zeitalter des Barock, der Aufklärung und das Brodeln des vorrevolutionären Frankreich vor unseren Augen neu erstehen.


Über den Autor

Wolfgang Schlüter, geboren 1948, lebt als freier Übersetzer und Autor in Berlin, Wien und Irland. Er hat unter anderem John Aubrey, William Cowper und Christopher Marlowe ins Deutsche übersetzt. Für seinen ersten Prosaband »John Field und die Himmels=Electricität« (1998) erhielt er den dedalus-Preis für innovative Prosa; seinen Roman »Dufays Requiem« (2002) nannte die FAZ »eine vielstimmige Komposition in bester, mutmaßlich Dufayscher Tradition.« -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

 
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unterhaltung auf hohem musikalischem Niveau, 7. März 2007
Das Buch erzählt die Geschichte der Proben und Aufnahmen einer Oper von Rameau aus der Sicht eines PR-Managers des Orchesters. Ausgehend von dieser Ebene springt der Autor in verschiedene andere Epochen und Nebenerzählungen, die die Hauptgeschichte wunderbar ergänzen und abrunden.

An jeder Stelle des Buchs wird die Freude des Autors an musikwissenschaftlicher Arbeit deutlich. Das kann auf Dauer als anstrengend empfunden werden, aber mir hat es sehr gut gefallen. Viele Passagen beinhalten außerdem eine inhärente Komik, ohne platt zu wirken. Auf diese Weise wird das Lesen des Buchs gelungen kurzweilig.

Die Aufmachung des Buchs ist angenehm, wie von der Reihe "Die andere Bibliothek" gewohnt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein Opernroman, der fulminant beginnt - ein , 3. Januar 2009
Diese Rezension stammt von: Anmut und Gnade (Broschiert)
freies Orchester auf der Reise nach Paris, um eine Rameau Oper für eine CD-Aufnahme und eine Aufführung einzustudieren. Dann: Ein Zeitsprung nach Paris in die Epoche Rameaus - ein weiterer Satz zurück: Zu Lully. Wieder nach Paris ins Jahr 2003, wo die Proben begonnen haben. Da erzählt einer, der den Klassik-Kulturbetrieb kennt und ein großes Musikverständnis hat. Phantastisch die beiden längeren Abschnitte, in denen der Leser dem Orchester und seinem Dirigenten bei zwei Proben über die Schulter schauen kann. Eingenommen wird die Perspektive des Pressemanagers des Orchesters. Immer wieder unterbrochen durch Sprünge in die Vergangenheit, wo einem Rameau, Diderot, Rousseau etc. begegnen und ausführlich zu Wort kommen. Auch in der Gegenwart beginnen zunehmend Realität und Schein zu verschwimmen und sich zu vermischen. Nach einem Drittel des Buches hatte ich immer mehr das Gefühl, das sich der Autor verzettelt und dass kein richtiger Roman zustande kommt, dass die Personen nur als Stichwortgeber zu Wort kommen, um zu demonstrieren, wie gründlich Wolfgang Schlüter über den Streit zwischen italiänischer und französischer Musik, über die Ideen des Königsmörders und der Enzyklopädisten, über die Debatte über das Regietheater an den Opernbühhnen usw usf Bescheid weiss. So gern ich ein Buch von einem klugen Autor lese, der sehr viel mehr weiß als ich - von einem Roman erwarte ich noch etwas mehr: Die große Linie einer Erzählung fehlt hier aber. Es entwickelt sich weder eine Handlung noch der Charakter einer der auftretenden Personen. Und so wirkt diese Ausbreitung von Wissen auf die Dauer ermüdend und etwas ziellos.
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