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Anleitung zur Langsamkeit: Ruhiger und glücklicher leben
 
 
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Anleitung zur Langsamkeit: Ruhiger und glücklicher leben [Gebundene Ausgabe]

Brigitte Röthlein
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 223 Seiten
  • Verlag: Piper (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492045553
  • ISBN-13: 978-3492045551
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 456.852 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Brigitte Röthlein
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Produktbeschreibungen

changeX

Röthleins Buch überschüttet den Leser mit einem Schwall detailversessener Lebenshilfe-Ratschläge. Tun Sie dies, tun Sie das - für beinahe jede Lebenslage hat die Autorin einen guten Tipp parat. Oder besser gesagt: eine Verhaltensanweisung, denn es geht ja nicht um gute Ratschläge, sondern um eine Anleitung. Und die will befolgt sein, wenn Erfolg sich einstellen soll. Glück ist machbar, so lautet das Heilsversprechen dieses Buches - nur zerrt es Ratschläge für eine gute Lebenspraxis auf das Banalitätsniveau von Fleckenentfernungsrezepten in Frauenzeitschriften. Rotweinflecken auf der Bluse? Da helfen Salz und Wasser. "Sie müssen am Wochenende arbeiten?" Brigitte Röthlein empfiehlt: "Nutzen Sie die Möglichkeiten des Ayurveda."

Hat man den guten Geist mal aus der Flasche gelassen, verfolgt er einen als besserwisserischer Lebenshilfe-Ratgeber, der zu allem und jedem ein Rezept auf Lager hat. Wer Gefahr läuft, vom Pfad des langsam-korrekten Lebens abzukommen, dem steht Röthlein zur Seite und gibt eine Langsamkeits-Weisheit zum Besten: "Vertrödeln Sie aber nicht den Vormittag mit zu viel Gewohnheitskram, denn ab elf Uhr haben Sie ja Ihr erstes Leistungshoch." "Essen Sie nicht immer und überall." "Essen Sie nicht im Auto, schon gar nicht, wenn Sie selber am Steuer sitzen." Der geballte Wust der Ratschläge mit ihrem mütterlich-wohlmeinenden Gestus ist eher eine Anleitung zur Unmündigkeit denn eine zur Langsamkeit.

Dennoch: Das meiste davon ist so wenig falsch wie die Bekämpfung von Rotweinflecken mittels Kochsalz und Wasser. Manches ist sogar sehr bedenkenswert, zum Beispiel sich mit Partner oder Familie Zeit für ein gemeinsames Essen zu nehmen, das man aus qualitativ hochwertigen Produkten aus regionalem Angebot selbst zubereitet hat. Zu kritisieren ist nur die gefährliche These, unser komplexes Leben ließe sich nach dem Muster von Lebenshilfe-Tipps aus dem Goldenen Blatt meistern. Solche einfache Weisheiten scheitern jedoch an der Komplexität unseres Daseins und der Vielfalt nicht selten konkurrierender Ansprüche, die es für uns bereithält.

Röthlein empfiehlt nicht nur, den Augenblick zu genießen und die kleinen Freuden des Lebens zu entdecken. Ihr geht es tatsächlich um ein "Zurück" zu einem ruhigeren Leben, wie es unsere Vorfahren lebten. Die nämlich, so schreibt die Autorin, nutzten die kalten Winterabende, um schöne Handarbeiten oder Schnitzereien anzufertigen - und gibt dem Leser "eine kleine, nostalgische Anregung" mit: "Wie wäre es, wenn der Herr des Hauses ein Vogelhäuschen baut und die Mutter sich einen Pullover selbst strickt?" Der "Herr des Hauses"? Wo leben wir denn? In der heutigen Welt jedenfalls scheint sich die Autorin nicht zu Hause zu fühlen. Sie plagt die Sehnsucht nach einer vermeintlich heilen, vorindustriellen Welt. Deshalb ist ihr Buch ein Buch der großen Illusion. Denn ein "Zurück" gibt es nicht, hat es nie gegeben - und wenn, dann mit fatalen Folgen.

(c)changeX – Online-Magazin für Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft

Kurzbeschreibung

»Ich habe keine Zeit«, das sagen wir ständig. Es gehört heute zum guten Ton, in Eile zu sein, und gilt als Zeichen für Erfolg und Wichtigkeit. Da wird schnell mal was gegessen, schnell gefahren und eingekauft, kurz mal wo reingeschaut und auf die Schnelle was erledigt. Doch das Gefühl, immer schneller sein zu müssen, erzeugt Streß, Atemlosigkeit, Erschöpfung. Es nimmt uns die Lebensfreude und macht krank. Heute, so Brigitte Röthlein, ist Langsamkeit der wahre Luxus, entspannter Umgang mit der Zeit das Gebot der Stunde. Sie erklärt die natürlichen Rhythmen von Mensch und Umwelt, bringt persönliche Erfahrungen ein und sagt sehr direkt und mit vielen praktischen Ratschlägen, wie es uns gelingen kann, unseren eingefahrenen, hektischen Lebensalltag neu zu ordnen.

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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
In einem Amphitheater am Rande einer italienischen Stadt lebt die kleine Momo. Sie hat dort ihre Freunde und ist mit ihrem Leben rundum zufrieden. Doch dann wird die Idylle durch die grauen Herren von der Zeitsparkasse jäh gestört. Diese überreden die Menschen, ihre Zeit zu sparen. Die „Herren" verbrauchen diese jedoch für sich selbst und machen die Welt dadurch kalt und grau. Erst mit Hilfe von Meister Hora, dem Verwalter der menschlichen Lebenszeit, kann Momo in dem 1985 nach einem Buch von Michael Ende gedrehten Märchenfilm dem Treiben der Zeitdiebe ein Ende bereiten und den Menschen ihre Muße wiedergeben.

In ihrem Buch „Anleitung zur Langsamkeit" ist Brigitte Röthlein offensichtlich in die Rolle der Momo geschlüpft. „Immer wieder gibt es Leute, die einem die Zeit stehlen, Zeitdiebe also. Die einen tun es ganz bewußt, kleine Kinder etwa, die eben unbedingt wollen, dass Mama oder Papa jetzt und genau jetzt mit ihnen spielen, die anderen handeln viel subtiler. Oft sind das Menschen mit ausgeprägtem Machtgefühl, die einen Bittsteller, Partner oder Mitarbeiter mit Absicht lange warten lassen, um zu demonstrieren, wie überlegen sie sind...", schreibt die Wissenschaftsjournalistin und Autorin mehrerer Sachbücher.

Auf der Basis persönlicher Erfahrungen und Beobachtungen entlarvt die Autorin anhand von Fallbeispielen aber auch jene alltäglichen Zwänge, die viele von uns gänzlich unnötig in die Hektik treiben. Das Szenario an Situationen erstreckt sich vom täglichen Streß in der Arbeit über den vermeintlichen Zwang, mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu müssen, bis hin zu den Ritualen der „Lenkradbeißer" und „Revierkämpfer" im Straßenverkehr. Situationen, in denen sich nicht wenige Leser zumindest partiell (der Rezensent macht da keine Ausnahme) wiedererkennen dürften. Für Brigitte Röthlein ist „Zeitdruck" ein „Genußkiller", und so zeigt die Autorin in ihrem 222 Seiten umfassenden Buch auch praktikable Wege auf, wie sich der Zauber des Augenblicks wieder erlangen läßt.

Fazit: All jene, die angeblich nie Zeit haben und in ungesunder Hektik am Leben vorbei hetzen, sollten sich wenigstens die Zeit nehmen, um das Buch zu lesen. Die Investition lohnt sich!

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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zeit - ein kostbarer Besitz 12. Dezember 2004
Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Endlich mal ein anderes und sympathisches Buch zum Thema Zeit!

In 24 Kapiteln bindet Brigitte Röthlein uns einen bunten Strauß von der "inneren Uhr" über den "täglichen Stress bei der Arbeit", den "wichtigen Dingen im Leben" bis hin zum "richtigen Altern".

Vielleicht hat das Buch gerade deshalb seinen Charme, weil Brigitte Röthlein eine der wenigen weiblichen Autoren ist, die zu diesem Thema schreibt. Frauen sind nicht nur anders, sie sehen, erfahren und bewerten Dinge auch anders als Männer. Letztere kommen dabei mit ihren "Revierkämpfen" und als "Lenkradbeißer" noch halbwegs und kollegial gut weg.

In gewisser Weise darf man Teile des Buchs auch mit dem Ansatz von Stefan Klein vergleichen. Als Wissenschaftsautorin versteht Röthlein es in ähnlicher Weise, Lesern Forschungsergebnisse (Stichwort: Andechser Keller) verständlich nahe zu bringen.

Fazit: Keine Patentrezepte und dennoch eine interesante, lesens- und nachdenkenswerte Lektüre zu dem Thema schlechthin - Zeit auf Erden! Natürlich auch für Männer!

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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Vorab: eines der wenigen Bücher in meinem Leben, die ich nicht zu Ende gelesen habe. Warum ist das so?
Von den ersten Seiten an war für mich weder eine Grundidee und erst recht keine Begeisterung der Autorin für das Thema zu erkennen.
Das führte dazu, dass das Buch eine willkürliche Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen ("Seien Sie offen für alles"), uninspirierten Lebenstips ("Seien Sie nicht zu kritisch mit sich selbst"), relativ langweiligen Beispielen aus dem Bekanntenkreis der Autorin und gelegentlich eingestreuten wissenschaftlichen Erkenntnissen ("Licht kann unsere innere Uhr verstellen") geworden ist.
Mein Eindruck ist: Die große Anzahl der zusammenhanglosen Empfehlungen der Autorin umzusetzen würde zu mehr Stress und Hektik im Alltag führen. Umgekehrt wurde die Chance vertan, die Idee und Haltung der Entschleunigung überhaupt zu erklären.
Positiv fand ich den routinierten Schreibstil und den Versuch, zu praktischen Alltagsübungen anzuregen.
Fazit: Weniger wäre mehr! Zuviel Oberfläche, zuwenig Tiefe. Gerade bei diesem Thema fand ich das sehr störend.
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